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Marketing

5 Trends für lokales digitales Marketing

Datum: 03.01.2019Quelle: Greven Medien | Ort: Köln

Im letzten Jahr hat sich in der digitalen Welt einiges bewegt. Google und Amazon werden mit ihren neuen Formaten das Online-Marketing künftig noch stärker beeinflussen. Aber auch moderne Kommunikationskanäle wie Instant Messenger oder Podcasts beeinflussen zunehmend das digitale Marketing. Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien, ist Experte, wenn es um lokales und digitales Marketing geht. Er hat seine Top 5 Trends im lokalen digitalen Marketing 2019 für kleine und mittelständische Unternehmen zusammengefasst.

Google Local Inventory Ads

Auch wenn wir heutzutage zunehmend online shoppen, setzen weiterhin viele lokale Shop-Betreiber auf den stationären Handel und sehen von einem Online-Shop ab. Die Suche nach diesen Shops findet dennoch digital statt: „30 bis 40 Prozent der Google-Suchanfragen haben einen lokalen Bezug“, weiß Patrick Hünemohr. Mithilfe von Google Local Inventory Ads (auch: LIA) können lokale Händler dieses Suchvolumen jetzt für ihr stationäres Geschäft nutzen und Kunden zu einem Kaufabschluss im eigenen Laden lenken. Mit Google LIA ist es möglich, stationär verfügbare Produkte in der Google-Suche oder in den Google Shopping-Ergebnissen anzubieten. Klickt der Nutzer auf diese Anzeige, gelangt er auf eine von Google oder dem Händler gehostete Landingpage: die sogenannte Shopfront. Diese Landingpage können Händler nutzen, um ihr Inventar vorzustellen, Infos zu Öffnungszeiten und die Geschäftsadresse anzugeben sowie eine Wegbeschreibung einzubinden. „Google bietet lokalen Shop-Betreibern so eine tolle Möglichkeit, ihr Geschäft auch digital zu pushen – selbst wenn sie keinen eigenen Online-Shop haben. Man könnte die Local Inventory Ads und die damit verbundene Shopfront auch als digitales Schaufenster des stationären Handels beschreiben“, kommentiert Hünemohr.

Amazon Advertising

Im Anzeigenmarkt für Online-Marketing wird sich 2019 einiges bewegen. „Bisher haben die unangefochtenen Champions Google und Facebook den Markt beherrscht – ich bin mir aber sicher, dass Amazon mit dem Service „Amazon Advertising“ in Zukunft den eCommerce Markt stark beeinflussen und auch für lokale mittelständische Händler immer interessanter wird“, so Hünemohr. Einen klaren Vorteil sieht er darin, dass Online-Shopper in den vergangen Jahren bereits gelernt haben, ihre Produkte direkt über Amazon zu suchen und nicht den Umweg über Google zu gehen. Das macht Amazon zur Suchmaschine Nummer Eins, wenn es um die Produktsuche geht. Im Gegensatz zu Google oder Facebook hat der Nutzer, wenn er auf der Amazon-Seite ist, bereits die Absicht etwas zu kaufen. Es wird eine deutliche Verschiebung von Marketing-Budgets geben – weg von Google, hin zu Amazon. Ein weiterer Vorteil: Kein anderer Anbieter besitzt so präzise Informationen über das Kaufverhalten seiner Kunden. Mit der Amazon Advertising Platform (AAP) können Werbetreibende ihre Kampagne über alle relevanten Kanäle und Werbenetzwerke ausspielen und mit den anonymisierten Käuferdaten von Amazon verknüpfen: eine unschlagbare Kombination, die Werbemaßnahmen noch effektiver und transparenter macht.

