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2G Plus-Regel für die Gastronomie

Datum: 10.01.2022Quelle: Bundesregierung, Tagesschau | Bild: Bundesregierung/Denzel | Ort: Berlin, München

Bund und Länder haben sich bei ihrem Treffen am 7. Januar angesichts der Omikron-Variante auf weitere Corona-Maßnahmen geeinigt. Durch die Virusvariante müsse man in Deutschland mit höheren Infektionszahlen und vielen neuen Patienten in den Krankenhäusern rechnen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach der Videoschaltkonferenz mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Lage am Freitag. „Deshalb müssen wir uns auf diese Situation vorbereiten und tun dies auch“, betonte Olaf Scholz. Er verwies darauf, dass sich die Bund-Länder-Runde gemeinsam für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen haben. Bisherige Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich bleiben bestehen. In der Gastronomie gilt zukünftig 2G Plus – außer in Sachsen-Anhalt.

Neue Regel für die Gastronomie

Demnächst werden die Länder neue Zugangsregelungen in der Gastronomie umsetzen. Besuche von Restaurants oder Cafés sollen dann nur noch für Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test oder für Geboosterte möglich sein („2G Plus“). Letztere müssen keinen zusätzlichen Test vorweisen, und zwar ohne Wartezeit ab dem Tag der Booster-Impfung.

Grund für die verschärfte Regelung ist, dass in der Gastronomie häufig keine Masken getragen werden. Nach Angaben der Regierungschefs sei daher dort das Infektionsrisiko bei der Omikron-Variante erhöht. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete dies als eine strenge, aber notwendige Regelung, die dazu beitrage, „dass wir die Infektionen besser kontrollieren können, als es jetzt der Fall ist.“

Sonderweg Sachsen-Anhalt und Bayern

Bereits jetzt ist klar, dass die 2G Plus-Regel nicht in allen Bundesländern umgesetzt wird. So erklärte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff diese in seinem Bundesland nicht einzuführen. In Sachsen-Anhalt gebe es anders als in anderen Bundesländern fast nur die Delta-Variante des Coronavirus, deshalb seien neue Maßnahmen zunächst nicht nötig, sagte der Ministerpräsident. Es bleibe weiterhin bei der 2G-Regel.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist skeptisch und kündigte bereits kurz nach dem Bund-Länder-Treffen an, die Einführung einer inzidenzunabhängigen 2G Plus-Regel wissenschaftlich prüfen zu lassen. Er begründete diesen Schritt mit den ohnehin schon sehr strengen Regelungen in Bayern, die teils über die Regelungen anderer Länder deutlich hinausgingen.

Redaktion GastroInfoPortal

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