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Hygiene Barometer Pilotprojekt

Hygienebarometer gescheitert

Datum: 15.03.2018Quelle: Inhalt: regionalbraunschweig.de | Foto: www.ml.niedersachsen.de | Ort: Braunschweig

Mittels des Hygienebarometer sollen u. a. Gastronomen die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung auf freiwilliger Basis an ihre Gäste weitergeben. Die Städte Braunschweig und Hannover testeten es von April bis Oktober 2017 im Rahmen eines Pilotprojektes. Die Auswertung hat ergeben, dass das Projekt wohl vor dem Aus steht.

Verstöße weiterhin beobachten

“Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass die Generierung der Bescheinigung zum Hygienebarometer und die Mitteilung an den Lebensmittelunternehmer in den Lebensmittelüberwachungsbehörden praktikabel sind. Leider haben nur wenige Betriebe (4 %) von der Möglichkeit eines Aushanges der Bescheinigung zum Hygienebarometer Gebrauch gemacht”, erklärte Natascha Manski, Pressesprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf Anfrage von regionalHeute.de.

Eine Ausweitung unter den Bedingungen des Pilotprojektes auf ganz Niedersachsen lasse keine neuen Erkenntnisse erwarten, und ist daher nicht angestrebt. “Niedersachsen wird sich weiterhin für ein bundesweit einheitliches Vorgehen für den Bereich der Transparentmachung von Ergebnissen der Lebensmittelüberwachung und Veröffentlichung von Lebensmittelwarnungen und Verstößen stark machen und hierzu auch den Dialog mit der neuen Bundesregierung suchen”, so Natascha Manski.

Pilotprojekt: Zum Hintergrund

Seit vielen Jahren fordern die Verbraucherzentralen, u. a. diejenige in Niedersachsen, eine Hygienekennzeichnung in der Gastronomie, z. B. in Ampelform. Mit dem Hygienebarometer wurde in Niedersachsen der erste Schritt getan, nachdem eine bundesweit einheitliche Lösung scheiterte.

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), die Landeshauptstadt Hannover sowie die Stadt Braunschweig starteten am 26. April 2017 die Pilotphase zur Einführung des Hygienebarometers in Niedersachsen. Betriebe, die Lebensmittel an Endverbraucherinnen und -verbraucher abgeben und in den Städten Hannover und Braunschweig planmäßig kontrolliert werden, eine amtliche Hygienebeurteilung. Diese Bescheinigung kann im Lebensmittelbetrieb ausgehängt werden, eine Verpflichtung zum Aushang besteht nicht. Für einen besseren Verbraucherschutz sollte das Hygienebarometer im Anschluss an die Testphase verpflichtend werden.

Gesetzlicher Hintergrund für das Projekt ist eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag (Seite 69) zwischen SPD und Grüne für die 17. Wahlperiode des Niedersächsischen Landtages (2013 bis 2017) zur Einführung eines Hygienebarometers auf Landesebene als Alternative zur gescheiterten bundesweiten Lösung.

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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