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Eine aroma- und vitaminschonende Zubereitung von leichten Gemüsegerichten gelingt Küchenchefs, wenn sie Gemüse mittels Dampfgaren zubereiten.

Dampfgaren bereitet Gemüse vitaminschonend zu

Datum: 10.08.2020Quelle: Redaktion; Bilder: Pixabay: Pietrozj, Pexels | Ort: Berlin

Nicht nur im Sommer sind leichte Gemüsegerichte bei Gästen beliebt. Das gilt zumindest dann, wenn das Gemüse nicht verkocht und gleichzeitig aroma- und vitaminschonend zubereitet ist. Leicht, zeitsparend und geschmacksintensiv gelingt es Küchenchefs und ihren Teams, wenn Gemüse mittels Dampfgaren zubereitet wird.

Dampfgaren – gesunde Zubereitungsmethode mit Tradition

Es gibt kaum etwas Gesünderes als das Garen von Speisen in Wasserdampf. Es verwundert darum wenig, dass die Garmethode schon seit langer Zeit praktiziert wird. Zwar zeigt ein Dampfgarer-Test, dass die Garmethode heute mit modernen Geräten deutlich einfacher und effizienter eingesetzt werden kann. Nichtsdestotrotz ist sie im asiatischen Raum aber bereits seit über 3.000 Jahren bekannt und beliebt.

Während insbesondere in Asien früher ein Bambuskörbchen zum Dampfgaren verwendet wurde, machen moderne Dampfgarer die Zubereitungsart heute deutlich unkomplizierter. Dennoch hat sich aber das Prinzip der Garmethode nicht wesentlich verändert: In einem Topf wird Wasser zum Kochen gebracht, sodass heißer Wasserdampf entsteht. Die zuzubereitenden Lebensmittel werden dann über den Topf und damit in den heißen Wasserdampf gegeben. Dort garen sie, ohne mit dem kochenden Wasser direkt in Berührung zu kommen.

Gerade die wertvollen Inhaltsstoffe von Gemüse bleiben beim Dampfgaren erhalten.

Die Garmethode hat dabei gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist sie effektiver und zum anderen auch besonders schonend. Schließlich kommen die Lebensmittel nicht direkt mit dem kochenden Wasser in Berührung. So bleiben alle Aromen im Lebensmittel und gehen nicht mit dem Kochwasser verloren. Das kommt sowohl neuen Trendgerichten als auch altbekannten und bei den Gästen beliebten Klassikern zugute. Besonders praktisch ist außerdem, dass durch das Dampfgaren eine besonders vitaminschonende Zubereitung möglich ist. Das gilt für vegane Gerichte, aber auch für solche mit Fleisch, Fisch und anderen tierischen Produkten.

Die modernen Methoden des Dampfgarens

Wie der Name bereits erahnen lässt, werden Speisen beim Dampfgaren in heißem Wasserdampf zubereitet. Die besonders schonende Garmethode sorgt dafür, dass besonders viele Vitamine und natürliche Aromen in Fleisch oder Gemüse erhalten bleiben.

Wie bereits erwähnt, war das Dampfgaren mit Konstruktionen aus Woks und Bambuskörben zuerst insbesondere im asiatischen Raum verbreitet. Etwa seit den 1920er-Jahren ist die Garmethode auch in Europa immer beliebter geworden. Allerdings haben sich die Geräte, die unkompliziertes Dampfgaren ermöglichen, mittlerweile deutlich weiterentwickelt.

