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Statt im Restaurant treffen sich Gastgeber und Gäste nun im neuen Netzwerk Clubhouse. Dahinter steckt die Initiative „Der dritte Ort“.

Austausch auf Clubhouse

Datum: 15.02.2021Quelle: Leaders Club Deutschland | Bild: Josh Rose on Unsplash | Ort: Hamburg

Der dritte Ort, er ist der „Ort, an dem wir für einen Moment vieles vergessen, besprechen und beobachten können. Für eine Weile ist dieser Platz ein Teil von uns. Eine Entdeckung, die zur Ergänzung wird. Ein Lieblingsort, der uns selbst ausdrückt, wenn wir ihn zum Treffpunkt wählen. Der Ort für Aussprachen, Liebeserklärungen, Hochzeiten, Geburtstage, Abschiede, Jubiläen, Weihnachtsfeste, Dialoge, Monologe, Statisten, Darsteller. Und immer auch ein Ort für Genuss.“ So heißt es im Manifest der Initiative „Der dritte Ort“, ins Leben gerufen vom Gastronomie-Netzwerk Leaders Club. Das Video wurde nach eigenen Angaben in einem Monat mehr als 1,4 Millionen Mal angesehen und hat Gastronomen wie Gäste begeistert und berührt. Das Manifest endet mit den Worten: „Wir vermissen ihn. Er wartet ungeduldig.“

Der dritte Ort auf Clubhouse

Tatsächlich wachsen die Ungeduld und die Sehnsucht der Menschen in Deutschland nach ihrem dritten Ort mit jedem Tag, den der Lockdown weiter andauert. Daher wollte das Moderatoren-Trio Ivonne Bollow, Martin Behle und Michael Kuriat mit seinem ersten „Club“-Chat im neuen Netzwerk Clubhouse keinen Fach-Talk unter Gastronomen initiieren. Vielmehr sollten die Gäste der gut 70.000 geschlossenen Restaurants in Deutschland nach viel zu langer Zeit endlich wieder die Gelegenheit haben, mit ihren Gastgebern in Kontakt zu treten. Der Titel „Unglaubliche Vorfreude auf den dritten Ort“ spiegelte diese Idee punktgenau wider: Es ging um positive Emotionen, um Zukunftsperspektiven und persönlichen Austausch. Dinge, die der Branche derzeit dramatisch fehlen.

So waren die mehr als 380 Teilnehmer eingeladen, bekannten Gesichtern wie Zwei-Sterne-Koch Tim Raue, Patrick Rüther oder Kerstin Rapp-Schwan Fragen zu stellen, aber auch Mut zu machen und gemeinsam von zukünftigen Erlebnissen im dritten Ort zu träumen.

Perspektive fehlt

Bei allem Bemühen um Zuversicht machte Gastronom Max Strohe aber auch klar: „Wir haben keinen dritten Ort, wir haben nur einen: Unsere Restaurants sind unser Zuhause, unser Arbeitsplatz und der Ort, wo wir uns entspannen! Durch den Lockdown fällt dieser Ort weg!“ Die anhaltende Unsicherheit, wann es weitergeht, zermürbt die Branche, wie Kerstin Rapp-Schwan erklärte: „So lange jede der vielen Buchungen für den Sommer und den Herbst unter Vorbehalt steht, fehlt uns die Perspektive und damit die Grundlage für Vorfreude.“ Tim Raue forderte von der Politik, die versprochenen Hilfen nun endlich zügig auszuzahlen: „Nur dann können wir weiterhin euer dritter Ort sein!“

„Die Premiere hat gezeigt: Netzwerken ist für Gastgeber und ihre Gäste das A und O“, resümierte Moderator und Leaders Club-Präsident Michael Kuriat nach beinahe zwei Stunden intensivem Dialog. Der dritte Ort öffnet deshalb – zumindest auf Clubhouse – schon bald wieder seine Türen. Am Dienstag, 16. Februar, lädt die Kampagne erneut in den Club: Um 18 Uhr wird wieder gemeinsam die „Unglaubliche Vorfreude auf den dritten Ort“ gefeiert.

Redaktion GastroInfoPortal

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