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Halal

Halal-Fleisch in der Schule?

Datum: 19.08.2018Quelle: Inhalt: Redaktion Gastroinfoportal, Foto: Colourbox.de | Ort: München

Wieviel Religion verträgt die Schulmensa? Kürzlich wurde bekannt, dass über die Einführung von Halal-Fleisch in einer Hamburger Schule diskutiert wurde. Das Hamburger Abendblatt berichtete von einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der AfD. Weiter meldet die Zeitung, dass nach Auskunft der Schulleiterin der Schule Bonhoefferstraße im Stadtteil Billstedt der Elternratsvorsitzende im Februar „unverhältnismäßig vehement“ gefordert hatte, es müsse zukünftig Halal-Fleisch dort angeboten werden.

Kurzzeitig vegetarisch

Aus der Antwort des Senats ginge zudem hervor, dass in einem Mitte Februar erfolgten Gespräch zwischen Schulleitung und Elternratsvorsitzendem über die Unklarheit der Schlachtungsform des Fleisches beim Schulmittagessen diskutiert wurde. Dabei hätte der Elternratsvorsitzende deutlich gemacht, dass es sich nach seinem Verständnis um halal geschächtetes Fleisch handeln muss. Viele Eltern hätten sich daraufhin gegen eine solche Schlachtung ausgesprochen. Aus diesem Grund gab es im Mai zunächst nur vegetarisches Essen, wie das Hamburger Abendblatt schreibt. Seit Anfang September gibt es aber wieder Fleisch.

Aber – so heißt es beim Hamburger Abendblatt – der Elternbeirat widerspricht dem Senat, da es seiner Aussage nach keine solche Forderung gegeben hätte. Denn seit 2015 ist das dort angebotene Fleisch an der Grundschule halal. Grund dafür war die Umstellung auf einen neuen Caterer, der nach Informationen des Magazins Stern 60 Schulen beliefert – mit unterschiedlichen Wünschen, von schweinefleischfrei bis vorwiegend vegan.

Halal-Fleisch oder nicht?

Mittlerweile hat sich auch der Hamburger Schulsenator Ties Rabe eingeschaltet, mit den Worten: „Einen Anspruch bestimmter Gruppen, ihre eigenen Speiseriten oder -vorschriften für das Schulessen durchzusetzen, gibt es nicht. Und wir werden ihm auch weiter entgegentreten“, wird der SPD-Politiker im Hamburger Abendblatt zitiert. Doch das Thema ist nicht neu und wird nicht weniger emotional geführt. Der Caterer zumindest, kann nicht beides anbieten – halal und nicht-halal, dies sei „aufgrund der religiös-hygienischen Vorschriften und der örtlichen Gegebenheiten“ nicht möglich, wird er vom Magazin Stern zitiert.

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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