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Datum: 23.09.2009Quelle: Ort:


Frankfurt am Main. Das Preisbewusstsein der Verbraucher hat zwar unter dem Einfluss der
Wirtschaftskrise wieder zugenommen; somit profitierten die preiswerten
Handelsmarken in den Drogeriewarensortimenten stärker vom Wachstum als die
Industriemarken. Eine soeben erschienene Studie der Nielsen Company zur Entwicklung der Handelsmarken in den
Nearfood-Warenklassen zeigt jedoch ein differenziertes Verbraucherverhalten in
den verschiedenen Warengruppen. Dabei ist der Preis keineswegs immer
ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Im
betrachteten Zeitraum 2006 bis 2009 zeigen die Handelsmarken laut Studie mit
einem Zuwachs rund fünf Prozent eine deutlich stärkere Dynamik als die Herstellermarken
(+ 2%). Diese Tendenz setzte sich nach Beobachtung von Nielsen auch im ersten
Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum fort. Allerdings zeigt ein
Vergleich mit den Halbjahresdaten vor dem Beginn der Wirtschaftskrise (1. HJ
2008:2007) ein noch etwas stärkeres Handelsmarkenwachstum (+ 5,2%) als im
Rezessionszeitraum selbst (+4,6%) (siehe Abbildung 1). Das Fazit der Retail-Experten:
Die Rezession hat das Handelsmarkenwachstum nicht überproportional erhöht. Insgesamt
zeigt sich im Nearfood-Bereich ein anhaltender Preisanstieg, der je nach
Warengruppe zwischen ein und neun Prozent liegt. Dabei halten die Drogeriemärkte
weiterhin ein höheres Preisniveau als der Gesamtmarkt. Je nach Warengruppe gibt
es jedoch deutliche Unterschiede in der Preisentwicklung von Handels- und Industriemarke:
So haben beispielsweise die Drogeriemärkte im Bereich Körperpflege die Preise
für Handelsmarken kräftig erhöht (7,6%), während bei den Markenartikeln kaum
Preissteigerungen wahrnehmbar sind (0,7%). Obwohl Haarpflegeprodukte mit 61
Prozent eine besonders hohe Preisdifferenz zwischen Industrie- und Handelsmarke
aufweisen, sind hier doch die Industriemarken eindeutig die Gewinner. „Auch der
größte Preisabstand ist kein Garant für hohe Handelsmarkenanteile",
unterstreichen Andreas Heim und Dr. Tanju Aygün, Retail-Experten bei The Nielsen
Company, und resümieren: „Neben dem Preis beeinflussen auch andere ‚weiche‘
Faktoren wie zum Beispiel der Verwendungszweck der Produkte oder die visuelle
Präsenz der Artikel beim Konsumenten seine Kaufentscheidung."

www. nielsen.com

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