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Ab dem 01. Januar 2023 sind alle gastronomischen Betriebe zu einem Mehrwegangebot verpflichtet. Welche Kosten fallen für Mehrwegbehälter an?

Kosten sparen durch Mehrweg: Was auf die Gastronomie zukommt

Datum: 30.05.2022Quelle: Recup | Ort: München

Sie sind flexibel und bequem, aber auch ressourcenintensiv und umweltschädlich: Einwegverpackungen. In Deutschland fallen pro Kopf jährlich 76 Kilogramm Kunststoffabfall an und mehr als die Hälfte davon (55 Prozent) geht auf das Konto von To-go- und Take-away-Verpackungen für Speisen und Getränke. Um dem steigenden Aufkommen des Verpackungsmülls entgegenzuwirken, setzt die Politik ab 2023 auf die Mehrwegpflicht: Ab dem 01. Januar 2023 sind alle gastronomischen Betriebe zu einem Mehrwegangebot verpflichtet.

Kunden müssen zur Mehrwegalternative im Betrieb gut sichtbar informiert werden und Mehrweg zu den gleichen Konditionen mitnehmen können, wie Einweg. Das heißt, es reicht nicht, z. B. Mehrwegbehälter einfach zum Kauf für Kunden anzubieten. Wir fassen im Folgenden zusammen, mit welchen Kosten für Mehrweg Gastronomen rechnen müssen.

Einmalige Kosten für Mehrweg: Einführung eines Mehrwegsystems

Um Mehrweg anbieten zu können, müssen zu Beginn vor allem die Anschaffungskosten für Mehrwegbehälter berücksichtigt werden. Hier ist im Vorteil, wer Mehrwegbehälter nicht selbst kauft, sondern bei Anbietern Mehrwegbehälter gegen Pfand ausleiht. So können Behälter, die nicht genutzt werden, zurückgegeben werden und der Gastronom erhält sein hinterlegtes Pfand vollständig zurück.

Mehrwegpfandsysteme funktionieren so, dass Gastronomen in der Regel 1 Euro Pfand pro Mehrwegbecher beim Anbieter hinterlegen und die Becher für den gleichen Pfandbetrag an ihre Kunden ausgeben. So stellt das hinterlegte Pfand zwar eine Anfangsinvestition dar, wird aber schnell zum durchlaufenden Posten für den Gastronom. Die Möglichkeit, die Mehrwegbehälter jederzeit an den Anbieter zurücksenden zu können und das Pfand vollständig erstattet zu bekommen, senkt das Einstiegsrisiko signifikant gegenüber selbst gekaufter Behälter.

Einige Anbieter verlangen zu Beginn zusätzliche eine Startgebühr, um am Mehrwegsystem teilnehmen zu können. Systeme, wie zum Beispiel Recup mit den Produkten Recup und Rebowl verzichten auf die Anbindungsgebühr für Einzelgastronomen.

Wiederkehrende Kosten für Mehrweg: Betrieb eines Mehrwegsystems

Zu den wiederkehrenden Kosten zählen vor allem Energiekosten, die durch zusätzliche Spülvorgänge der Mehrwegbehälter entstehen. Durch Nutzung professioneller Gastrospülmaschinen mit speziellen Einsatzkörben für Mehrwegbehälter lässt sich der Spülvorgang besonders effizient halten.

Ein gängiges Abrechnungsmodell etablierter Mehrweganbieter ist die Abrechnung einer monatlich gleichbleibenden Nutzungsgebühr. Gastronomen zahlen im Durchschnitt etwas mehr als  1 Euro pro Tag, um Teil des Mehrwegsystems zu sein. Der Vorteil des fixen Abrechnungsmodells ist die Planbarkeit. Auch bei erhöhter Nachfrage von Mehrwegbehältern durch Kunden, steigt die Gebühr für den Gastronomen nicht.

Gegebenenfalls müssen für die Lagerung der Mehrwegbehälter im Betrieb zusätzliche Flächen eingeplant werden. Behälter, die besonders platzsparend stapelbar sind, sind hier im Vorteil.

Mehrwegbehälter zirkulieren durch einfaches Ausleihen und Zurückbringen

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Kosten für Mehrweg und Einweg im Vergleich

Mehrweg rechnet sich für Gastronomen dann, wenn die Nutzungsgebühr, die von Anbietern verlangt wird, refinanziert werden kann. Voraussetzung dafür ist eine fixe Nutzungsgebühr, die unabhängig von der Anzahl der ausgegebenen Mehrwegbehälter berechnet wird. Denn dann gilt: je häufiger Mehrweg ausgegeben wird, desto schneller lohnt sich Mehrweg für den Gastrobetrieb.

Als Café 600 Euro im Jahr sparen

Nehmen wir an, ein Café in der Augsburger Altstadt verkauft im Durchschnitt 30 To-go-Getränke pro Tag an 52 Wochen im Jahr. Bisher wurden alle Getränke im Einwegbecher ausgegeben und 9 Cent pro Becher im Einkauf gezahlt. Jedes Jahr kommen so Kosten in Höhe von 982,80 Euro für Einwegbecher zustande und es entsteht ein Müllberg aus 10.920 Einwegbechern.

Der Anschaulichkeit halber stellt unser Beispiel-Café nun komplett auf Mehrweg um: Dafür leiht es einmal 90 Mehrwegbecher und hinterlegt 90 Euro Pfand beim Anbieter, das er bei jedem Kunden 1:1 verrechnet. Das Pfand wird also zum durchlaufenden Posten für das Café.

Mit unserer Annahme, dass die gleichbleibende Nutzungsgebühr bei etwas mehr als 1 Euro/Tag liegt, zahlt das Café pro Jahr 372€ Euro an den Mehrweganbieter, statt wie bisher 982,80 Euro für Einwegbecher auszugeben. Es entsteht eine Differenz von 610,80 Euro.

Hier lässt sich das individuelle Einsparpotenzial berechnen.

Auch unter Berücksichtigung von zusätzlichen Energie- und Lagerkosten, kann davon ausgegangen werden, dass Gastronomen bei Mehrwegsystemen mit fixer Nutzungsgebühr auch finanziell gegenüber Einweg profitieren.

Bereits über 11.500 Partner in ganz Deutschland nutzen die Produkte Recup und Rebowl und bilden damit Deutschlands größtes Mehrwegsystem für Take-away und To-go. Die Recup-Mehrwegbecher und Rebowl-Mehrwegschalen lassen sich vielseitig einsetzen und sind beide in der fixen Nutzungsgebühr inkludiert. Im Durchschnitt lässt sich die Gebühr bereits ab 12 ausgegebenen Mehrwegbechern oder 6 ausgegebenen Mehrwegschalen pro Tag refinanzieren.

Werde Teil des Recup-Mehrwegsystems!
Ansprechpartnerin: Franziska Hertig
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Recup

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