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Lebensmittel aus der Region sollen auch in der Gemeinschaftsverpflegung eine größere Bedeutung bekommen. Die neue Online-Plattform RegioVerpflegung hilft dabei.

Regionale Wertschöpfung steigern

Datum: 28.07.2020Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten | Foto: Judith Schmidhuber/StMELF | Ort: München

Lebensmittel aus der Region sollen auch in der Gemeinschaftsverpflegung eine größere Bedeutung bekommen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (siehe Foto) hat deshalb die neue Online-Plattform RegioVerpflegung gestartet, die den Einsatz heimischer Lebensmittel in Großküchen erleichtern soll. Auf dieser können sich künftig die Verantwortlichen der bayerischen Großküchen mit Erzeugern, Verarbeitern und Händlern vernetzen. Küchenchefs verschiedener Einrichtungen – vom Kindergarten bis zur Senioreneinrichtung – finden hier regionale und bioregionale Lebensmittel, die auch in Großgebinden angeboten werden. Umgekehrt können landwirtschaftliche Erzeuger, Verarbeiter und Händler aktiv nach Partnern in der Gemeinschaftsverpflegung suchen und sie kontaktieren. „Damit bringen wir Angebot und Nachfrage gezielt zusammen und steigern damit insgesamt die regionale Wertschöpfung“, erklärt die Ministerin.

RegioVerpflegung ergänzt Angebot

Die Gemeinschaftsverpflegung in Bayern hat nach Angaben von Michaela Kaniber als Absatzmarkt ein enormes Potenzial. Rund 1,8 Mio. Mittagessen werden pro Tag ausgegeben. „Wenn es uns gelingt, auch hier mehr heimische Lebensmittel auf die Teller zu bringen und die Essensgäste dafür zu begeistern, ist viel gewonnen. Ganz gleich ob Landwirt, Bäcker, Metzger oder auch regionaler Händler – von der Plattform können alle profitieren, die mitmachen“, ist die Ministerin überzeugt.

RegioVerpflegung ergänzt die bereits bestehenden Angebote www.regionales-bayern.de und www.wirt-sucht-bauer.de. Für alle drei genügt eine einzige Anmeldung. So können sich Anbieter unkompliziert auf drei Kanälen präsentieren und damit Kontakte zu Endverbrauchern, Wirten oder auch Küchenchefs knüpfen.

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Wussten Sie, dass der Bio-Anteil in Deutschland in der Außer-Haus-Verpflegung bei gerade mal 1,3 Prozent liegt? Warum das so ist und wie der Wert in Zukunft steigen kann, hat uns Sonja Grundnig, Leiterin des Bereichs Außer-Haus-Markt bei Bioland, im Interview erklärt.

Redaktion GVMANAGER

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