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Ökoverordnung 2018/848 in Kraft

Datum: 03.08.2018Quelle: Behrs Verlag | Foto: Colourbox.de | Ort: Hamburg

Ab dem 01. Januar 2021 gilt die überarbeitete Verordnung 2018/848 der EU. Dabei wurden Begriffe näher bestimmt, die Gruppenzertifzierung definiert und Regelungen für Drittländer.

Neue Verordnung in Kraft

Die im Amtsblatt vom 14.06.2018 vom 30.05.2018 verkündete Verordnung (EU) 2018/848 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen, trat am 17.06.2018 in Kraft und gilt ab dem 1.01.2021. Die bisherige Verordnung (EG) Nr. 834/2007 wurde aufgehoben. Erzeugnisse, die nach Maßgabe der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 vor dem 01.01.2021 produziert wurden, können weiterhin in Verkehr gebracht werden, bis die Bestände aufgebraucht sind.

Überblick über wichtige Neuerungen

Die Liste der Begriffsbestimmungen wurde erweitert. Unter anderem durch die Begriffe „Vorbeugungsmaßnahmen“ und „Vorsorgemaßnahmen“ (Artikel 3). Sie sind im Zusammenhang mit dem Verbot nicht ausdrücklich zugelassener Stoffe von Bedeutung (Artikel 9 und 24). Danach ergreifen die Unternehmer auf jeder Stufe der Produktion, der Aufbereitung und des Vertriebs Vorsorgemaßnahmen. Damit sollen Kontaminationsrisiken der ökologischen Produktion und für deren Erzeugnisse durch nicht zugelassene Produkte oder Stoffe ermittelt und vermieden werden. Bei begründetem Verdacht informiert der Unternehmer die zuständige Behörde, die Kontrollbehörde oder die Kontrollstelle. Er arbeitet bei der Feststellung der Gründe der Kontamination mit der Behörde zusammen (Artikel 28). Mitgliedstaaten können die von Ihnen festgelegten Grenzwerte, ab denen ökologische Erzeugnisse nicht mehr vermarktet werden dürfen, beibehalten (Artikel 29).

Regelungen gelockert

Die bisherige restriktive Regelung der Verwendung von für den ökologischen Anbau zugelassenen Sorten wird gelockert. Nach der neuen Verordnung darf biologisches heterogenes Material ohne Zulassung getauscht, vermarktet und angebaut werden (Artikel 13).

Gruppenzertifizierung

Künftig können sich kleinere landwirtschafte Betriebe als Gruppe zertifizieren lassen (Artikel 34). Werden Mängel oder Verstöße bei einem Betrieb festgestellt, wird allerdings der gesamten Gruppe das Zertifikat aberkannt.

Regelung für Drittländer

Für Drittländer gilt zukünftig der EU-Standard (Artikel 45). Die neue EU-Öko-Verordnung legt fest, dass die gegenwärtig geltenden 64 Standards in Drittländern, abgebaut werden müssen (Artikel 48). Der Grundsatz der Gleichwertigkeit wird durch die Einhaltung des einheitlichen EU-Regelwerks ersetzt. Drittstaaten, die ein eigenes Handelsabkommen mit der EU ausgehandelt haben, unterliegen bei den Importen den gegenseitigen Äquivalenz-Vereinbarungen.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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