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Recup Rebowl

Mehrwegsysteme im Vergleich

Datum: 15.06.2022Quelle: Recup | Ort: München

Mit der ab 01.01.2023 in Kraft tretenden Mehrwegpflicht ist eines klar: Gastronomiebetriebe kommen um Mehrwegangebote nicht herum. Wie sie die gesetzliche Vorgabe aber konkret umsetzen, ist nicht geregelt. Mittlerweile gibt es verschiedene spezialisierte Anbieter, die Mehrwegbehälter und ganze Systeme im Portfolio haben. Die professionellen Systeme unterscheiden sich u.a. im Abrechnungsmodell: Zahlt man je ausgegebenem Behälter oder eine monatliche Gebühr? Außerdem gibt es den Ansatz, dass Gastronomiebetriebe eigene Mehrwegbehälter ausgeben.

Diese Übersicht zeigt die verschiedenen Systeme und klärt, nach welchen Kriterien Gastronomen eine passende Mehrweglösung finden. Beleuchtet werden folgende Faktoren: Kosten, Arbeitsaufwand im Betriebsalltag, Kundenfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Außerdem stellen wir die Frage: Lohnen sich die großen Anbieter von Mehrwegsystemen, wie die Lösung RECUP/REBOWL, oder ist es sinnvoller, im eigenen Betrieb mit einer individuellen Lösung zu arbeiten?

Recup RebowlAuswahl der passenden Mehrwegbehälter

Die Kosten für Mehrwegbehälter teilen sich auf in Anfangsinvestitionen und laufenden Kosten bei regelmäßiger Nutzung. Gesetzlich geregelt ist, dass Einweg- und Mehrwegprodukte im Gastronomiebetrieb „zu gleichen Bedingungen” angeboten werden müssen. Das heißt, dass die Mehrwegalternative für den Endkonsumenten nicht teurer sein darf als Einweg. Der klassische Porzellanbecher, der für 15€ vom Gast gekauft werden muss, dient also nicht zur Erfüllung der Mehrwegpflicht.

Zur Anfangsinvestition zählt u.a. der Kauf von Mehrwegbehältern. Wer hier auf ein eigenes System setzt, hat grundsätzlich die Wahl: Alle Objekte, die sich auswaschen und wiederverwenden lassen, heißen Mehrwegbehälter. Der Nachteil der individuellen Lösung ist, dass der Gastronom die Behälter verbindlich kaufen muss. Er ist von Warenlieferketten abhängig, die ggf. nicht auf die Gastronomie abgestimmt sind und hat keine Möglichkeit, ungenutzte Behälter zurückzugeben.

Anders ist es bei professionalisierten Poolsystemen mit Pfand: Sie bieten die eigenen Mehrwegbehälter zum Verleih an. Gastronomen borgen sich die Behälter zum gleichen Pfandbetrag, zu dem sie diese an ihre Gäste ausgeben. Wenn zu viele Mehrwegbehälter im Gastronomiebetrieb stehen oder die Gäste mehr Behälter zurückgeben, als ausgeliehen wurden, können die Gastronomen die Behälter an den Systembetreiber zurückschicken und bekommen das hinterlegte Pfand vollständig erstattet. Außerdem sind die Lieferketten der Systembetreiber auf die Gastronomie spezialisiert. In der Regel kann schnell und unkompliziert auf den aktuellen Warenbedarf im Unternehmen reagiert werden. Einige Poolsysteme verlangen von Gastronomen zu Vertragsbeginn eine einmalige Anbindungsgebühr. Hier lohnt es sich zu vergleichen: Der Anbieter RECUP/REBOWL verzichtet bei Einzelgastronomen auf die Gebühr.

Die Abrechnungsart der Poolsysteme: Pay per Use oder Flatrate?

Der Unterschied der Poolsysteme ist die Abrechnungsart: Während einige Anbieter darauf setzen, dass bei jeder Ausgabe eines Mehrwegbehälters eine Gebühr fällig wird („Pay per Use”), sieht die andere Abrechnungsart eine fixe monatliche Gebühr („Flatrate”) vor – unabhängig davon, wie viele Behälter ausgegeben wurden. Das Pay-per-Use-Prinzip erscheint auf den ersten Blick besonders flexibel, birgt aber eine Kostenfalle: Je mehr Behälter im Betrieb ausgegeben werden, desto teurer wird das System für den Gastronomen. Pay-per-Use-Systeme lohnen sich deshalb finanziell nur dann, wenn im Betrieb relativ wenig Behälter ausgegeben werden. Mit Einführung der Mehrwegpflicht und der ständigen Verfügbarkeit von Mehrwegbehältern kann davon ausgegangen werden, dass sich Endkonsumenten an das Pfandsystem gewöhnen und es verstärkt nutzen wollen.

