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Revival der Körnererbsen

Datum: 28.01.2020Quelle: UFOP | Ort: Berlin

Stand die Körnererbse bei unseren Großmüttern noch regelmäßig auf dem Speiseplan, war sie zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geraten. Jedoch sorgen ihre wertvollen Inhaltsstoffe dafür, dass sie heute wieder neu entdeckt wird. Hochwertiges pflanzliches Eiweiß gepaart mit einem hohen Gehalt an Stärke zeichnen Körnererbsen aus.

Vor allem in vegetarischen und veganen Trendprodukten sind Erbsenprotein sowie Erbsenfasern zur Anreicherung mit Ballaststoffen gefragte Zutaten. Aus Erbsenmehl kann über verschiedene Verarbeitungsschritte ein so genanntes Proteinisolat mit bis zu 86 % Proteingehalt hergestellt werden. Wegen seiner günstigen Zusammensetzung und aufgrund seiner hohen Löslichkeit bei
gleichzeitig guter Verdaulichkeit und Verträglichkeit wird Erbsenprotein als Ersatz von Milcheiweiß, Hühnerei-Bestandteilen oder auch anderen pflanzlichen Eiweißen verwendet.

Außer in Fleischersatzprodukten wie in einer Reihe von aktuell sehr gefragten veganen oder vegetarischen Burger-Pattys spielt Erbsenprotein mittlerweile eine zunehmend wichtige Rolle in milch- bzw. glutenfreien Erzeugnissen wie Desserts oder Speiseeis. Daneben kommt es auch in Riegeln und Shakes in Spezialprodukten für Sportler zum Einsatz. Außerdem lässt sich bei Teig- und Backwaren durch die Zugabe von Erbsenmehl oder Erbsenproteinisolat der Proteingehalt steigern. Aufgrund der höheren Wasserbindungskapazität lässt sich auch die Frischhaltung verbessern.

Körnererbsen – ein Gewinn für die Natur

Durch die steigende Nachfrage sind Körnererbsen zu einer interessanten, Anbaualternative mit vielen Vorteilen für Landwirtschaft und Umwelt geworden. Hierfür verantwortlich ist vor allem eine Besonderheit, die sie, wie auch alle anderen Hülsenfrüchte, einzigartig macht. So leben diese eiweißreichen Körnerleguminosen, wie sie auch genannt werden, in einer Symbiose mit Knöllchenbakterien. Diese siedeln sich an den Wurzeln der Pflanzen an und nutzen deren unterirdische Ausscheidungsprodukte. Im Gegenzug können die Erbsen über die Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft nicht nur binden, sondern auch verwerten. Aus diesem Grund benötigen die Pflanzen keine zusätzlichen Stickstoffgaben.

Im Mai, wenn die Körnererbsen ihre zarten weißen Blüten zeigen, liefern sie Nektar und Pollen für Bienen und andere Insekten, obwohl sie Selbstbestäuber sind. Werden die reifen Erbsen schließlich geerntet, bleiben die Reste der Pflanze und alle Wurzeln auf dem Feld zurück. Die darin enthaltenen Stickstoff-Vorräte stehen dann den nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung. So ziehen auch die folgenden Ackerkulturen einen großen Nutzen aus dem Anbau der Körnererbsen.

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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