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Erste United Against Waste-Zwischenbilanz zu Lebensmittelabfall in der Außer-Haus-Verpflegung vorgestellt.

Ein Drittel ist Lebensmittelabfall

Datum: 29.11.2017Quelle: Inhalt und Bild: United Against Waste e.V. | Ort: Wiesbaden

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung stellte der Verein United Against Waste e.V. die deutschlandweit erste Zwischenbilanz zu Lebensmittelabfall (LMA) in der Außer-Haus-Verpflegung vor. „Wir haben den Handlungsbedarf früh genug erkannt und entsprechend gehandelt“, erläutert Torsten von Borstel, Geschäftsführer des Vereins, während er die United Against Waste-Zwischenbilanz den Mitgliedern präsentiert. Seit nunmehr fünf Jahren beschäftigt sich der Verein mit der Vermeidung und Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung. Um auf das Gramm genau nachzuweisen, wie viel Prozent der tatsächlichen Lebensmittelabfälle vermeidbar wären, entwickelte der Verein im Jahr 2014 das Abfall-Analyse-Tool. Abfälle werden anhand vier transparenter Sammelbehälter, die den gesamten Küchenprozess abbilden, sortiert, gewogen und dokumentiert. So konnten innerhalb von 2,5 Jahren insgesamt 393 Messungen durchgeführt und analysiert werden.

United Against Waste-Zwischenbilanz ermöglicht detaillierte Analysen

Damit verfügt United Against Waste bundesweit über die umfangreichste Abfalldatenbasis mit detaillierten Analysen. Ziel der Zwischenbilanz ist es nun, Instrumente für Betriebe in der Außer-Haus-Verpflegung zur Verfügung zu stellen – damit Messungen, Abfallanalysen und das Coaching für eine abfallarme Verpflegung zum Standard werden. Neben umfangreichen Messergebnissen werden in der 50 Seiten umfassenden Bilanz der AHV-Markt, Gesetzgebungen, Herausforderungen an die Branche, Praxisberichte sowie konkrete Lösungen zur Abfallvermeidung dargestellt.

Daten von United Against Waste-Zwischenbilanz schafft Transpranz

Aufgrund der vorhandenen Ressourcen und Datengrundlage haben AHV-Betriebe in der gesamten Wertschöpfungskette das größte Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabfall. Die Zwischenbilanz liefert erstmals gesicherte Werte für Betriebsrestaurants, Krankenhäuser, Hotels und Schulen. Auf dieser Grundlage kann die Entwicklung der gesamten Lebensmittelabfälle in der Außer-Haus-Verpflegung in Deutschland dokumentiert und bewertet werden. Ein solches Monitoring schafft erstmals Transparenz und deckt Ursachen und Einsparpotenziale auf.

Nun gilt es die Messungen noch stärker auszuweiten, um damit ein bundesweites Monitoring zu forcieren. „Eine abfallarme Verpflegung gelingt nur, wenn alle wesentlichen Akteure eingebunden und motiviert werden. Und vor allem: Indem wir eine belastbare Datenbasis zu Lebensmittelverlusten in Deutschland vorlegen können“, erklärt Torsten von Borstel abschließend.

jel / Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit

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