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Welche Rolle nehmen Lehrkräfte bei der Schulverpflegung ein? Das zeigen die Ergebnisse einer Studie der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Rolle von Lehrkräften bei der Schulverpflegung

Datum: 07.08.2020Quelle: Pädadgogische Hochschule Freiburg, NQZ | Foto: Colourbox.de | Ort: Freiburg

Welche Funktionen im Rahmen der Schulverpflegung dem Betreuungspersonal in der Mensa zugeschrieben werden, hat die Pädagogische Hochschule Freiburg im Rahmen einer Studie an zwei weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg untersucht. Denn: Schulische Mittagsmahlzeiten bieten viele Möglichkeiten zur Ernährungs- und esskulturellen Bildung.

Befragt wurden Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler und Personal des Schulträgers. Die Rekrutierung der Schulen erfolgte mit Unterstützung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg.

Vorbildfunktion der Lehrkräfte

Im Ergebnis beschreibt die Studie, dass mit dem Handeln von Lehrkräften während der Mittagsmahlzeit vielfältige ernährungspädagogische Aufgaben verbunden werden. So betrachten die Befragten die Lehrkräfte nicht nur als Vorbilder, sie betonen auch deren Verantwortung für eine informelle esskulturelle Bildung.

Toleranz der Essenswahl

In der Beurteilung der Speisenauswahl der Schüler im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Ernährung agieren Lehrkräfte eher vorsichtig. Sie tolerieren individuelle Haltungen zum Essen als Teil des Privatlebens, in das sie sich eher nicht einmischen möchten.

Die Studie zeigt außerdem, dass Lehrkräfte häufig als Privatperson am Mittagessen teilnehmen, weil Arbeitsstunden für die Begleitung der Mittagsmahlzeiten teilweise gar nicht oder nur zu etwa 50 Prozent auf die Arbeitsstunden werden dürfen.

Pädagogisches Potenzial gemeinsamer Mahlzeiten

Nach Auffassung der Experten der Hochschule stärken gemeinsame Schulmahlzeiten die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern. Zugleich weisen sie darauf hin, dass die Schulmahlzeit als institutionelles Setting ein bestehendes Rollenverständnis unterstreicht: Von Lehrkräften wird grundsätzlich die Ausübung einer professionellen Rolle erwartet, ob sie nun als Betreuungskraft oder als Privatperson am Essen teilnehmen.

Daher sollte das Betreuungspersonal mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden, um die (ernährungs-)pädagogischen Potenziale gemeinsamer Mahlzeiten besser zu nutzen. Als hilfreich erachten die Studien-Experten außerdem die Entwicklung entsprechender schulspezifischer Konzepte im Hinblick auf das gemeinsame Essen.

Redaktion Schulverpflegung

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