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Den Internationalen Frauentag 2021 wollen wir zum Anlass nehmen, um (erneut) auf ganz besondere Frauen aus dem Gastgewerbe aufmerksam zu machen.

Frauenpower im Außer-Haus-Markt

Datum: 08.03.2021Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bild: Colourbox.de | Ort: München

In vielen Branchen sind Frauen unterrepräsentiert, bekleiden keine Führungspositionen und scheinen in der Masse der Männer unterzugehen. Im Gastgewerbe ist das anders. In allen Bereichen und Positionen sind Frauen zu finden. Egal ob in Führungspositionen mit Verantwortung (67 %), in der mittleren Führungsebene (56,5 %), als Fachkraft ohne Führungsverantwortung (74,2 %), Auszubildende (40,2 %) oder ungelernte Hilfskraft (75,3 %). Nach den Ergebnissen unserer Umfrage zu urteilen sind im Gastgewerbe sogar eher mehr Frauen zu finden.

Den Internationalen Frauentag 2021 wollen wir deshalb zum Anlass nehmen, um (erneut) auf ganz besondere Frauen aus dem Gastgewerbe aufmerksam zu machen.

Aus der Praxis: Frauenpower im Gastgewerbe

Haya Molcho ist eine von diesen Frauen, die in diesem Rahmen zu nennen ist. Immerhin betreibt sie die Neni-Restaurants, hat Kochbücher geschrieben und tritt immer wieder im Fernsehen auf. Im Interview für unsere Rubrik Privat & Provokant lernen wir die allseits bekannte Frau aber von einer ganz anderen Seite kennen.

Auch Linda Grimm ist mit ihrem Braunschweiger Café Fräulein Wunder ein Frauenpower-Paradebeispiel: Wir haben sie und ihr „kleines Baby“, das sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwägerin „großzieht“, für eine Reportage besucht.

Und wie wurden eigentlich erfolgreiche GV-Managerinnen, was sie sind? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Und was sind ihre persönlichen Leadership-Strategien?

Das erörterte GVMANAGER im Gespräch mit:

  • Daniela Aug, Küchenleiterin, Franziskus Hospital Bielefeld
  • Petra Gobelius, Geschäftsführerin Kinder-Cater GmbH, Bergheim
  • Jasmin Iranpour, Betriebsleiterin, Seminarzentrum Yoga Vidya, Horn-Bad Meinberg
  • Jana Fuhrmann-Heise, Geschäftsführung biond, Kassel; GV-Managerin des Jahres 2017

Ausgezeichnete Powerfrauen

Das Fachmagazin GVMANAGER zeichnet seit 2009 herausragende GV-Manager/innen mit dem „Branchenoscar“ GV-Manager des Jahres aus. Die Geschlechter-Bilanz dabei:

  • 37 männliche Nominierte haben es aufs Treppchen geschafft und
  • 6 weibliche GV-Managerinnen.

Die erste GV-Managerin des Jahres wurde bereits im Premierenjahr 2009 gekürt: Die leider inzwischen verstorbene Astrid Penn, Gründerin von Kindermenü König in München. Die engagierte Powerfrau überzeugte durch ihren Mut, Pragmatismus und Eigeninitiative. Denn „nur” mit den Erfahrungen einer fünffachen Mutter, und ohne einschlägigen Berufshintergrund, nahm sie sich vor, die Kinderverpflegung in München zu revolutionieren – der mutige Start einer ungeplanten Karriere und eines erfolgreichen Unternehmens. Mehr zu ihrem ungewöhnlichen Weg skizzierte Claudia Kirchner in ihrer damaligen Laudatio.

Die zuletzt gekürte GV-Managerin des Jahres ist Gudrun Hartmann, Abteilungsleiterin Verpflegungsbetriebe, Studentenwerk Frankfurt/Main. Was diese mit der Band „Queen“ gemein hat? Und warum war eine Wasserwaage nicht nur wegweisend in ihrem Vorstellungsgespräch, sondern begleitet sie bis heute? Wie die GV-Managerin des Jahres 2019 zur „Beliebtesten Chefin“ wurde, darüber hat die Redaktion GVMANAGER mit ihr gesprochen.

Akzeptanz & Gleichberechtigung

Dass der Weg als Frau aber nicht immer einfach ist, zeigen unsere beiden nächsten Beispiele aus der Branche:

Jessica Lackner hat Gastronomie und Hotellerie gelebt, jeden Handgriff gelernt, hart für ihren Erfolg gearbeitet und jahrelang gastronomische Betriebe geführt. Ihr eigener Weg war alles andere als einfach: Sie musste zum Beispiel lange Zeit um Respekt ringen. Wie sie es dennoch geschafft hat als Chefin akzeptiert zu werden, verrät sie im Gespräch mit 24 Stunden Gastlichkeit.

Linda Schlüter betreibt in Hamburg bereits seit 25 Jahren das Hotel Hanseatin – einen Rückzugsort für Frauen mit 13 Zimmern. Die Gästeklientel ist sehr unterschiedlich und reicht von Gruppenreisen über die Businessfrau bis hin zur Großmutter mit ihrer Enkelin. Seit etlichen Jahren kämpft die Hotelière für Gleichberechtigung. Sie ist der Meinung, dass gesellschaftliche Veränderungen den Diskurs und vor allem Leute brauchen, die sich nicht davor scheuen Stellung zu beziehen.

Ob Führungsposition, Auszubildende oder ungelernte Hilfskraft – wir freuen uns darauf auch in Zukunft Frauen und ihre Wege redaktionell begleiten zu dürfen.

Ihre
Claudia Kirchner – Chefredakteurin GVMANAGER
Nina Schinharl – stv. Chefredakteurin first class
Jeanette Lesch – Chefredakteurin 24 Stunden Gastlichkeit

Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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