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Fördermittel für Klimaneutralität sichern – #spürbargrün

Datum: 17.01.2022Quelle: QUMsult | Bild: Francesco Gallarotti on Unsplash | Ort: Freiburg

Deutschland hat sich vorgenommen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent zu reduzieren – bezogen auf das Jahr 1990. Spätestens 2045 soll es dann klimaneutral sein. Dazu braucht es die Zusammenarbeit aller Akteure. Und der Druck zur Umsetzung dieser Ziele steigt, nicht zuletzt durch zwei geplante Klimaschutzpakete der Bundesregierung bis Sommer 2022. Unternehmen müssen sich auf den Weg machen, um klimaneutral zu werden. Das Beratungsunternehmen QUMsult, zeigt von welchen Fördermitteln Betriebe profitieren können.

Internationale und nationale Vorschriften

Auf europäischer Ebene hat der Green Deal zum Ziel, erneuerbare Energie auszubauen, den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) zu verringern und die Energieeffizienz zu steigern. Bis 2050 will die EU klimaneutral werden. Das europäische Klimagesetz soll in jedem Mitgliedsstaat gelten. Diese müssen geeignete Maßnahmen ergreifen. Die EU-Kommission überwacht die Fortschritte.

Mit der Änderung des deutschen Klimaschutzgesetzes vom August 2021 hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben für Deutschland verschärft: Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken, Treibhausgasneutralität soll bis 2045 erreicht werden. Darüber hinaus legen Bundesländer und Kommunen eigene Reduzierungsziele und Termine für die Klimaneutralität fest.

Klimaneutral oder CO2-neutral?

  • Klimaneutralität bedeutet, dass durch einen Prozess oder eine Tätigkeit das Klima nicht beeinflusst wird und bezieht sich auf die Gesamtheit der Treibhausgase, d.h. es werden entweder keine Treibhausgase in die Atmosphäre abgegeben oder deren Emission wird vollständig kompensiert.
  • CO2-Neutralität bezieht sich dagegen nur auf Kohlendioxid. Die beiden Begriffe werden häufig synonym benutzt.

Was können Unternehmen tun?

Der Weg zur Klimaneutralität führt von Vermeiden über Reduzieren zum Kompensieren bzw. Neutralisieren als Strategie für den unvermeidbaren Rest an Emissionen. Eine systematische Vorgehensweise erleichtert den Wandel: Ein Transformationskonzept muss laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) mindestens folgende Inhalte haben, um gefördert zu werden:

  • Darstellung des Ist-Zustands der THG-Emissionen bzw. der THG-Bilanz innerhalb der gewählten Bilanzgrenzen
  • Formulierung eines THG-Neutralitätsziels bis spätestens 2045
  • Ein längerfristiges (mind. 10 Jahre nach Antragstellung) und konkretes THG-Ziel (Soll-Zustand) für den/ die betrachteten Standort(e)
  • Maßnahmenplan für die Zielerreichung bzw. die Transformation
  • Einsparkonzept(e) für mindestens 1 Vorhaben des EEW-Förderprogramms
  • Verankerung des Transformationskonzeptes in der Unternehmensstruktur

Managementsysteme für Energie, Umwelt und Klima

Betriebliches Klimamanagement zielt darauf ab, Emissionen zu erfassen, zu vermeiden und relevante Emissionsquellen am Standort und aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Eine Norm für ein Klimamanagementsystem gibt es bisher nicht, ein internationaler Standard ISO 14068 „Treibhausgasmanagement und damit verbundene Aktivitäten – Kohlenstoffneutralität“ soll künftig klare Begriffsdefinitionen und Parameter für CO2-Neutralität liefern.

Mögliche Fördermittel

Das BMWi fördert die Planung und Umsetzung der Transformation zur Treibhausgasneutralität. Gefördert werden Unternehmen aller Branchen und Größen, die Fördersumme beträgt max. 80.000 EUR. Dabei werden für KMU 60 Prozent (sonst 50 Prozent) der Kosten übernommen für:

  • Erstellung und Zertifizierung einer CO2 -Bilanz für einen oder mehrere Standort(e) eines Unternehmens oder einer Gruppe von Unternehmen oder Unternehmensstandorten (Konvoi), Bedingung: alle Standorte in Deutschland
  • Kosten für Energieberater und andere Beratungskosten im Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationskonzepts inkl. Einführung von Umsetzungsprozessen (Klimaschutzmanagement) sowie
  • Kosten für eine unternehmensübergreifende Beratung (z. B. Unternehmen in einer Lieferkette, die im Rahmen eines sog. gemeinsamen Konvoi-Verfahrens beraten werden, für erforderliche Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffungen für die Erstellung des Transformationskonzepts, u. ä.

Redaktion GastroInfoPortal

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