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Datum: 09.10.2009Quelle:

Nürnberg. hotel.de-Hotelpreis-Index Q3 zeigt: Sturzflug der Hotelpreise in Deutschland scheint gestoppt, jedoch noch immer unter Vorjahresniveau. Im europäischen und weltweiten Ausland noch keine Entwarnung.

Deutschland: Zimmerpreise
in 1- sowie 3-Sterne-Hotels wieder leicht gestiegen – Deutsche Millionenstädte
schaffen den Turnaround – München bleibt teuerste Hotelstadt in Deutschland

Europa: Weiterhin teils
beträchtliche Preisrückgänge – Moskau mit höchstem, London mit niedrigstem
Preisverfall – In einigen Metropolen zogen die Hotelzimmerpreise leicht an

Weltweit: Peking, Dubai und
Bangkok mit den höchsten Rückgängen – New York verzeichnet spürbaren
Zimmerpreis-Anstieg und löst Moskau als teuerste Hotelstadt der Welt ab

Nürnberg, 8. Oktober 2009 – War in den vergangenen Krisenmonaten allenthalben
von einem Preisverfall für Hotelzimmer zu lesen, so scheint der Sturzflug
zumindest in Deutschland nun gestoppt, wenn auch die Preise nach wie vor unter
Vorjahresniveau liegen. Im europäischen und weltweiten Ausland gibt es noch keinen
Grund zur Entwarnung, obgleich sich der Rückgang im dritten Quartal auch dort
spürbar verlangsamt hat und einige Metropolen sogar leichte Zuwächse zu
verzeichnen haben.

Dies geht hervor aus dem Hotelpreis-Index, den der Online
Hotelreservierungsservice hotel.de für das dritte
Quartal 2009 erstellt hat. Der Online-Hotelvermittler wertet hierbei seine
Hotelpreisanfragen für die jeweils dritten Quartale 2008 und 2009 sowie für das
zweite Quartal 2009 aus.
Timo Vavrinec, Unternehmenssprecher der hotel.de AG, zum Hintergrund: "Wir
wollten die Zimmerpreis-Entwicklung im dritten Quartal zum einen im direkten
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal betrachten, also zu einem
Zeitraum, der noch nicht den krisenbedingten Preisverwerfungen unterlegen war.
Zum anderen aber auch herausfinden, wie sich die Preise im Krisenjahr 2009
entwickelten und ob im Jahresverlauf gegebenenfalls schon eine Normalisierung eingetreten
ist."

Die nachfolgenden Ergebnisse beruhen auf den jeweils durchschnittlichen
Hotelpreisen pro Nacht und Zimmer in Euro über alle Hotel- und Zimmerkategorien
hinweg.

Deutschland

So hatten die Hotelzimmerpreise in Deutschland im dritten Quartal gegenüber dem
zweiten Quartal 2009 nur noch leicht um 2,26% nachgegeben. Im Vergleich zum
Vorjahresquartal betrug der Rückgang 7,29%. Eine Nacht in einem deutschen Hotel
kostete im dritten Quartal damit durchschnittlich 85,01 €. Bei den deutschen 1-
sowie 3-Sterne-Hotels sind die Zimmerpreise über die Monate Juli, August und
September im Vergleich zum zweiten Quartal mit +2,61% bzw. +0,8% bereits wieder
leicht angestiegen. Ein Vorjahresvergleich belegt, dass der Preisverfall die 4-
und 5-Sterne-Häuser (-8,81% bzw. sogar -14,99%) am stärksten getroffen hat.
Aber auch hier verbesserte sich die Situation im dritten Quartal verglichen mit
den Monaten April, Mai und Juni dieses Jahres spürbar.

Während ein ausgeprägtes Messegeschäft den Hotels in typischen Messestädten
wohl im zweiten Quartal noch relativ hohe Preise bescherte, mussten diese im
vergangenen Sommerquartal deutlich Federn lassen: Hannover (-21,01%), Nürnberg
(-14,79%) und Frankfurt am Main (-12,56%). Auch hier wirkte sich der
krisenbedingte, allgemeine Preisverfall in der Hotellerie aus, denn im Vorjahr
waren diese Rückgänge weniger ausgeprägt.

Die eher touristisch geprägten Millionenmetropolen München (+8%), Hamburg(+1%)
und Berlin (+0,5%) schafften den Turnaround und weisen zumindest seit Ende Juni
wieder steigende Hotelzimmerpreise auf, auch wenn sie noch deutlich unter dem
Vorjahr liegen. Noch besser machten es die Hotels in Essen und Bonn: Sie
verzeichneten sogar im "härteren" Quartalsvergleich 2008/2009 leichte
Preiszuwächse (+ 0,96% bzw. +1,71%). München (100,89 €) bleibt auch im dritten
Quartal 2009 die Stadt mit den höchsten durchschnittlichen Hotelzimmerpreisen
in Deutschland, gefolgt von Hamburg (91,44 €) und Bonn (90,45 €). Dafür aber
hatte die Isar-Metropole mit -9.07% allerdings auch einen recht hohen
Preisrückgang zu verschmerzen, nur noch "getoppt" von Köln (- 9,86%)
und Leipzig (-9,16%).

Die durchschnittliche Übernachtungsdauer lag im dritten Quartal 2009 mit 2,18
Nächten zwar weiterhin unter dem Wert des Vorjahresquartals (= 2,26), stieg
aber wohl aufgrund der touristisch geprägten Sommermonate leicht an verglichen
mit dem Wert des zweiten Quartals (= 2,13).

Europa

In den meisten europäischen Ländern litten Hoteliers im Sommerquartal jedoch
weiterhin an teils beträchtlichen Preisrückgängen. Insbesondere die als
überteuert geltenden Städte Moskau (-17,04%), Helsinki (-16,41%) und Warschau
(-12,13%) büßten – nach schon massiven Einbrüchen im Vergleich zum Vorjahr – im
dritten Quartal verglichen mit dem zweiten Quartal 2009 nochmals ein. Während
Madrid als Hauptstadt des krisengebeutelten Spaniens mit einem
Hotelpreisrückgang von -13,42% nicht überrascht, schlug sich die
Katalanen-Metropole Barcelona mit nur -1,72% weitaus besser. Wenn auch England
als stärker von der Wirtschaftskrise betroffen gilt, so spiegelt sich dies
zumindest nicht in drastisch fallenden Hotelzimmerpreisen in London wider. Ganz
im Gegenteil hat die Themse-Stadt mit einer Durchschnittspreis-Entwicklung von
125,44 Euro im dritten Quartal 2008 auf 123,80 Euro in Q3 2009 den geringsten
Preisverfall aller europäischen Metropolen überhaupt zu verzeichnen. Nur
Berlin, Lissabon und Budapest können da mit relativ glimpflichen Rückgängen von
3-6 annähernd "mithalten". Die Hotels dieser Städte sind es auch, die
als erste die Preisentwicklung im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten
Quartal 2009 wieder positiv gestalten konnten.

Moskau (149,32 €), Oslo (132,52 €) und Kopenhagen (127,66 €) bleiben auch im
dritten Quartal die teuersten Hotelstädte Europas. Mit Zürich, Amsterdam,
Stockholm, London und Helsinki folgen weiterhin die üblichen Verdächtigen. Die
Bundeshauptstadt Berlin (82,58 €) gehört nach Prag (62,94 €), Budapest (77,91
€) und Lissabon (80,18 €) zu den günstigsten Hauptstädten in Europa.

Weltweit

Auch weltweit betrachtet hat sich im dritten Quartal der Preisverfall für
Hotelübernachtungen verlangsamt. Mussten Metropolen wie Peking (-38,83%), Dubai
(-28,52%) oder Bangkok (-24,36%) im Vergleich Q3 2008 zu Q3 2009 heftigste
Rückgänge hinnehmen, so fielen die Preise seit dem zweiten Quartal 2009
"nur" noch um einstellige Prozentwerte – mit Ausnahme der
australischen "Down-Under"-Metropole Sydney, deren Hotelpreise
scheinbar erst zeitversetzt auf die Weltwirtschaftskrise reagierten und auch im
dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 weiter massiv zurückgingen
(-20.28%). In New York hingegen haben die Zimmerpreise seit Anfang Juli mit
+7,22% wieder spürbar zugelegt. Am stabilsten während der Wirtschaftskrise
zeigten sich die Übernachtungspreise im brasilianischen Rio de Janeiro. Dort
stiegen die Hotelzimmerpreise sogar vom dritten Quartal 2008 auf drittes
Quartal 2009 von 93,27 € auf 96,60 €.

Mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 151,33 € im dritten Quartal löst
New York das russische Moskau (149,32 €) als teuerste Hotelstadt der Welt ab.
Oslo (132,52 €), Kopenhagen (127,66 €) und Zürich (124,67 €) folgen auf den
Plätzen.

Für die vollständigen Ergebnisse des hotel.de-Hotelpreis-Indexes Q3/2009
samt der Rankings für Deutschland, Europa und weltweit klicken Sie bitte hier:

Für
vollständige Ergebnisse und Rankings hier klicken

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