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Stühle

Aktion “Leere Stühle” geht weiter

Datum: 29.04.2020Quelle: Initiative Leere Stühle e.V., Foto: Benjamin Lemm | Ort: Dresden

Die Proteste der Gastronomie unter dem Namen “Leere Stühle” gehen weiter. Wie die Initiative mitteilt, sollen am kommenden Freitag, 1. Mai um 11 Uhr deutschlandweit weitere Aktionen stattfinden. Zwar war vergangene Woche eine der Forderungen der Gastronomen, nämlich die nach einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz, erfüllt worden. Doch seien die getroffenen Maßnahmen zur Unterstützung des Gastgewerbes nicht ausreichend. Zur Erhöhung des durch die Groko beschlossenen Kurzarbeitergeldes befragt, äußert sich Sprecherin und Mitinitiatorin Kathleen Parma wie folgt: „Ein KuG nach dem 4. Monat wird die Situation unserer Mitarbeiter nicht verbessern. Martin Dulig, Sächsischer Wirtschaftsminister, hat vor dem Sächsischen Landtag unsere Forderung aufgenommen, dass wir die beschlossene Erhöhung nicht erst in vier oder sieben Monaten brauchen, sondern jetzt. Wir sind froh, dass sich immer mehr private Initiativen der Aktion anschließen.”

Leere Stühle: Zunehmende Unterstützung

In Städten und Gemeinden wie Dresden, München, Leipzig, Potsdam, Hannover oder Hiddensee fordern am 1. Mai die Mitarbeiter der Branche eine Aufbesserung des KuG auf 90%. Außerdem solle die sofortige Öffnung der Hotels und Restaurants unter menschenwürdigen Bedingungen erfolgen. Auch in Berlin findet wieder eine Veranstaltung statt, diesmal organisiert im Stadion des 1. FC Union Berlin, Alte Försterei. Die Zusammenarbeit sei hervorragend so Organisator Rene Kaplick, da leere Stadien auch leere Stühle und kein Umsatz über Gastronomie bedeuten.

Menschenwürde wahren

Über die Webseite erhalten Initiatoren in Städten und Gemeinden seit dem 17. April seitens der Dresdner jegliche Unterstützung, um bundesweit gemeinschaftlich aufzutreten. So sei auch der ehemalige Skispringer Jens Weißflog aufmerksam geworden, der als Inhaber eines Hotels und Restaurants im touristischen Hotspot Oberwiesenthal ebenso betroffen ist. Zum 1. Mai organisiert Weißflog gemeinsam mit Kollegen und deren Mitarbeitern im beschaulichen Skiort „Leere Stühle“, um bundesweit gemeinsam mit allen Gastronomen ein einheitliches Zeichen zu setzen. Besonders bewegt Weißflog, der sein Hotel seit 1996 mit aktuell 22 Mitarbeitern führt, die Ungerechtigkeit, die das Kurzarbeitergeld mit sich bringt. Seine Mitarbeiter erhalten gerade einmal 35-40 % des Lohnes, den sie vor Corona durch Schichtzuschläge und Trinkgeld hatten. Er appelliert an die Politik, dass eine schnelle Öffnung unter Bedingungen erfolgen muss, die auch umsetzbar sind. Oberste Priorität hat dabei die Menschenwürde von Mitarbeitern und Gästen.

Benjamin Lemm / Gastroinfoportal

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