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Greentable untersucht in einer Machbarkeitsstudie den Schulungsbedarf in puncto Nachhaltigkeit in der Gastronomie im Rahmen einer Online-Umfrage.

Nachhaltiger wirtschaften

Datum: 26.11.2019Quelle: Inhalt und Foto: Greentable

Mit einer umfangreichen Machbarkeitsstudie ermittelt die Brancheninitiative Greentable e.V. derzeit den Wissens-und Schulungsbedarf zum Thema Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Im März 2020 werden die Ergebnisse präsentiert.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Zukunftsthema unserer Gesellschaft und derzeit in aller Munde – auch in der Gastronomie. Doch wie sieht der Wissenstand der Gastronomen in diesem wichtigen Themenfeld aus? Und welchen Schulungsbedarf hat die Branche? Weil es dazu bislang wenig belastbare Erkenntnisse und Ergebnisse gibt, ermittelt Greentable, eine Initiative für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie, derzeit den Qualifizierungsbedarf im Rahmen einer vom Umweltbundesamt geförderten Machbarkeitsstudie. Es sollen Telefon- und Onlinebefragungen sowie persönliche Interviews mit Gastronomen, Experten und Multiplikatoren zum einen Aufschluss darüber geben, welchen Kenntnisstand die Branche in Bezug auf Nachhaltigkeit hat und zum anderen, wie sich eine weitere Qualifizierung möglichst bedarfsgerecht umsetzen lässt.

Werkzeug für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie

„Wir wollen herausfinden, ob zum Beispiel E-Learning-Kurse, zentrale Seminare oder persönliche Beratungstermine in den Betrieben bevorzugt werden – oder eventuell auch ein miteinander verzahnter Mix aus verschiedenen Schulungsformen“, erklärt der Gründer von Greentable, Matthias Tritsch. Auf Basis der Studien-Erkenntnisse entwickelt ein Expertenworkshop im Frühjahr 2020 ein erstes Tool. Dieses wird in einem Feldversuch mit rund zehn Betrieben im Raum Hamburg getestet und evaluiert. „Ziel ist es, Gastronomen ein Werkzeug in die Hände zu geben, das schnell umsetzbar ist und messbare Lösungen hervorbringt“, erklärt Matthias Tritsch.

Hintergrund der aktuellen Initiative ist, dass Greentable festgestellt hat: Viele Akteure haben Nachhaltigkeit in der Gastronomie als wichtiges Thema identifiziert und möchten gerne ,grüner’ wirtschaften, sind jedoch oft mit der Thematik nicht hinreichend vertraut. „Vor allem kleinen Betrieben fehlt es an geeigneten Möglichkeiten und an fachkompetenter Unterstützung, um sich neben der täglichen Arbeitsbelastung auch mit dem Potenzial nachhaltigeren Wirtschaftens zu beschäftigen“, weiß Matthias Tritsch. Zudem werde Nachhaltigkeit weder in der Aus- und Weiterbildung noch in den Betriebs- und Gründungskonzepten hinreichend thematisiert.

Potenzial für den Betrieb nutzen

Dabei hat sich bereits vielfach gezeigt, dass sich nachhaltiges Wirtschaften nicht nur positiv auf die Umwelt auswirkt, sondern auch Mitarbeiter der Gastronomiebetriebe motiviert – und sich für die Gäste zunehmend zum Entscheidungskriterium für oder gegen einen Besuch entwickelt.

Sarah Hercht / Gastroinfoportal

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