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Start Low DGE Hochschule Albstadt-Sigmaringen Kindergarten Essen Kinder Kita

Weniger Salz, Zucker und Fett

Datum: 16.02.2021Quelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen, DGE | Bilder: DGE, Colourbox.de | Ort: Albstadt-Sigmaringen, Bonn

Wie können Standardrezepturen so verändert werden, dass zwar weniger Salz, Zucker und Fett eingesetzt werden, zugleich aber der Geschmack nicht leidet? Mit welchen Maßnahmen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung hierbei unterstützt werden können, darum geht es im Projekt Start Low, dass die Hochschule Albstadt-Sigmaringen gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und dem Unternehmen Pro Care Management umsetzt. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt und läuft bis Oktober 2023.

Start Low: Nährwerte optimieren

Start Low DGE „Wir wollen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in der Lebenswelt Kita aktiv dabei unterstützen, Salz und Zucker in ihren Gerichten zu reduzieren und den Einsatz von Fett in den Mahlzeiten zu optimieren“, erklärt Prof. Dr. Astrid Klingshirn, die das Projekt seitens der Hochschule zusammen mit Prof. Dr. Andrea Maier-Nöth betreut. Konkret sollen Standardgerichte in Bezug auf ihre Nährwerte optimiert sowie Maßnahmen entwickelt werden, die zur Akzeptanz der gesünderen Speisen beitragen.

Dafür werden:

  • Empfehlungen zu nährwertoptimierten Reformulierungen von Standardrezepturen erarbeitet.
  • Nudging-Maßnahmen entwickelt, die zur Unterstützung der Akzeptanz von nährwertoptimierten Speisen beitragen.
  • bestehende Rezepte überarbeitet und für die Qualitätsentwicklung wird ein Instrument für Essensanbieter entwickelt, um den Einsatz von Salz, Zucker und Fett zu beurteilen.
  • Schulungsmaterialien erstellt, die es Akteuren der GV, aber auch Eltern und Multiplikatoren ermöglichen, die verschiedenen Aspekte eines gesundheitsfördernden Ernährungsverhaltens umzusetzen.

Bewusster Einkauf und Zubereitung

Bereits heute gebe es seitens der Lebensmittelindustrie zahlreiche Bestrebungen, den Salz-, Zucker- und Fettgehalt in den Produkten zu reduzieren sowie die Fettqualität zu verbessern, sagt Andrea Maier-Nöth. „Doch auch die Essensanbieter haben vieles selbst in der Hand.“ Sie könnten beispielsweise bereits im Einkauf auf die bewusste Auswahl von vorgefertigten Produkten achten oder während der Zubereitung schrittweise Salz und Zucker reduzieren sowie Fett optimal einsetzen.

Um herausfinden, wie salz-, zucker- oder fettreduzierte Speisen bei den Kleinsten ankommen, werden Verbrauchertests und Kinderinterviews durchgeführt, bevor die Forscher in einer umfassenden Analysephase der Frage nachgehen, wie sensorische Stimulationen und sogenannte Nudging-Maßnahmen dazu beitragen können, die Akzeptanz zu erhöhen.

Schulungsmaterial für Erzieher und Eltern

„Aus den gesammelten Ergebnissen werden Schulungsmaterialien für Mitarbeitende in der Kitaverpflegung und Materialien zur Elternkommunikation erstellt“, erklärt Andrea Maier-Nöth. Zuletzt wird geprüft, wie sich das Ganze auf andere Lebenswelten mit Gemeinschaftsverpflegung übertragen lässt. Die entwickelten Unterstützungsmaßnahmen werden dann entsprechend angepasst.

Redaktion Schulverpflegung

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