Die positiven Eigenschaften, darunter die schonende Zubereitung und Erhaltung der Vitamine sowie Nährstoffe, haben alle Dampfgarmethoden prinzipiell gemeinsam. Dennoch kann aber im Wesentlichen zwischen zwei Dampfgar-Vorgehensweisen unterschieden werden:

  • Dampfgaren ohne Druck: Hier werden Lebensmittel bei Normaldruck – also unter normalem Luftdruck – zubereitet. Dafür wird Wasser auf 100 Grad erhitzt und die gewünschten Lebensmittel im aufsteigenden Wasserdampf gegart. Die Temperatur von 100 Grad hängt dabei mit dem Siedepunkt von Wasser zusammen und ermöglicht besonders schonendes Garen. Aufgrund der zur Druckmethode vergleichsweise niedrigen Temperatur ist hier allerdings eine längere Garzeit erforderlich.
  • Dampfgaren mit Druck: Hier findet der Garvorgang unter erhöhtem Druck statt. Das kann beispielsweise in einem Schnellkochtopf geschehen, der dafür sorgt, dass die Gerichte besonders schnell zubereitet werden. Grund für die zügige Zubereitung beim Druckdampfgaren ist der Behälter, in dem die Lebensmittel platziert werden. Dieser ist nämlich fest verschlossen und steht unter erhöhtem Innendruck. Ein Maximaldruck zwischen 1,5 und 2 bar erhöht die Siedetemperatur des Wassers auf rund 120 Grad. Im Ergebnis können die Lebensmittel so bei einer höheren Temperatur im Dampf gegart werden. Hierdurch wird die Zubereitungszeit nicht unerheblich verkürzt.

Dampfgaren: viele Vor- und wenige Nachteile

Dampfgaren ist heute im klassischen Elektrodampfgarer, einem speziellen Dampf-Backofen oder in einem Systemdampfgarer unkompliziert möglich. Dennoch sind einigen Anwendern die Vorteile des Dampfgarens unbekannt. Das ist schade – schließlich bringt Dampfgaren nur wenige Nachteile, dafür aber zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Vitamine und Mineralien bleiben erhalten: Werden Lebensmittel in Wasser gekocht oder in der Pfanne gebraten, gehen viele wichtige Inhaltsstoffe verloren. Vitamine und Mineralstoffe gehen ins Kochwasser über oder werden durch die hohen Temperaturen beim Backen und Braten zerstört. Besonders deutlich wird das beim Kochen von Gemüse: Wird dieses einmal versehentlich etwas zu lange gekocht hat, verliert es seine Farbe. Der Farbverlust zeigt, was beim Kochen in Wasser auch mit Vitaminen und Mineralstoffen passiert. Sie gehen ins Kochwasser über und werden ungenutzt weggeschüttet.
  • Dampfgaren spart Zeit und Arbeit: Vielen Gästen kommt es aber nicht nur darauf an, dass ihre Mahlzeiten gesund sind. Vielmehr sollten sie auch schnell und unkompliziert zubereitet sein und serviert werden. Gerade für diejenigen, die ständig unter Zeitdruck stehen, etwa weil sie nur eine kurze Mittagspause haben, sind Gerichte aus dem Dampfgarer ideal. Auch ist es für Küchenchefs praktisch, dass in einem Dampfgarer mehrere Lebensmittel gemeinsam im Garraum zubereitet werden können. Für Gemüse, Fleisch oder Fisch werden also keine separaten Pfannen oder Töpfe benötigt. Stattdessen können sie gleichzeitig im Dampfgarer zubereitet werden. Das geht schneller und minimiert den Abwasch.
  • Kochen mit weniger Salz: Salz kommt in der Ernährung vieler Menschen in viel zu großen Mengen vor. Zudem sind fertige Würzmittel und Saucen, die oft Zuckerzusätze enthalten, bei Gästen äußerst beliebt. Ein Dampfgarer hilft dabei, den Einsatz dieser ungesunden Extras zu reduzieren. Wie erwähnt, bleibt das Lebensmittelaroma beim Dampfgaren nämlich besser erhalten. Das gibt den fertigen Speisen mehr Geschmack und ermöglicht es, auf Salz und andere Zusätze weitestgehend zu verzichten.

Vorsicht vor hohem Stromverbrauch: Wer zur Zubereitung der Speisen auf ein älteres Dampfgarer-Modell zurückgreift, wird mit dem einzigen Nachteil des Dampfgarens konfrontiert. Insbesondere einige ältere Modelle haben nämlich einen recht hohen Stromverbrauch.

Redaktion gastroinfoportal

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