Kalkulierbare Kosten bietet die Flatrate: Mit einem festen monatlichen Betrag kann entsprechend vorausschauend geplant werden – der Gastronom macht sich unabhängig von der konkreten Anzahl ausgegebener Mehrwegbehälter. Außerdem lässt dieses Abrechnungsmodell einen Break Even Point zu: Mit jedem ausgegeben Pfandstück werden die Kosten für den Einwegbehälter eingespart und somit ist die monatliche Nutzungsgebühr ab einer bestimmten Stückzahl ausgegebener Mehrwegbehälter refinanziert. Bei diesem Abrechnungsmodell verzeichnet der Gastronom einen zusätzlichen Gewinn, der bei Pay-per-Use-Modellen nicht möglich ist.

Aufwand im Betriebsalltag: Unkompliziert und platzsparend

Allen Systemen gemein ist der zusätzliche Spülaufwand für den Gastronomiebetrieb. Mehrwegbehälter müssen nicht nur ausgegeben werden, sondern die Unternehmen sind auch verpflichtet, sie wieder zurückzunehmen.

Allerdings gibt es Faktoren, die das Handling im Betriebsalltag unterschiedlich stark beeinflussen: Die Aus- und Rückgabe sollte im laufenden Betrieb so unkompliziert wie möglich sein. Der Prozess muss ohne großen Mehraufwand funktionieren, denn dann wird er auch vom eigenen Team am besten akzeptiert. Das heißt auch, dass das System eingängig sein muss und technische Hürden so niedrig wie möglich gehalten werden.

Ein weiterer relevanter Faktor ist die Aufbewahrung: Alle Mehrwegbehälter, die der Betrieb neu einführt, werden zusätzliche Lagerkapazitäten beanspruchen. Bei der Auswahl der Mehrwegbehälter sollte darauf geachtet werden, dass sie handlich sind und sich gut stapeln lassen. Einige Produkte sind womöglich günstig, aber sperrig und füllen bei geringer Stückzahl das Lager bis zur Decke. Für die Gastronomie konzipierte Behälter sind platzsparend stapelbar: Der Mehrwegbecher RECUP weist im Durchschnitt lediglich eine Stapelhöhe von 16mm auf und nimmt damit deutlich weniger Lagerfläche ein als handelsübliche Trinkgläser.

Der Stammkunde kommt nicht wegen Mehrwegbehältern, der Neukunde schon

Die individuelle Mehrweglösung bindet Gäste an den Betrieb, weil sie die Behälter nur an einem Standort zurückgeben können. Genau dieses Prinzip kann auch gegenteilig wirken, weil es Aufwand für den Gast bedeutet. Auch für die Mitarbeiter fällt Arbeit an: Sie müssen das neue System jedem Gast erklären. Bekannte Mehrwegsysteme arbeiten so, dass die Mehrwegbehälter bei allen teilnehmenden Betrieben zurückgegeben werden können. Das ist deutlich einfacher für Kunden, die dadurch spontan Mehrwegbehälter an verschiedenen Orten zurückgeben können. Gastronomen profitieren außerdem von der Bekanntheit großer Marken: Sie werden in Apps und auf Webseiten als Partner gelistet und können auf ihren Betrieb als Ausgabe-und Rückgabestelle aufmerksam machen. Mit dem Anschluss an große Mehrwegsysteme können Gastronomen Sichtbarkeit und somit Neukunden generieren.

Nachhaltigkeitskonzept: Was ist wirklich ökologisch?

Pfandsysteme sind umso ökologischer, je häufiger die Behälter genutzt werden. Deswegen ist es wichtig, dass diese leicht und robust sind und dass sie aus recycelbarem Material produziert werden. Glas erscheint nachhaltig, ist aber für den häufigen Einsatz und Transport nicht geeignet: Erstens ist der Ressourcenaufwand in der Herstellung hoch, zweitens gehen die Glasbehälter schnell kaputt und drittens sind sie schwer und somit unkomfortabel beim Transportieren.

Die großen Anbieter setzen bei ihren Behältern auf Mono-Plastik, denn es gilt als effiziente Lösung. Das Material ist leicht und strapazierfähig, sodass die einzelnen Behälter bis zu 1.000 Mal eingesetzt werden können. Für das Recycling ist ausschlaggebend, dass die Mehrwegbehälter aus einer einzigen Plastiksorte hergestellt werden – nur dann können sie vollständig recycelt werden. Auch diesbezüglich empfehlen sich die Pfandbehälter von RECUP/REBOWL: Sie werden in Deutschland hergestellt und bestehen aus Polypropylen, das besonders recycling-freundlich ist.

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