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Online Marketing

Nachholbedarf im Online-Marketing

Datum: 19.06.2019Quelle: Groupon, Opnium; Bild: Colourbox.de | Ort: Berlin

Die Digitalisierung beeinflusst fast alle Unternehmensbereiche. Vor allem digitales Marketing ist in der heutigen Zeit ein Muss, auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), um sich im Markt zu beweisen und bei Neu- und Bestandskunden zu etablieren. Aber welche Rolle spielt Online-Marketing für KMUs in Deutschland? Dieser Frage ist Groupon in einer aktuellen Studie nachgegangen. Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Opinium wurden 100 Marketing-Entscheider aus deutschen KMUs zum Thema digitales Marketing befragt. Zudem wurde die Umfrage in Großbritannien, Polen, Spanien und Italien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland im internationalen Vergleich oftmals hinterherhinkt und deutsche KMUs vermehrt auf klassische Marketingmaßnahmen setzen.

Deutschland hinkt hinterher

Das zeigt sich u.a. darin, dass für jedes vierte befragte Unternehmen (26 Prozent) das Direktmarketing (u. a. Flyer, Broschüren) der effektivste Marketingkanal ist. Anzeigen in der lokalen Presse landen des Weiteren mit 16 Prozent auf Platz 4. Ein positives Signal ist, dass sowohl die Website (mobil optimiert 21 Prozent, keine mobil optimierte Website 18 Prozent), sowie eine Social Media-Präsenz (18 Prozent) als effektive Kanäle angesehen werden. In allen anderen befragten Ländern landet hingegen die Social Media-Präsenz auf dem ersten Platz. Allerdings befindet sich auch in Spanien, Italien, Großbritannien und Polen das Direktmarketing in den Top 3 der effektivsten Marketingkanälen.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Frage ab, welche Marketingkanäle in den letzten 12 Monaten genutzt wurden. Die beliebtesten Kanäle deutscher KMUs sind eine mobil optimierte Website (41 Prozent), Direktmarketing (37 Prozent), die eigene Social Media-Präsenz (37 Prozent), SEO (35 Prozent) und E-Mail- und Newsletter-Marketing (33 Prozent). „Ein kanalübergreifender und vielfältiger Marketing-Mix ist unabdingbar für eine erfolgreiche Kundenansprache und Unternehmenspräsenz. Der Kunde 4.0 tritt mit einem Unternehmen über mehrere digitale und physische Touchpoints in Kontakt. Vor allem durch die Nutzung von Smartphones, die stetig wächst und Teil des Alltags geworden ist, darf digitales Marketing nicht vernachlässigt werden“, sagt Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland.

21 Prozent des Marketingbudgets werden für digitale Maßnahmen eingesetzt

Ein Blick auf die Ausgaben des Marketingbudgets zeigen Potenzial. So geben deutsche KMUs durchschnittlich nur ein Fünftel (21 Prozent) ihres Budgets für digitale Marketingmaßnahmen aus. Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) gibt sogar nur 1-5 Prozent seines gesamten Marketingbudgets für Online Marketing aus. Runtergebrochen auf die Unternehmensgröße zeigt sich, dass mittelständische Unternehmen (50-249 Mitarbeiter) am meisten Budget für digitales Marketing allokieren. Hier liegt der Wert bei 36 Prozent. Am wenigsten Budget für digitale Kampagnen planen Mikro-Unternehmer (1-9 Mitarbeiter) ein. Hier werden nur 8,6 Prozent des Gesamtbudgets für Online-Marketing eingeplant. Einzelhändler scheinen sich dem digitalen Potenzial bewusst zu sein und investieren ein Fünftel (20 Prozent) ihres Budgets online. Gefragt nach der Budgetplanung für die nächsten 12-24 Monaten geben 42 Prozent der KMU-Entscheider an, dass sie die Ausgaben für Online-Marketingaktivitäten erhöhen wollen. Die Hälfte (53 Prozent) der Befragten plant hingegen keine Budgetanpassungen.

Welche Tools und Technologien spielen in Zukunft eine Rolle?

Der Einführung neuer Marketing-Tools und Technologien in der Zukunft steht hingegen durchschnittlich jeder vierte Marketingentscheider (24 Prozent) offen gegenüber. Bei der Planung sind personalisierte Marketingmaßnahmen (33 Prozent) und neue Zahlungsmethoden (32 Prozent) favorisiert. Jeder Vierte (25 Prozent) will in Zukunft zudem auf Chatbots setzen. Weitere gefragte Tools und Technologien sind Augmented und Virtual Reality-Anwendungen (21 Prozent), AI-unterstütztes Marketing (19 Prozent), sowie Influencer-Kooperationen (16 Prozent). „Es ist erstaunlich, dass Influencer-Kooperationen nur von 16 Prozent in der Zukunft geplant sind. Influencer-Marketing ist eines der Trend-Themen im Marketing. Umso überraschender ist es, dass die Hälfte der deutschen KMUs Influencer nicht als wichtig für ihren Geschäftserfolg ansehen“, ergänzt Dominik Dreyer. 23 Prozent planen zudem ein Booking-Tool einzuführen. Dieses Feature bietet Groupon seinen Partnern bereits an und ermöglicht ein einfaches und unkompliziertes Reservierungs- und Auslastungsmanagement.

Ein wichtiger Bestandteil von Marketingaktivitäten und -kampagnen, sowohl off- als auch online, ist deren Auswertung. Um den ROI (return on investment) zu analysieren, bieten sich verschiedene Daten an. Mehr als jedes dritte deutsche KMU (35 Prozent) nutzt jedoch keinerlei Daten, um den ROI zu bestimmen. Damit liegen deutsche Unternehmer weit hinter den anderen befragten Ländern. In Polen nutzen im Vergleich nur 8 Prozent der KMUs keine Daten zur Marketinganalyse, gefolgt von Italien (9 Prozent), Spanien (11 Prozent) und Großbritannien (19 Prozent).

Jedes siebte KMU hat mit Groupon eine Marketingkampagne umgesetzt

„Die Ergebnisse zeigen, dass es noch viel Nachholbedarf und Aufklärung im digitalen Marketing bei deutschen KMUs gibt“, sagt Dominik Dreyer. „Neben einer klassischen Plattform ist Groupon auch ein Marketing-Tool und bietet einen umfangreichen Service. Das bedeutet, dass wir unsere Partner beraten und mit ihnen auf Wunsch gemeinsam maßgeschneiderte skalierbare Kampagnen entwickeln. Der Geschäftserfolg hat dabei oberste Priorität. 73 Prozent der Befragten wünschen sich Unterstützung und Beratung im Bereich Online Marketing. Es wäre demnach fatal, wenn wir – die Branche – die KMUs alleine lassen. Das Potenzial sollte gemeinsam genutzt werden.“ Die Studie zeigt, dass von diesen Groupon-Services in der Vergangenheit bereits jeder siebte Marketingentscheider eines deutschen KMUs (14 Prozent) profitiert hat. 12 Prozent der Kooperationen haben davon in den letzten 12 Monaten stattgefunden.

 

Lese-Tipp:

1. Wie können sich Gastronomen Werbung, Marketing und PR zu nutze machen? Gabriel Kolar, Managing Director bei Peter Sechehaye PR, erklärt in diesem Beitrag, wer Werbung braucht und wann das Einschalten einer Agentur Sinn macht.

2. Welche Bedeutung haben Social Media-Kanäle für die Gastronomie? Jacob Dornhege, Experte für Social Media im Hotel- und Gaststättengewerbe, zeigt in unserem Beitrag, wie der Einstieg in die Plattformen gelingt.

 

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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