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Photo by Pixzolo Photography on Unsplash Snack-Studie

Snack-Studie Deutschland

Datum: 11.02.2019Quelle: Inhalt: Backwerk | Foto: Pixzolo Photography on Unsplash | Ort: Essen |

Die Deutschen lieben gute Snacks und geben gerne Geld dafür aus: Die jährlichen Umsätze bewegen sich im Milliardenbereich. Das Geschäft boomt – in Großstädten duftet es an jeder Ecke nach warmen Croissants und frischen Pizzabrötchen. BackWerk veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Splendid Research die Ergebnisse der Snack-Studie. Darin decken Sie auf, wie die Deutschen zu ihrer Snack-Leidenschaft stehen.

Männer sind Warm-Snacker

Wer denkt, die Deutschen seien süße Naschkatzen, liegt falsch. Sie snacken zwar gern (53,7 % mehrmals die Woche), aber überwiegend herzhaft (63,2 %! Ob lieber kalt oder warm, da sind sich die Deutschen nicht wirklich einig. Während Männer den warmen Snack bevorzugen (42,3 % Männer/32,9 % Frauen), entscheiden sich Frauen lieber für eine kalte Zwischenmahlzeit (39,7 % Frauen/36,4 % Männer). Die meisten Deutschen verzehren ihre Snacks außerdem unterwegs (37,8 %). Nur unter den 60-69-Jährigen und in den neuen Bundesländern sitzen die Home-Snacker. Bei der Frage, wie teuer ein Snack sein darf, sind sich Männer und Frauen aller Altersgruppen und Regionen einig. Dieser sollte zwischen zwei und drei Euro liegen.

Von wegen Snacken aus Frust, Langeweile oder Gewohnheit: Die Deutschen sind echte Genießer. Sowohl für Männer, als auch für Frauen zählen zu den Top-Snack-Gründen Hunger (57,0 %), Appetit (49,0 %) und Genussmomente (32,0 %), wobei Frauen im Geschlechtervergleich mehr aus Hunger und Männer aus Appetit snacken. Frust landet bei beiden Geschlechtern auf dem letzten Platz der Snack-Gründe (3,5 %). Interessant ist außerdem, dass Snacken kaum mit Vitaminaufnahme verbunden wird (6,3 %). Auch wenn der Deutsche im klassischen Snack keine Vitaminbombe sieht, legt er dennoch Wert auf wichtige Grundeigenschaften: „Frei von Konservierungsstoffen“ (32,9 %), „fettarm“ (27,9 %, und „ohne Zuckerzusatz“ (26,9 %) muss ein Snack sein. An diese Grundsätze kommen Eigenschaften wie „vegan“, „vegetarisch“ oder „glutenfrei“ mit einstelligen Prozentzahlen nicht heran.

Regionalität und Saisonalität weniger relevant

Bei den Auswahlkriterien für einen Snack gelten andere Regeln als beim Supermarkt-Einkauf: Sind hier laut Verbraucherumfragen Themen wie Regionalität und Saisonalität wichtige Kaufkriterien, spielen sie im Snack-Bereich eine untergeordnete Rolle (6,1 % und 4,7 %). Den wichtigsten Stellenwert hingegen spielen bei der Auswahl des richtigen Snacks der Geschmack (71 %) und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (50,2 %). So entpuppt sich der deutsche Snacker als kulinarischer Sparfuchs.

Großes Verbesserungspotenzial bei Snacks gibt es laut den Deutschen in der Reduzierung des Verpackungsmülls (37,7 %), beispielsweise durch die Verwendung von abbaubarem Material, essbaren Verpackungen oder der Einführung von Pfandsystemen und Mehrweggeschirr (37,7 %). Auch die Idee, den Snack selbst zusammenzustellen, landet auf den ersten Plätzen der Optimierungsideen (13,3 %). Darüber hinaus wurden auch Essenstrends wie Clean-Eating, die Molekularküche, Raw Food sowie heimisches Superfood als Verbesserungsvorschläge genannt.

Insgesamt wurden für die Erhebung im Zeitraum vom 24. August bis 03. September 2018 1.061 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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