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Berliner Gastronomen schicken SOS

Datum: 24.03.2020Quelle: DEHOGA Berlin; Foto: 99.films on Unsplash Ort: Berlin

Nachdem in der vergangenen Woche die Gastronomen Hamburgs bereits einen Hilferuf an den Bürgermeister gestartet haben, wenden sich nun auch die Berliner Kollegen an ihre Stadt. Die Grundaussage des Textes ist auch hier eindeutig:

Doch wir stehen bereits jetzt mit dem Rücken an der Wand. Unsere Existenz ist dramatisch gefährdet, denn ohne Buchungen und Gäste schauen wir in leere Kassen und Konten, sehen die stillen Räume unserer geschlossenen Betriebe und wissen schon jetzt nicht, wie wir und unsere MitarbeiterInnen den Monatswechsel überstehen werden, geschweige denn, wie wir die anstehenden Miet- und sonstigen Zahlungen des neuen Monats leisten sollen.

Kern des Schreibens, ist die Forderung nach sofortigen Hilfsgeldern, um die drohende Pleite der gastronomischen Betriebe abzuwenden. Auch die Berliner stellen, wie schon ihre Hamburger Kollegen, eine entscheidende Tatsache der Gastro-Branche heraus: In der Gastronomie gibt es keinen „Nachholeffekt“. Nach der Krise ist es eben nicht möglich, einfach die Produktion hochzufahren, um den entgangenen Umsatz nachzuholen.

Lesen Sie hier das ganze Schreiben im Original:

SOS in Zeiten der Corona-Pandemie

SOS in Zeiten der Corona-Pandemie

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Müller,

die Arbeit, die Sie und Ihre SenatskollegInnen in diesen schweren Tagen leisten wissen wir Berliner Gastronominnen und Gastronomen zu würdigen. Wir erfahren täglich, wie Sie und Ihr Team mit großem Engagement gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise kämpfen.

Sie präsentieren Konzepte und Papiere, geben Pressekonferenzen und versuchen Mut zu verbreiten.

Doch wir stehen bereits jetzt mit dem Rücken an der Wand. Unsere Existenz ist dramatisch gefährdet, denn ohne Buchungen und Gäste schauen wir in leere Kassen und Konten, sehen die stillen Räume unserer geschlossenen Betriebe und wissen schon jetzt nicht, wie wir und unsere MitarbeiterInnen den Monatswechsel überstehen werden, geschweige denn, wie wir die anstehenden Miet- und sonstigen Zahlungen des neuen Monats leisten sollen.

Das Wasser steht uns buchstäblich bis zum Hals!

Erreichen uns nicht unkompliziert und schnellstmöglich Hilfsgelder, werden viele unserer KollegInnen den April nicht durchhalten können. Viele der kulinarischen Attraktionen Berlins mit Köstlichkeiten aus aller Welt wird es dann nicht mehr geben.

Um jetzt zu überleben, benötigen wir:

– Soforthilfen, einen Nothilfefond, um Liquiditätsengpässe abzufangen
– Sofortige Kostenübernahme der Bruttogehälter (Vollzeit und Teilzeit)
– Fortzahlungen für ausgefallene Arbeitsstunden unserer MinijobberInnen
– Sofortige Bürgschaften für Miet- und Pachtverpflichtungen.
– Zurückzahlung von Gewebe- und Körperschaftssteuer-Vorauszahlungen
– Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.03.2021
– Rechtlicher Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen aufgrund von
– Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing- und Kreditverträge)

Beachten Sie bitte, in der Gastronomie gibt es keinen „Nachholeffekt“, wir können nach der Krise eben nicht einfach unsere Produktion hochfahren, um den entgangenen Umsatz nachzuholen. Denn das Essen oder Getränk, das wir heute nicht verkaufen, werden wir drei Monate später nicht mehrfach an den Gast bringen können.

Bitte sprechen Sie uns an, sprechen Sie auch mit dem DEHOGA Berlin, das sind unsere Branchenprofis!

Und sollten Sie unsere Hilfe bei der Versorgung der Berlinerinnen und Berliner oder der Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken benötigen – wir sind bereit!

Gastronominnen und Gastronomen Berlins

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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