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Fachseminar zu Allergen-Kennzeichnung

Datum: 14.01.2015Quelle: Hygiene-Netzwerk Ort: Bergheim

Das HoReCa-Fachseminar des Hygiene-Netzwerks informiert zu möglichen Lösungen für die Allergen-Kennzeichnung in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Bis zu 30% der Bevölkerung leidet in Deutschland bereits unter verschiedenen Formen der Lebensmittelunverträglichkeiten. Seit Dezember letzten Jahres sind Gewerbetreibende verpflichtet alle 14 kennzeichnungspflichtigen Allergene in Speisenpläne und Aushängen zu kennzeichnen oder mündlich darüber zu informieren.

 

Wichtig ist zu wissen, dass es in der LMIV nicht nur um die Allergen-Kennzeichnung geht, sondern auch um andere Informationen zu Lebensmitteln. Es geht hier darum, dem Kunden mehr und bessere Informationen zu Lebensmitteln zu geben. So geht es hier zum Beispiel um Schriftgrößen auf der Verpackung für bessere Leserlichkeit, die Allergene, mit denen wir uns hier beschäftigen müssen in Zukunft „hervorgehoben“ werden, das heißt, fett geschrieben oder unterstrichen sein, so dass wir das auf einen Blick erkennen.

 

Es geht um Fernabsatz (Catering, Pizzaexpress). Fernabsatz liegt immer dann vor, wenn zwischen Käufer und Verkäufer kein direkter Kontakt besteht. Dann müssen alle Infos zum Lebensmittel, also auch die Zusatzstoffe und Allergene im Internet bei der jeweiligen Firma nachzulesen sein.

Es geht ferner auch um die Kennzeichnung von Fleisch als Zutat. Denken Sie an eine Pizza Salami, da muss zukünftig gekennzeichnet werden, wo das Schweinefleisch herkommt (zB, Schwein geboren in Belgien, aufgewachsen in Frankreich…).

Zu kennzeichnen sind auch Lebensmittel-Imitate – zB. Formfleisch, Analogkäse, Surimi…

Es gibt fast immer weniger Pizzen auf denen sich Käse bzw. Schinken befindet – hier kommt es in mehr als 80% der Probenahmen durch die Überwachung zu Beanstandungen.

Das Seminar wird deutschlandweit angeboten und folgende Standorte sind im Seminarplan aufgeführt:

 

•    Stuttgart

•    München

•    Heidelberg

•    Frankfurt

•    Hamburg

•    Münster

 

Nächster Termin ist der 28.01.2015 in Brühl bei Köln.

 

Zusätzliches Branchenwissen:

In Niedersachsen müssen Sie ab Dezember 2014 als Gewerbetreibender für alle Kontrollen Gebühren bezahlen und zwar kostendeckend. Das bedeutet, kommen 2 Kontrolleure müssen Sie deren Kosten übernehmen. Andere Bundesländer (NRW hat dies schon angekündigt) werden folgen.

Die Behörden werden mit mobilen Endgeräten ausgestattet, um die Kontrolle vor Ort komplett abzuarbeiten – Hintergrund dabei ist, dass mit dem gleichen Personalbestand mehr Kontrollen gemacht werden können.

 

Kontrollergebnisse werden in Kürze, nach Überarbeitung des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG), wieder im Internet veröffentlicht. Die Hygieneampel soll zunächst in NRW auf weitere Städte ausgedehnt werden. Jäger- und Zigeunerschnitzel dürfen in Zukunft nicht mehr so benannt werden, es wird keinen Sand- und Marmorkuchen mehr geben. Dies sind nur einige wenige Entwicklungen, die in Kürze umgesetzt werden müssen.

Das Seminar vermittelt zum Beispiel Kenntnisse zur Risikobeurteilung des Betriebes, Möglichkeiten zur Verbesserung der Bewertung bei Betriebskontrollen.

 

Wichtige Themenpunkte:

 

•    Hintergründe zu Lebensmittelallergien & Lebensmittelunverträglichkeiten.

•    Kennzeichnung von Allergien in losen Lebensmitteln

•    Hinweise zu Speisen für Allergiker

•    Umsetzung der Allergen-Kennzeichnung

•    Hygieneampel und die Veröffentlichung von Bewertungen (Verbraucherinformationsgesetzes (VIG))

•    Gebühren für amtliche Kontrollen, die der Gewerbetreibende zahlen muss

 

 

Zielgruppe:

Inhaber und Geschäftsführer der Gastronomie

Hotellerie und lebensmittelherstellende Fachbetriebe

Hygienebeauftragte

Küchenleiter und Köche

Metzger, Bäcker, Zulieferer

 

Seminarleitung:

Rainer Nuss – Präsident des Verbandes der Lebensmittelkontrolleure Ba-Wü

 

Organisation:

Hygiene-Netzwerk HN GmbH

 

Anmeldung:

Hier finden Sie die Seminaranmeldung zum Download >>>

 

Gastroinfoportal

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