x
Hotel_unsplash_Marten Bjork

Freie Preisgestaltung für Hoteliers

Datum: 23.07.2018Quelle: HOTREC | Foto: Unsplash - Marten Bjork | Ort: Belgien

Belgien gewährt als fünftes Land in Europa Hoteliers freie Preisgestaltung. Das belgische Bundesparlament verabschiedete ein Gesetz, das die Verwendung sog. Paritätsklauseln in Verträgen zwischen Online-Buchungsportalen und Beherbergungsbetrieben verbietet.

Vertragsklauseln unwirksam

Mit dem von HOTREC angestoßenem und von der belgischen Verbraucherorganisation Test Achat unterstütztem gesetzlichen Verbot folgt Belgien dem Weg Frankreichs, Österreichs und Italiens, während in Deutschland solche Klauseln durch Entscheidungen des Bundeskartellamtes verboten worden sind. Mit der Entscheidung ist nun über die Hälfte des europäischen Tourismusmarktes (bezogen auf die Übernachtungszahlen) frei von solchen wettbewerbsbeschränkenden Vertragsklauseln und die Hoteliers können dort die Bedingungen für den Vertrieb ihrer eigenen Produkte frei gestalten.

Weniger Druck auf Hoteliers

Die von den Online-Buchungsportalen angewandten Paritätsklauseln verbieten es Hotels, auf der eigenen Webseite andere Raten und Bedingungen anzubieten als bei der Online-Plattform. Da in Europa zwei Plattformen mit einem gemeinsamen Anteil von mehr als 82% den Online-Hotelbuchungsmarkt dominieren, reduziert die aktuelle belgische Entscheidung zumindest teilweise den Druck der Plattformen auf die Hotelpartner in Europa und lässt Raum für fairen Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher und der Beherbergungsunternehmen.

Kontrolle zurückgewinnen

„Die Kontrolle über das eigene Produkt und die Konditionen muss bei den Hotels bleiben. Obwohl dieses Prinzip eine Selbstverständlichkeit sein sollte, verlieren immer mehr Hoteliers aufgrund der zunehmenden Marktmacht ihrer Online-Vertriebspartner die Kontrolle über ihr eigenes Produkt“, so Markus Luthe, Vorsitzender der HOTREC Distribution Task Force.

Nachahmen gewünscht

Christian de Barrin, CEO von HOTREC, hofft, dass auch der restliche europäische Markt dem Beispiel von Frankreich, Österreich, Deutschland, Belgien und Italien folgt. Dadruch würden freie Wettbewerbsbedingungen für alle Hotels in Europa gelten.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Bolero Holding plant deutschlandweite Expansion Als einer der ersten Trendgastronomiebetriebe Norddeutschlands kündigt Bolero Holding nun weitere Standorte in ganz Deutschland an. In den nächsten Ja...
Neue Küche im Hotel Zugspitze Sechs Wochen haben die Umbauarbeiten der Küche im Hotel Zugspitze in Anspruch genommen. Nun ist das Herz des Vier-Sterne-Superior-Hauses wieder vollum...
Tiny Houses und Wohnwagon Frieda Wie verbringen wir in Zukunft unseren Urlaub? Das Team vom Flair Hotel Reuner in Zossen (Berlin) ist dem kreativ und innovativ Gedanken nachgegangen. ...
25 Jahre Holiday Inn München-Unterhaching Um Haaresbreite hätte man das Holiday Inn München-Unterhaching überhaupt nicht gebaut. Denn die Planungen sahen für den Büropark Erlenhofpark im Unter...
Erstes FIFA eWorld Trainingslager bei Lindner Vom 26. bis 29. Juli 2018 bereiten sich erstmals vier Finalisten des FIFA eWorld Cups gemeinsam auf das Finale vor. Das Trainingslager findet in Zusam...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend