Franchise-Wirtschaft wächst weiter

Quelle: Puckert Gruppe, Grafik Puckert Gruppe; Foto: Colourbox.de Ort: Bonn
Im vergangenen Jahr ist die Franchise-Wirtschaft auf rund 119.000 Franchise-Partner gewachsen. Das entspricht einem Plus von 1,3 %. Die Zahl der Beschäftigten beläuft sich auf rund 697.000 Mitarbeiter in in über 159.000 Betrieben – jeweils eine Steigerung von 1,7 %. Gemeinsam erwirtschafteten sie einen Systemumsatz von 103 Mrd. €, ein Wachstum von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr.
 
Neben den Übernahmen bestehender Betriebe wurden 2016 über 2.600 Betriebe neu gegründet. Dieses Jahr dürften es sogar noch mehr werden. Die Systeme rechnen mit über 3.000 neuen Betrieben.
 
Vor allem im Dienstleistungsbereich finden sich spannende Geschäftskonzepte (39 %). Rund 30 % der Systeme fallen auf den Handel. Gastronomie-, Touristik- und Freizeit-Anbieter machen 22 % aus.

 
Etwa 10.000 Gründer entscheiden sich jährlich für eine Franchise-Partnerschaft. „Das eigentliche Potenzial ist weitaus größer“, ist Felix Peckert, Chef des forum franchise und systeme, überzeugt. „Etwa 20.000 neue Franchise-Partner kann die Franchise-Wirtschaft hierzulande jedes Jahr aufnehmen und somit mehr als 10.000 neue Betriebe eröffnen.“ Dafür sollte die Franchise-Wirtschaft für neue Zielgruppen attraktiver werden, etwa indem die Geschäftsprozesse vereinfacht und auf stärkeres Wachstum ausgerichtet werden.
 
Gerade hinsichtlich der zunehmenden Digitalisierung sieht der DFV Potenzial: „Die Technisierung und Digitalisierung von Prozessen bietet immense Chancen für Franchise-Systeme, Wettbewerbsvorteile und Wachstum auszubauen. Wir arbeiten gerade intensiv in einem eigens dafür eingerichteten Expertenkreis unserer Mitglieder daran, diese neuen Prozesse zu definieren“, erklärt DFV-Geschäftsführer Torben Leif Brodersen.
 
Insbesondere gründungswilligen Migranten bieten Franchise-Systeme laut Felix Pecker „bessere Karriere- und Einkommensperspektiven als eine abhängige Beschäftigung“. Denn Franchise ermöglicht eine Unternehmensgründung auf Basis eines erprobten Geschäftskonzepts, die vom Franchise-Geber begleitet wird. Das Know-how wird also vom Franchise-Geber im Rahmen von Schulungen vermittelt, spezifische Branchenkenntnisse sind meist nicht erforderlich.

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