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Wie sieht die Betriebsgastronomie der Zukunft aus? Das zeigen die Ergebnisse des Corona-Stimmungsbarometers von K&P Consulting.

Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie – Teil 1

Datum: 15.10.2020Quelle: K&P Consulting | Bild: Ra Dragon on Unsplash | Ort: Düsseldorf

Im März 2020 begann der Corona-Lockdown in Deutschland und schlagartig wurden viele Unternehmensbereiche ins Homeoffice verlagert oder Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt – wie sich das auf die Gemeinschaftsgastronomie ausgewirkt hat, hat K&P Consulting in einem Corona-Stimmungsbarometer ermittelt.

K&P befragte Anfang September rund 50 Verantwortliche in der Betriebsgastronomie, wie es derzeit um die gastronomische Versorgung der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen steht und wie sie die Aussichten bewerten.

Corona-Stimmungsbarometer

Die Ergebnisse des Corona-Stimmungsbarometers hat K&P Consulting in drei Themenblöcken zusammengefasst – Interessierte erfahren mehr über:

  • die aktuelle Situation der Betriebsgastronomie
  • die Chancen und Herausforderungen für eine neue Betriebsgastronomie mit und nach Corona
  • sowie die Konzepte der Zukunft.

Die Ergebnisse rund um die aktuelle Situation in der Betriebsgastronomie lesen Sie im Folgenden:

Homeoffice das New Normal?

K&P befragte Anfang September knapp 50 Verantwortliche in der Betriebsgastronomie, wie es derzeit um die gastronomische Versorgung der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen steht und wie sie die Aussichten bewerten. Dabei zeichnete sich ein klarer Trend ab: Produzierende Unternehmen haben ihre Restaurants häufig auch während des Lockdowns aufrechterhalten und viel auf To-go-Angebote und Belieferung an den Arbeitsplatz verlagert.

Inzwischen sind in diesen Unternehmen teilweise wieder bis zu 80 Prozent der Mitarbeiter im Betrieb. Im Gegensatz dazu befinden sich Mitarbeiter aus den Bereichen des Telekommunikations-, IT- und Finanzsektors bis heute zum großen Teil im Homeoffice, entsprechend sind die Betriebsrestaurants geschlossen. „Homeoffice wird für mindestens 70 Prozent der Mitarbeiter bis Ende des Jahres als Standard beibehalten!“, weiß Thomas Walter, Geschäftsführer der R+V Dienstleistungsgesellschaft in Wiesbaden.

Die Spannbreite ist also sehr weit, durchschnittlich sind demnach 45 Prozent der Mitarbeiter in den befragten Unternehmen wieder am Arbeitsplatz. Die Cateringverantwortlichen sind sich jedoch durchgängig sicher: Homeoffice wird ein wesentlicher Bestandteil bleiben und die ehemaligen Präsenzzahlen werden wohl nicht mehr erreicht werden.

Betriebsrestaurants fast leer

Die Auswirkungen auf die Betriebsgastronomie sind daher fatal. Kein Unternehmen hat die bisherigen Tischgastzahlen wieder erreicht. „Angesichts der Abstandsregelungen ist unsere Kapazität auch nur noch bis maximal 30 Prozent ausbaufähig“, erklärte ein Verantwortlicher aus dem Versicherungswesen. Einige Unternehmen bieten das Mittagessen auch zur Mitnahme an den Arbeitsplatz an.

Nur ein Viertel der Befragten gab an, dass mehr als 40 Prozent der Tischgastzahlen wieder erreicht sind. Im Durchschnitt werden gerade einmal 33 Prozent der Tischgastzahlen in den geöffneten Betriebscasinos gemessen. Und rund 20 Prozent der Betriebsrestaurants bleiben weiterhin ganz geschlossen, hier haben teilweise Kaffeebars und Shops die Grundversorgung übernommen. Dementsprechend ist das Angebot zwar stark eingeschränkt, das Küchenteam versucht aber, die wenigen Gäste mit besonderer Qualität, speziellen Angeboten und Freundlichkeit zum Besuch zu animieren.

Wirtschaftlicher Betrieb teilweise nicht möglich

Natürlich setzt die Situation insbesondere die Cateringunternehmen unter großen Druck. „Wir haben von den meisten Unternehmen viel Unterstützung erfahren, denn es ist ihnen bewusst, wie wichtig wir als Dienstleister für den Zusammenhalt im Unternehmen sind“, sagt Jürgen Vogl, Geschäftsführer von Aramark. Gleichzeitig stellt der massive Einbruch alle Betreiber unter enormen Druck, denn das lukrative Geschäft der Konferenzbewirtung und der Events ist fast völlig zum Erliegen gekommen. Auch Cafébars und Shops lassen sich teilweise nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Trotzdem gibt es auch in Zeiten von Corona noch Neueröffnungen von Betriebsrestaurants. „So konnten wir unser neues Streetfood-Restaurant Anfang August in einer Soft-Opening-Phase langsam anfahren und optimieren“, berichtet Bernd Hartkopf von der Union Investment in Frankfurt.

Chancen & Herausforderungen

Den Beitrag rund um Chancen und Herausforderungen für eine neue Betriebsgastronomie mit und nach Corona finden Sie ab dem 16. Oktober an dieser Stelle, am 19. Oktober folgt dann der Ausblick auf die Konzepte der Zukunft.

Redaktion GVMANAGER

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