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Deutschland baut chinesische Mauer ab

Datum: 04.04.2016Quelle: wet.de, 01.04.2016; Foto: Pixabay Ort: Berlin

Deutschland gehen die ausgabefreudigen Touristen aus China aus. Grund dafür ist eine bürokratischere Anwendung der Visa-Regeln für Chinesen nach dem Schengen-Abkommen. Andere EU-Staaten legen diese Regeln weitaus großzügiger aus als das ihre deutschen Kollegen tun, wie die Welt in ihrer Online-Ausgabe (www.welt.de) vom 01.04.2016 berichtet. „Die französischen Visa sind viel leichter zu bekommen, weil die Franzosen nicht so strikt wie die Deutschen sind”, sagt ein Manager des großen Reiseveranstalters Ctrip in Peking gegenüber welt.de.

Visa-Verfahren der Deutschen Botschaft komplizierter
Obwohl sich die EU-Staaten des Schengen-Raums einheitlich an die Regeln halten sollten, verlangt Frankreich z. B. keine Hotelbuchung oder Originale von Einladungsschreiben mehr, obwohl die europäische Staatengemeinschaft eine einheitliche Regelung im Schengen-Raum vereinbart haben. „Das Visa-Verfahren bei der deutschen Botschaft ist viel aufwendiger”, sagt auch Managerin Hu Xiaodan vom Reisebüro Shanzhou Guolü. Zahlreiche chinesische Internetseiten geben für Europa-Reisende den Tipp, sich lieber bei der französischen Botschaft ein Visum für den Trip durch den Schengen-Raum zu holen.

Lieber Croissant- statt Weißwurst-Frühstück
Obwohl die Franzosen deutlich weniger Visa-Beamte im Einsatz haben, ist die Vergabe-Rate dort wesentlich höher als in Deutschland. So ist es Frankreich gelungen, die Devisenbringer aus Fernost ins Land zu locken: Ca. 2 Mio. Besucher begrüßt Frankreich daher jährlich, wie „Die Welt” weiter schreibt. In Deutschland gingen im Vergleich dazu lediglich 360.000 Visa über den Tisch.

Reisebüros und Touristen sind die strengeren deutschen Visa-Verfahren schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Dabei beschreibt das Auswärtige Amt den das Prozedere für Nicht-EU-Ausländer als „schnell und kundenfreundlich”, so die Welt weiter schreibt. Die Großzahl der Visa solle binnen 48 Stunden erteilt werden. Deutschland will dennoch seine Visa-Verfahren für die hohe Nachfrage aus China beschleunigen: mit einem externen Dienstleister in China eröffnet die deutsche Bundesbehörde zehn neue Visa-Antragszentren. Seit Anfang März bestehen bereits drei neue Zentren in den Großstädten Wuhan, Chongqing und Jinan.

Mehr als 130 Mio. Chinesen im Anflug
Wei Xiao’an, Direktor der chinesischen Tourismus-Akademie, bestätigt gegenüber der Welt-Online die unterschiedlich gehandhabten Visa-Verfahren. Er rechnee für 2017 mit einem Anstieg der Zahl chinesischer Touristen im Ausland um rund 10 % auf mehr als 130 Millionen.

Chinesen geben mehr Geld aus
Da chinesische Reisende bei ihren Ausgaben für Souvenirs und Luxusartikel im Vergleich zu anderen ausländischen Touristen deutlich mehr Devisen ausgeben, sind sie in der europäischen Tourismusindustrie sehr beliebt.

Deutschland will ebenfalls vom Glückskeks ein Stück abhaben und sein Visa-Verfahren für chinesische Touristen vereinfachen. Nach Schätzungen der Tourismusexperten können mit einer erleichterten Visa-Vergabe pro Woche mehrere Dutzend Direktflüge von China nach Frankfurt angeboten werden, berichtet die Welt in Ihrer Online-Ausgabe weiter.

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