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Bitburger beteiligt sich an Wernesgrüner Brauerei

Datum: 18.02.2002Quelle: Ort: Bitburg

“Als Traditionsmarke genießt Wernesgrüner gerade bei den Konsumenten im Osten Deutschlands ein hohes Ansehen. Sie ergänzt nicht nur in idealer Weise unser Marken-Portefeuille, sondern eröffnet der Gruppe zusätzliche Wachstumsperspektiven mit einem weiteren Premium-Produkt”, erläutert Dr. Michael Dietzsch, Vorsitzender Geschäftsführer der Bitburger Getränke
Verwaltungsgesellschaft mbH, den Hintergrund der Beteiligung.

Die Wernesgrüner Brauerei, am Fuße des Erzgebirges im sächsischen Vogtland gelegen, ist derzeit die Nummer 3 im Premium-Pilssegment der neuen Bundesländer. Der Ausstoß der auf hohem technischem Niveau operierenden Brauerei lag im Jahr 2001 bei rund 800.000 Hektolitern.
“Wernesgrüner bietet eine gute Ausgangslage, um ihre Marktposition und Markenstärke kontinuierlich auszubauen. Das sollte im Verbund einer starken Getränkegruppe noch leichter fallen und allen beteiligten Marken neue vertriebliche Impulse geben”, betont Dr. Dietzsch. Für die Bitburger Getränkegruppe steht dabei außer Frage, dass ein erfolgreiches Engagement bei Wernesgrüner mit einem klaren Bekenntnis zum Standort und zu den Wurzeln der Marke einhergehen muss. Die Bitburger Getränkegruppe will durch Zeichnung neuer Aktien Wernesgrüner weitere Mittel bereitstellen. Die Bitburger Beteiligungsquote erhöht sich dann auf 63 %. Die Brauerei Riebeck GmbH & Co. KG für Beteiligungen wird neben der Bitburger Getränkegruppe mit künftig 37 % an der Wernesgrüner Brauerei beteiligt sein. Das Bitburger Engagement im Vogtland hat die Riebeck Brauerei ausdrücklich begrüßt.

Historie der Wernesgrüner Brauerei AG

Am 18. März 1436 wurde den Gebrüdern Schorer in Wernesgrün das “Recht zum Brauen und Schenken” erteilt. Durch Erbteilung entstanden zwei Brauereien, die im 18. Jahrhundert von den Familien Günnel und Männel übernommen wurden. Bereits ein Jahrhundert später wurden die Produkte der beiden Wernesgrüner Brauereien weit über die Grenze der Region hinaus verkauft, und dasWernesgrüner Bier genoss hohes Ansehen.
Die Brauerei rechts des Wernesbachs erhielt später – nach dem hauptsächlich verkauften “Grenzquell Pilsener” – den Namen “Grenzquell-Brauerei H. Günnel, Wernesgrün i.V.” Die Brauerei links des Wernesbachs firmierte ab 1932 unter dem Namen “Erste Wernesgrüner Aktienbrauerei (vorm. C.G. Männel)”. Bereits in den dreißiger Jahren hatte Wernesgrüner eine nationale Bedeutung und wurde über ein weitverzweigtes Händlernetz in ganz Deutschland, nach Holland und Übersee verkauft.
Nach dem Krieg wurden beide Brauereien verstaatlicht und im Jahr 1974 zur “VEB Exportbierbrauerei Wernesgrün” zusammengeschlossen. Da die Nachfrage für das legendäre Pils aus Wernesgrün höher war als das Angebot, avancierte es in dieser Zeit als sogenannter “Vogtland Dollar” zu einem begehrten Tauschobjekt für andere schwer erhältliche Waren.
Nach der politischen Wende entstand im Jahr 1990 die “Wernesgrüner Brauerei AG”, die erst Mitte 1994 privatisiert wurde. In diesen Zusammenhang hat die Bayerische Kapitalbeteiligungsgesellschaft 48,97 % der Unternehmensanteile erworben. Im Jahr 2000 sind die verbliebenen Anteile der Familiengesellschafter (51,03 %) an die Riebeck Brauerei GmbH & Co. KG für Beteiligungen übergegangen. Die Traditionsbrauerei, die zu den ältesten der Welt gehört, ist heute eines der erfolgreichsten Unternehmen der neuen Bundesländer.

Foto: Bitburger Getränkegruppe: Zur nationalen Spitzenmarke Bitburger und der Spezialität Köstritzer sowie dem Mineralwassermarktführer Gerolsteiner ist die Traditionsmarke Wernesgrüner aus den neuen Bundesländern eine ideale Ergänzung. (Quelle: “obs/Bitburger Getränke Verwaltungsgesellschaft mbH”)

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