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Colourbox Energy Drinks

Die Gefahr von Energy Drinks

Datum: 23.07.2018Quelle: Inhalt: Verbraucherzentrale Niedersachsen | Foto: Colourbox.de | Ort: Hannover

Die süßen und koffeinhaltigen Energy Drinks oder Shots sind beliebt bei Jugendlichen. Für einige gehören diese Getränke bereits zum Alltag dazu. Den Wenigsten davon ist jedoch bewusst, dass ein hoher Konsum der Getränke mit Gesundheitsrisiken einhergeht. Mehrere europäische Länder haben den Verkauf dieser Erfrischungsgetränke an Minderjährige bereits verboten. In Deutschland sind derzeit keine Verkaufsverbote geplant, die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert es jedoch.

Energy Drinks enthalten hohe Mengen an Koffein, Zucker sowie Taurin, Guarana, Inosit oder Glucuronolacton. Der Zucker liefert Energie und das Koffein sorgt für eine aufputschende Wirkung. Die gesetzliche Höchstmenge für ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk liegt bei maximal 320 mg Koffein pro Liter. Für Erwachsene sind 400 mg Koffein über den Tag verteilt unbedenklich. Das entspricht etwa drei bis vier Tassen Kaffee.

Wirkung von Energie Drinks auf Minderjährige

Anders ist es bei Kindern und Jugendlichen. Bei mehr als 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht und Tag besteht ein Risiko für die Gesundheit. „Ein 13-jähriger Junge (circa 50 kg) hat diese kritische Menge mit einem halben Liter Energy Drink schnell erreicht. Neben vielen Zusatzstoffen, Aromen und Zucker sind bis zu 160 mg Koffein pro halbem Liter enthalten“, sagt  Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Besonders bedenklich sind Energy Shots. Bereits 2009 stufte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Energy Shots als unsicher ein. In einem 60-ml-Shot sind etwa 80 mg Koffein – so viel wie in einer 250-ml-Dose. „Jugendliche, die mehrere Shots trinken, überschreiten viel schneller die Höchstmenge“, warnt Janina Willers.

In Verbindung mit Alkohol oder körperlicher Anstrengung wie beim Sport oder Tanzen auf einer Party können Energy Drinks Nervosität, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen vor den gesundheitlichen Gefahren des erhöhten Koffeinkonsums geschützt werden“, so Janina Willers. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert deshalb das Verkaufsverbot für alle Erfrischungsgetränke mit einem erhöhten Koffeingehalt (über 150 mg pro Liter) an Minderjährige. „Zudem muss die Kennzeichnung verbessert werden: Der Warnhinweis „erhöhter Koffeingehalt“ ist völlig unzureichend und muss ergänzt werden um die Nebenwirkungen in Kombination mit Alkohol und körperlicher Anstrengung“, so die Ernährungsexpertin. Auch Warnhinweise wie „Für Kinder, schwangere und stillende Frauen nicht geeignet“, der inzwischen Pflicht ist, reichen nicht aus. Diese Hinweise gehören deutlich sichtbar auf die Vorderseite der Produkte.

Sina Fürch / Gastroinfoportal

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