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Überbrückungshilfe IV Neustarthilfe

FAQ zur Überbrückungshilfe IV – Teil 1

Datum: 04.01.2022Quelle: Bundesregierung | Bild: BMWi | Ort: Berlin

Die Überbrückungshilfe ist mit mehr als 126 Milliarden Euro an ausgezahlten Hilfsleistungen ein zentrales Hilfsinstrument in der Corona-Pandemie. Die Bundesregierung unterstützt auch weiterhin Soloselbstständige und Unternehmen, die starke Umsatzeinbußen verzeichnen. Die Überbrückungshilfe III Plus wird deshalb als Überbrückungshilfe IV bis zum 31. März 2022 verlängert. Hierzu alle wichtigen Fragen und Antworten.

Es gibt in der Pandemie Wirtschaftsbereiche, die erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Daher unterstützt der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhin finanziell. Bisher sind schon mehr als 126 Milliarden Euro an Hilfen geflossen. Die Überbrückungshilfe III Plus wird deshalb als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt.

Überbrückungshilfe für Soloselbstständige sowie Unternehmen

Wer hat Anspruch auf Überbrückungshilfe?

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können umfassende Zuschüsse als Überbrückungshilfe erhalten.

Auch Soloselbstständige und Freiberufler können einen Antrag auf „Neustarthilfe für Soloselbstständige“ stellen. Dazu zählen auch kurzfristig Beschäftigte aus Kunst und Kultur. Hier gibt es weitere Informationen zu Überbrückungshilfen für Unternehmen.

Wie hoch ist die Überbrückungshilfe?

  • Die Höhe der Hilfe richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten.
  • Die maximale monatliche Förderung der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Milionen Euro.
  • Bei der Überbrückungshilfe IV wurde der beihilfrechtliche Spielraum noch einmal um 2,5 Millionen Euro erhöht. Damit sind maximal, unter Berücksichtigung aller beihilferechtliche Vorgaben, über alle Programme hinweg 54,5 Mio. Euro Förderung pro Unternehmen und Unternehmensverbund möglich. Der maximale monatliche Förderbetrag liegt weiterhin bei 10 Mio. Euro.
  • Die Überbrückungshilfe III Plus betrifft die Fördermonate September 2021 bis Dezember 2021, die Überbrückungshilfe IV die Fördermonate Janur bis März 2022.

Was ändert sich und was bleibt bei der verlängerten Überbrückungshilfe IV?

  • Unternehmen, die pandemiebedingt besonders schwer von Schließungen betroffen sind, erhalten einen zusätzlichen modifizierten und verbesserten Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung.
  • Verlängert wurde auch die Neustarthilfe für Selbstständige bis Ende März 2022.
  • Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofs erhalten Unternehmen in der Überbrückungshilfe IV bei Umsatzausfällen ab 70 Prozent bis zu 90 Prozent der Fixkosten erstattet. In der Überbrückungshilfe III Plus bleibt es bei einer Erstattung von 100 Prozent für diese Unternehmen.
  • Für betroffene Unternehmen des Handels besteht jetzt schon die Möglichkeit, aufgrund der Maßnahmen nicht verkäufliche Saisonware im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus zu berücksichtigen. Das wird auch in der Überbrückungshilfe IV fortgesetzt.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Antragsberechtigung besteht bei Corona bedingtem Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019.
  • Ein durch Corona bedingter Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent im Dezember 2021 und Januar 2022.
  • Das gilt für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro.

Wie, wo und wann können Betroffene Anträge stellen?

Beantragt wird Überbrückungshilfe von allen Betroffenen immer über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Das läuft über eine gemeinsame Antragsplattform. Dort können sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer registrieren.

Die Anträge für die laufende Überbrückungshilfe III Plus können bis zum 31. März 2022 gestellt werden und für die bereits abgelaufenen Hilfsprogramme (Überbrückungshilfe I – III, November- und Dezemberhilfe) wird die Frist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV über die bekannte Antragsplattform erfolgen. Auch Abschlagszahlungen sind für die Überbrückungshilfe IV vorgesehen.

Im zweiten Teil unseres dreiteiligen Beitrags zur Überbrückungshilfe IV geht es um Bürgschaften, steuerliche Maßnahmen und die Grundsicherung.

Im dritten Teil unseres dreiteiligen Beitrags zur Überbrückungshilfe IV informieren wir über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Unternehmen.

Redaktion GastroInfoPortal

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