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Mehrweg

Mehrwegkreislauf schließen – #spürbargrün

Datum: 20.09.2021Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bild: Tiffin Loop | Ort: München

Ab 1. Januar 2023 sind gastronomische Betriebe dazu verpflichtet, für Essen to go eine Mehrwegalternative zu Einwegverpackungen anzubieten – zu gleichen Konditionen für die Gäste. In der aktuellen Ausgabe des GVMANAGER stellen wir verschiedene Mehrwegsysteme, Anbieter sowie Materialien vor. Doch Porzellan und Glas können brechen, Edelstahl deformieren und Kunststoffe verkratzen. Wohin also mit Mehrwegbehältnissen, die für die Mitnahme von Speisen nicht mehr in Frage kommen?

Kunststoffbehältnisse recyceln

Um Nachhaltigkeit bis zum letzten Schritt zu gehen, müssen ausgediente Schalen sachgerecht entsorgt werden. Gastronomen und GV-Betriebe können Kunststoffbehältnisse der Anbieter Ornamin, Rebowl und Relevo an die Unternehmen zurückschicken. „Sollte ein Produkt defekt sein oder durch jahrelange häufige Nutzung unansehnlich werden, nimmt Ornamin diese zurück und es wird als Rohstoff für neue Produkte, z. B. Kabelrohre, eingesetzt“, erklärt Natalie Dobler, Bereichsleiterin Vertrieb bei Ornamin. Matthias Potthast, Co-Founder und Geschäftsführer von Relevo, die ihre Schalen von Ornamin beziehen, betont: „Unser Mehrweggeschirr wird also nach Ablauf nicht zu Müll, sondern wird down-gecycelt“.

Alternativ können Kunststoffbehältnisse auch in der gelben Tonne entsorgt werden, Lisa Wernick, Presse und Kommunikation bei Rebowl, weist aber darauf hin, dass vollständiges Recycling dann nicht gewährleistet ist.

Edelstahl – Reparatur oder Altmetall

Tiffin Loop (siehe Titelbild) bietet kunststofffreie Edelstahlbehältnisse an. Defekte „Tiffins“, die keinen Materialfehler aufweisen, sondern bei denen nur Henkel oder Verschluss fehlen oder diese nicht mehr funktionstüchtig sind, können an Tiffin Loop zur Reparatur geschickt werden. Behälter, die nicht mehr reparierbar sind, nimmt Tiffin Loop ebenfalls zurück und kümmert sich um die Entsorgung. Ansonsten ist Edelstahl als Altmetall beim Wertstoffhof zu entsorgen.

Porzellan und Glas richtig entsorgen

Bei Glasbehältnissen ist die Sache klar, sie gehören in den Glascontainer. Nicht aber Porzellan, auch wenn dies ein hartnäckiger Mythos behauptet, stellt Laura Strüwer, Marketing bei Tableroc, heraus und begründet: „Da Porzellan einen deutlich höheren Schmelzpunkt als Glas hat, gehört es nicht in den Glascontainer. Geschirre oder Tassen gehören in kleinen Mengen in die Restmülltonne. In großen Mengen wird wird die Tonne natürlich zu schwer und es wäre besser, das Geschirr direkt zum Recyclinghof zu bringen.“ Dort wird es zusammen mit anderem Bauschutt zerkleinert und für neue Bauprojekte eingesetzt.

Handelt es sich bei der „Beschädigung“ nur um Risse in der Glasur, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Geschirr nicht mehr zu 100 Prozent hygienisch ist und entsorgt werden muss. Dies ist abhängig von der Produktion und vom verwendeten Material. Speziell für die Gastronomie gibt es neue Technologien, wie das Bonna Premium Porzellan, mit dem dieses Problem der Vergangenheit angehört.

Antonia Perzl / Redaktion GVMANAGER

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