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DGE Robert Poorten spuerbarguen

Nachhaltigere Ernährung: #spürbargrün

Datum: 16.06.2021Quelle: DGE I Foto: © Robert Poorten - stock.adobe.com Ort: Bonn

Die DGE fordert und fördert eine nachhaltigere Ernährung in allen Dimensionen und Facetten – etwa durch deren Umstellung auf mehr pflanzliche Lebensmittel. Dies ist die Kernaussage des neuen Positionspapiers zur nachhaltigeren Ernährung, welches die DGE anlässlich des digitalen Nationalen Dialogs „Wege zu nachhaltigen Ernährungssystemen” veröffentlicht hat.
Der Beitrag der Ernährung an den weltweiten Treibhausgasemissionen liegt bei 25-30 %. Angesichts dieser Zahlen ist es dringend geboten, die Ernährungsweise so zu gestalten, dass man nicht unnötig Ressourcen verbraucht. Es reiche nicht aus, Ernährungsempfehlungen nur an gesundheitsfördernden Aspekten auszurichten. „Daher berücksichtigt die DGE neben der Gesundheit, die entsprechend ihren satzungsgemäßen Aufgaben im Vordergrund steht, zukünftig in ihren Empfehlungen und Aktivitäten die Dimensionen Umwelt, Soziales und Tierwohl stärker“, stellt Prof. Britta Renner, Vizepräsidentin der DGE und Erstautorin des Positionspapiers, fest.

Nachhaltigere Ernährung benötigt faire Ernährungsumgebung

Damit Verbraucher eine nachhaltigere Ernährung realisieren können, ist die Gestaltung fairer Ernährungsumgebungen – von der Exposition bis zum Konsum und Entsorgung – zentral. „Wir alle beeinflussen durch das, was wir essen und trinken nicht nur unser eigenes Wohlergehen. Unser Verhalten wirkt sich auch auf die Umwelt aus“, erklärt Prof. Britta Renner weiter. Allen Menschen soll, ungeachtet ihrer ökonomischen und sozialen Situation, gleichermaßen der Zugang zu gesünderen und nachhaltigeren Angeboten und mehr Teilhabe ermöglicht werden.
Gemäß dem Auftrag der DGE und ihrer Expertise, stand und steht die Dimension Gesundheit bei ihren Aktivitäten im Vordergrund. Eine vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE ist abwechslungsreich und betont den Verzehr von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs. Sie stellt den ausreichenden Bedarf an essentiellen Nährstoffen sicher und verhindert sowohl eine Unterversorgung (Mangelernährung) als auch eine Überversorgung. Damit trägt sie zur Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten bei.
In den DGE-Qualitätsstandards formuliert die DGE verlässliche Kriterien für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen. Um den Menschen den Zugang zu gesünderen und nachhaltigeren Angeboten zu ermöglichen, sind sie in der Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend umzusetzen. Durch das Einhalten der DGE-Qualitätsstandards verringert sich in der Regel nachweislich der Anteil tierischer Produkte von Speisen. Die Gäste profitieren von einem größeren Angebot pflanzenbasierter Gerichte – ein Fortschritt, der sich positiv auf die Gesundheit der Menschen und die Umwelt auswirkt. Vor allem im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung setzt sich die DGE seit Jahren für eine nachhaltigere Ernährung ein.

Redaktion GastroInfoPortal / Michael Teodorescu

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