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Fachkräftemangel führt zu Qualitätsabstrichen

Datum: 19.07.2016Quelle: Ostfalia; Foto: Colourbox Ort: Wolfenbüttel

Der Personalmangel, vor allem bei Fachkräften in der Hotellerie, ist bereits seit vielen Jahren ein anhaltendes Problem und ernstes Thema in der Touristik-Branche. Die hohe Fluktuationsrate in diversen Unternehmen führt zu einer weiteren Verschärfung der misslichen Situation. Der demographische Wandel, kulturelle Veränderungsprozesse und die Internationalisierung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck bedeuten weitere große Herausforderungen, denen sich viele Unternehmer heute und zukünftig stellen müssen. Neben Problemen bei der Personalfindung, welche sich derzeit bei 25 % der touristischen Unternehmen bemerkbar machen, mussten bereits fast 75 % Abstriche in der Qualität aufgrund des Personalmangels verkraften – zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Instituts für Tourismus- und Regionalforschung der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Kanäle der Personalrekrutierung im Wandel
Aktuell stellen branchenspezifische Jobportale, Mitarbeiterempfehlungen, Initiativbewerbungen und Arbeitsagenturen die meistgenutzten Kanäle für die Personalbeschaffung dar, wobei die Agenturen das Schlusslicht auf der Zufriedenheitsskala für die befragten Unternehmen darstellen. Weniger häufig werden dagegen eigene Firmenkarriereseiten und Social Media Kanäle verwendet, was sich allerdings aus Sicht der meisten Teilnehmer der Studie in naher Zukunft ändern wird. So sind über 50 % der befragten Unternehmen der Meinung, dass sich die Rekrutierungskanäle zunehmend in die digitale Richtung entwickeln, wodurch Kosten und vor allem Zeit eingespart werden könne. Der Faktor Zeit spielt in Zusammenhang mit der Personalsuche zudem bei 33 % der befragten Unternehmen eine größere Rolle als die Kosten, wodurch die Option der standardisierten und schnellen Abwicklung durch digitale Prozesse zunehmend wichtiger wird.

Unternehmen sind noch gelassen
Die höchste Fluktuation weisen Aushilfskräfte und Fachkräfte auf, was zu großen Problemen bei der Stellenbesetzung vor allem im Service- und Küchenbereich der Hotellerie führt. Bei der Auswertung der Analyse zeigte sich allerdings, dass über die Hälfte der befragten Betriebe die Fluktuationsrate derzeit noch als weniger problematisch ansehen und ausschließlich 10 % eine große Problematik mit diesem Aspekt verbinden.

Aus heutiger Sicht sind 75 % der befragten Unternehmen der Meinung, dass bei der Personalgewinnung Probleme auftreten könnten. Was allerdings die ferne Zukunft anbetrifft, steigt diese Anzahl auf 90 % an. Somit nimmt die Problemeinschätzung für die Zukunft deutlich zu.

Fachkräftemangel und Führungskräftemangel
Hinsichtlich der Rekrutierungsproblematik von Personengruppen fiel auf, dass vor allem Unternehmen mittlerer Größe (71-150 Mitarbeiter) Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung von Führungskräften aufweisen. Kleinere und vor allem größere Unternehmen haben dagegen überwiegend Schwierigkeiten, ihre Stellen mit guten Fachkräften zu besetzten. Letztere schätzen daher den Handlungsbedarf in der Zukunft hinsichtlich der Personalakquisition sehr viel höher ein, da diese mehr finanzielle Mittel und aktuell vor allem mehr Zeit für die erfolgreiche Suche aufwenden müssen, als kleinere Unternehmen. So werden von großen Unternehmen zukünftige Maßnahmen wie die Rekrutierung von Mitarbeitern aus dem Ausland und die Zahlung von höherem Gehalt eher in Betracht gezogen. Kleinere Unternehmen bevorzugen dagegen eher Maßnahmen wie die aktive Arbeit am Unternehmensimage.

www.ostfalia.de

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