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Ornamin To go

Verbraucher wollen weniger To-Go Abfall

Datum: 21.11.2018Quelle: Ornamin | Ort: Minden

Deutschland ist Europameister – zumindest wenn es um Müll geht: 220 Kilogramm Verpackungsmüll werden hier pro Person pro Jahr produziert. Geht es nach Verbraucherinnen und Verbrauchern, muss sich das ändern: 96 % halten es für eher oder sehr wichtig, dass weniger Verpackungsmüll entsteht, wie eine aktuelle Umfrage von KantarEmnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt.

Zum Verpackungsmüll zählen auch Einweg-To-Go-Verpackungen, deren Verbrauch in den vergangenen Jahren drastisch angestiegen ist. „Der To-Go-Müll ist ein großes Problem und das ist Verbraucherinnen und Verbrauchern bewusst. Sie begrüßen Alternativen und Maßnahmen, um den Verbrauch an To-Go-Verpackungen einzudämmen. Das ist auch ein klares Signal an die Bundesregierung, den Müllbergen entschieden den Kampf anzusagen“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Beispielsweise sprechen sich 71 % der Befragten für einen Preisnachlass aus, wenn man eigene Behälter mitbringt und jeder Zweite begrüßt ein Verbot von Einweg-To-Go-Verpackungen (57 %) sowie die Einführung eines Pfandsystems (55 %).

Jeder Zweite begrüßt ein Verbot von Einweg-To-Go-Verpackungen

Besonders das Thema Coffee to go ist seit der Kampagne der Deutschen Umwelthilfe in aller Munde: Der hohe Einwegbecher-Verbrauch (ca. 320.000 pro Stunde, ca. 3 Mrd. pro Jahr) bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 15 Minuten pro Becher und die damit einhergehende Verschwendung von Ressourcen hat viele Menschen zum Nach- bzw. Umdenken angeregt. Das merkt auch das Mindener Unternehmen Ornamin, das deutschlandweit mittlerweile ca. 300.000 Mehrwegbecher ausliefern durfte: „In unseren Firmengrundsätzen ist die Entwicklung und Herstellung von sinnvollen und nachhaltigen Produkten schon immer fest verankert. Daher freut uns die hohe Nachfrage an unseren Mehrweg-Lösungen sehr“, so Dr. Holger von der Emde, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens.

Die zumeist individuell gebrandeten Becher sind sowohl bei Stadtprojekten (z. B. in Bielefeld, Mannheim, Essen oder Gelsenkirchen), an Universitäten (z. B. Heidelberg, Stuttgart, Saarbrücken) oder auch im kleineren Rahmen (z. B. in eigenständigen Cafés, in Unternehmenskantinen oder auch als Werbegeschenk) im Einsatz. Als Hersteller von Kunststoffgeschirr habe man es aufgrund von unberechtigten Vorurteilen gegenüber dem Werkstoff allerdings nicht immer leicht und lande häufig in der „umweltschädlich-Schublade“. „Daher ist es eine sehr schöne Bestätigung, dass wir bei vielen Projekten, in denen in der Regel Umwelt-Experten mitentscheiden, den Zuschlag erhalten – weil einerseits die hohe Verarbeitungsqualität made in Germany, aber auch die Materialeigenschaften von Kunststoff für nachhaltige Mehrweg-Lösungen überzeugen“, freut sich von der Emde.

Luxemburg: Landesweites Mehrwegsystem mit Pfand für To-Go-Essensverpackungen

Auch das „Ministère du Développement durable et des Infrastructures“ (frei übersetzt: das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur) in Luxemburg setzt auf die Mehrweg-Expertise von Ornamin und führte im Frühjahr dieses Jahres ein landesweites Mehrwegsystem mit Pfand für To-Go-Essensverpackungen ein: Die sogenannte Ecobox. Hierfür wurde Ornamin sowohl für die Artikelkonstruktion als auch für die Produktion der beiden Schalen (0,5 l und 1,0 l Füllmenge) mit Deckel beauftragt. „Ein zentraler Vertragsbestandteil in diesem Projekt ist, dass Ornamin sich verpflichtet hat, ausgemusterte Schalen wieder zurückzunehmen und zu 100 % zu recyceln, sodass ein geschlossener Recyclingkreislauf gewährleistet ist. Durch dieses sogenannte werkstoffliche Recycling wird Abfall komplett vermieden“, erklärt von der Emde.

 

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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