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Fingerprint Smartphone

Fingerabdruck oder Gesichtserkennung?

Datum: 10.12.2019Quelle: Visa; Photo by Lukenn Sabellano on Unsplash | Ort: Frankfurt a. M.

Deutsche Konsumenten empfinden biometrische Authentifizierungsmethoden während des Bezahlvorgangs als sicherer und einfacher als traditionelle Methoden wie Passwörter oder PINs, zeigt eine neue Studie im Auftrag von Visa. Bei der weltweiten Studie des Meinungsforschungsinstituts Fabrizio Ward, LLC, wurden Kreditkarteninhaber zu verschiedenen Authentifizierungsmethoden befragt – unter anderem 1.000 Teilnehmer in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass die Authentifizierung per Fingerabdruck bei den befragten deutschen Konsumenten mit einer Zustimmung von 90 % als am sichersten angesehen wird.

Biometrische Authentifizierung beliebter als traditionelle Methoden
Neben der Authentifizierung per Fingerabdruck genießen aber auch andere biometrische Technologien bei den deutschen Karteninhabern starkes Vertrauen: 84 % der Befragten empfinden einen Irisscan als sicher, 79 % die Gesichtserkennung und 54 % Spracherkennung. Bei den klassischen Authentifizierungsmethoden genießen einmalige Passwörter mit 81 % die größte Zustimmung, gefolgt von Authentifizierung per PIN (77 %), Passwörtern (73 %) und dem Beantworten von Sicherheitsfragen (51 %). Das Schlusslicht bildet die Authentifizierung per Unterschrift: Nur 37 % der Befragten vertrauen dieser Art der Authentifizierung.

Komfort und Einfachheit bei Authentifizierung wichtig für Kaufabschluss
Bei der gestiegenen Nachfrage nach biometrischen Authentifizierungsmethoden spielt vor allem der Komfort und die Einfachheit des Bezahlvorgangs eine große Rolle: 62 % der Befragten in Deutschland gaben an, schon einmal einen Online-Kauf abgebrochen zu haben – oftmals aufgrund von Problemen beim Log-In in ihren Account oder weil sie ihr Passwort vergessen hatten. 22 % sagten weiterhin, dass sie ihre Karte nicht zur Hand hatten, während 13 % durch einen technischen Fehler vom Kaufabschluss abgehalten wurden oder das benötigte einmalige Passwort von ihrer Bank nicht zugesendet bekamen.

Potentielle Sicherheitsrisiken traditioneller Authentifizierungsmethoden
Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass Biometrie im Vergleich zu Passwörtern als schneller und einfacher zu bedienen (57 %) angesehen wird. Auch wenn biometrische Authentifizierungsmethoden sich noch in der Startphase befinden, haben sich 62 % der Befragten in Deutschland schon einmal per Fingerabdruck authentifiziert. 35 % nutzten bereits die Gesichtserkennung.

Mit der Einführung der neuen Anforderungen der Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) und der damit verbundenen starken Kundenauthentifizierung (SCA) in Deutschland, zeigt die von Visa in Auftrag gegebene Studie, dass ein großes öffentliches Interesse nach Biometrie besteht: Rund ein Drittel der Befragten (36 %) gab an, dass sie in der vergangenen Woche biometrische Authentifizierung für eine Zahlung verwendet haben. „Deutsche Online-Händler müssen bis Dezember 2020 vollständig PSD2-konform sein. Für eine reibungslose Umsetzung ist es wichtig, dass sich alle Mitglieder des Payment Ökosystems frühzeitig mit den Anforderungen der PSD2 auseinandersetzen“, so Jürgen Schübel, Head of Merchant Solutions & Acceptance Central Europe bei Visa. „Biometrische Verfahren bieten einen sicheren und einfachen Weg, um die neuen Authentifizierungsanforderungen zu erfüllen – und unsere aktuelle Studie zeigt, dass die Konsumenten bereit dafür sind.“

Konsumenten wollen eine Auswahl haben
Wenn es um Authentifizierung geht, wünschen sich Verbraucher verschiedene Auswahlmöglichkeiten, wie die Studie zeigt: 84 % der Befragten sagen, dass sie gerne zwischen mehreren biometrischen Authentifizierungsmethoden wählen würden. Mehr als die Hälfte (54 %) geben an, dass sie Banken und Zahlungskarten wechseln würden, wenn ihr aktueller Anbieter keine biometrischen Authentifizierungsoptionen anbietet – was zeigt, dass bessere Authentifizierungserfahrungen wichtige Wettbewerbsvorteile sind. Visa verfügt über die Technologie, die zur Unterstützung einer Reihe von Authentifizierungsmethoden nötig ist. So wird es für Finanzinstitute und Händler möglich, sich an die veränderten Kundenbedürfnisse anzupassen und gleichzeitig die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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