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Signatues Dishes Photo by Toa Heftiba on Unsplash

Restaurants brauchen Signature Dishes

Datum: 20.02.2019Quelle: Inhalt: Der Werbetherapeut | Foto: Toa Heftiba on Unsplash | Ort: Wien (A)

Was wollen wir heute essen? Tagtäglich die gleiche Frage, aber unzählige mögliche Antworten. Selbst kochen, liefern lassen oder essen gehen? Und wenn essen gehen – wohin? Wenn ein Restaurant oder eine Fastfood-Kette eine genau umrissene Speisenausrichtung hat oder sogar ein Gericht, für das es ganz besonders bekannt ist, dann erleichtert es die Auswahl für den Gast.

„Mit der Frage ‚Gehen wir zum Italiener oder zum Chinesen?‘ ist vollkommen klar, welche Speisen oder sogar welche Gerichte gemeint sind. Spezifischer wird es, wenn man ein bestimmtes Gericht mit einem bestimmten Restaurant in Verbindung bringt. Restaurants sollten sich bemühen, ein außergewöhnliches Signature Dish zu kreieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Brainstorming hilft dabei enorm“, so Werbetherapeut Alois Gmeiner, der Kreativ-Coachings für Unternehmer bietet, um gemeinsam mit dem Restaurant-Team ein klareres Marketingprofil zu erarbeiten, das man dann in der Pressearbeit und in der Werbung einfacher und günstiger promoten kann als ohne individuelle Besonderheiten.

Ohne Risiko

„Gerade hat ein Betreiber von mehreren Autobahnraststätten in Österreich Pleite gemacht. Eines jener Lokale mit durchaus gutem und breitem Küchenangebot, aber eben ohne gezielte Ausrichtung des Marketings auf ein spezifisches Gericht. Diese Lokale werden immer weniger werden. Daher entstehen auch an Autobahnen immer mehr Lokale der bekannten Fast-Food-Ketten. Schon beim Erkennen des Logo vor der Ausfahrt ist glasklar, was es dort zu Essen gibt. Also minimales Risiko für die Reisenden. Und die Entscheidung dafür oder dagegen fällt innerhalb von Sekunden. Dem Marketing sei Dank“, so Alois Gmeiner.

Auch in der gehobenen Gastronomie sind Signature Dishes ein Jackpot für den Gastronomen. Das Gericht „Geröstete Markknochen“, zubereitet von Ausnahmekoch Fergus Henderson, gehört zu jenen Signature Dishes, für die Gourmets aus der ganzen Welt in das Londoner Restaurant des Meisters pilgern. Es ist auch das einzige Gericht, das seit Jahren täglich auf der Speisekarte steht und unzählige Male bestellt wird. Dem Marketing sei Dank. „Restaurants sollten sich überlegen, was sie sehr gut kochen oder auch gut und ungewöhnlich präsentieren können, um aus einem normalen Gericht ein Signature Dish zu machen, für das Gäste auch öfter ins Lokal kommen“, so Alois Gmeiner. In jeder Stadt gibt es solche Lokale, die berühmt sind für bestimmte Gerichte und bei denen, entsprechend kontinuierlicher Qualität, auch die Auslastung überdurchschnittlich ist.

Signature Dishes als Alleinstellungsmerkmal

Alois Gmeiner: „Die erste Zutat ist Gehirnschmalz. Am besten im Team und gemeinsam mit einem Moderator von außen, damit nicht in der eigenen Suppe geköchelt wird. Dann sollten möglichst alle Mitarbeiter auch gehört werden und Ideen beisteuern dürfen. Und dann geht es natürlich auch um die technische und finanzielle Machbarkeit. Wenn ich Steaks auf offenem Holzkohlengrill braten will, dann brauche ich auch die entsprechenden Gerätschaften und die Köche, die das perfekt umsetzen können. Ideal wäre auch noch, wenn das Gericht auch entsprechend Gewinn abwirft, daher müssen es nicht immer teure Spezialitäten sein. Ein Markknochen ist billig in der Anschaffung, das Gericht wird aber zum Preis von 10,80 Pfund angeboten.“

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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