Messenger Marketing

Hohe Interaktionsraten, vielseitige Nutzungsmöglichkeiten sowie eine intuitive Handhabung sind klare Vorteile für Messenger Dienste. Deshalb ist Messenger Marketing insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen eine gute Möglichkeit, einfach und direkt mit dem Kundenstamm in Kontakt zu treten und z.B. tagesaktuelle Angebote anzukündigen. Ein weiterer Vorteil, den Messenger Marketing im Gegensatz zum E-Mail-Marketing mit sich bringt: Messenger Dienste unterliegen keinem Algorithmus, der die Inhalte filtert. Es landen also keine Nachrichten im „Spam“. Über die Messenger Dienste lassen sich Bilder, Videos, Voice-Nachrichten und auch Call-To-Actions versenden. „Das einfache Handling, der vergleichsweise geringe Aufwand und die zahlreichen Möglichkeiten machen Messenger Dienste für Werbetreibende zunehmend unverzichtbar. 2019 werden sie auch für KMU eine große Rolle spielen,“ so Hünemohr. Natürlich gilt es auch bei der Kommunikation via Messenger Dienste einige Punkte zu beachten: Wie beim E-Mail-Marketing müssen auch beim Messenger Marketing die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet werden und die Anmeldung über einen Double-Opt-in-Vorgang erfolgen. Außerdem ist Schnelligkeit beim Messenger Marketing äußerst wichtig. Wenn Empfänger auf Nachrichten antworten oder Gegenfragen stellen, sollte ein Service-Mitarbeiter darauf reagieren. Das schafft Vertrauen und bindet Kunden langfristig.

Googles Mobile-First-Index

Eine der einschlägigsten Entwicklungen des letzten Jahres ist der Mobile-First-Index von Google. Demnach bewertet Google Suchergebnisse ausschließlich anhand der Informationen, die auf der mobilen Version einer Website zu finden sind. Websites, die nicht mobil responsiv sind, werden abgestraft. Für Seitenbetreiber bedeutet das, ihren Focus auf eine mobil optimale Version ihrer Website zu legen: Dabei sollten sie vor allem die mobile Seitengeschwindigkeit beachten und die Inhalte der Seite für die mobile Ansicht optimieren. „2019 wird es eine der wichtigsten Aufgaben für KMU sein, ihren digitalen Auftritt mit Hinblick auf den Mobile-First-Index zu optimieren, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Hünemohr weiter.

Podcast als Marketing-Kanal

Podcasting liegt absolut im Trend und wird 2019 als Marketing-Kanal für KMU eine wichtige Rolle einnehmen. Eine aktuelle Studie von Splendid Research[1] zeigt: 31 Prozent der Deutschen hören regelmäßig On-Demand-Inhalte über Podcast-Anbieter. Hinter dem Trendmedium verbirgt sich enormes Potenzial. Für Experten aus bestimmten Fachbereichen eine tolle Möglichkeit, sich über einen zusätzlichen Kanal bei ihrer Zielgruppe zu positionieren. Anwälte können z.B. ihr Fachwissen zu bestimmten Themen oder aktuellen News in einem monatlichen Podcast aufarbeiten und damit auf sich aufmerksam machen. Auch für das Handwerk ist der Podcast ein spannendes Medium, um hochwertige Inhalte und aktuelle Themen auszuspielen. Ein Garten- und Landschaftsbauer könnte beispielsweise jeden Monat einen Podcast zu saisonalen Pflanzen und Gartentipps veröffentlichen. Mit Podcasts kann man seine Zielgruppe nicht nur lokal, sondern sogar national erreichen. Dabei sind die Produktionskosten im Vergleich zu anderen Kommunikationsmaßnahmen überschaubar und die Distribution erfolgt über gängige Plattformen wie Spotify oder Deezer. „Wir sprechen dabei nicht nur vom Content-Marketing, sondern auch von klassischer Werbung in Form von Werbe – bzw. Radiospots. Jeweils ein Drittel der Hörer geben an, sich bereits über Produkte oder Unternehmen informiert zu haben – egal ob sie davon im Podcast oder in einem anschließenden Werbespot gehört haben“, erklärt Hünemohr.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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