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Zu gut für die Tonne: Das sind die Nominierten

Datum: 06.02.19Quelle: BMEL | Ort: Berlin

Innovationen gegen Lebensmittelverschwendung: Das BMEL nominiert 18 Projekte aus ganz Deutschland für den Zu gut für die Tonne -Bundespreis. Das sind die Nominierten.

Wertvolle Ressourcen

„In jedem Lebensmittel, das produziert wird, stecken wertvolle Ressourcen – etwa 70 l Wasser sind beispielsweise geflossen, bis ein Apfel verzehrfertig im Supermarktregal liegt, gar 5000 l werden zur Herstellung eines Kilogramms Käse gebraucht“, erklärt Bundesministerin Julia Klöckner. „Doch immer noch werfen wir pro Kopf und Jahr 55 kg Lebensmittel weg. Von dieser hohen Zahl müssen wir wegkommen, dabei neue, kreative und innovative Wege gehen. Die Nominierten für unseren Bundespreis ‚Zu gut für die Tonne!‘ machen genau das und zeigen mit ihren Ideen, wie wir effektiv Ressourcen schützen können. Das unterstützen wir als Ministerium mit unserem Preis. Gleichzeitig werde ich noch im Februar eine Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung auf den Weg bringen mit dem Ziel, diese bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren.“

18 Finalisten aus 117 Ideen

Insgesamt 117 Ideen wurden in diesem Jahr eingereicht. Daraus hat die Jury unter Vorsitz von Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe e.V., 18 Projekte als Finalisten ausgewählt. Der Preis wird in den Kategorien Handel, Gastronomie, Produktion & Landwirtschaft, Gesellschaft & Bildung sowie – erstmals in diesem Jahr – in der Kategorie Digitalisierung verliehen. Zudem werden drei mit 5.000 bzw. 10.000 € dotierte Förderpreise vergeben. Die Gewinner werden am 3. April 2019 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung mit Bundesministerin Julia Klöckner bekannt gegeben.

Verschwendung reduzieren

Mit dem Preis zeichnet das BMEL bereits zum vierten Mal herausragende Projekte aus, die dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Dabei wurde wie auch in den Vorjahren die ganze Bandbreite der Wertschöpfungskette ins Visier genommen: Bewerben konnten sich Unternehmen, Verbände, Vereine, Kommunen, Forschungseinrichtungen ebenso wie Einzelpersonen.

Die Nominierten

Die Jury wählte als allen Bewerbungen 18 Projekte aus, die nun im Finale um den Bundespreis stehen.

Handel:

  • Aldi Süd für den „Mindesthaltbarkeitsdatum-Hinweis auf Milchpackungen“ (Mülheim an der Ruhr, NRW)
  • Edeka Dirnberger für den „Lebensmittel Fair-Teiler“ (Wenzenbach, Bayern)
  • Penny Markt GmbH für „Kostbares retten“ der Naturgut Bio-Helden (Köln, NRW)

Gastronomie:

  • Cassius Garten für „Alles aufessen“ (Bonn, NRW)
  • Frischküche Stefan Gerhardt für „Nachhaltiges Handeln für Schüler und mit den Schülern“ (Sassenburg, Niedersachsen)
  • Studierendenwerk Ulm für „Happy Hour“ (Ulm, Baden-Württemberg)

Produktion und Landwirtschaft:

  • Netzwerk UNSER LAND für „Krummes Gemüse, perfekte Qualität – Unser Land Bio Suppen“ (Esting, Bayern)
  • ShoutOutLoud e.V. für „Frankfurter Knärzje – Ein Brotbier gegen die Lebensmittelverschwendung“ (Frankfurt, Hessen)
  • Veggiespecials für „Tofu Mama – Rettet Tofu-Waisenkinder“ (Köln, NRW)

Gesellschaft und Bildung:

  • Ackerdemia für „Ackern schafft Bildung“ (Potsdam, Brandenburg)
  • Berliner Tafel für „KIMBA“ (Berlin)
  • Heimatverein Keppeln für „Fallobst ist kein Abfall“ (Keppeln, NRW)

Digitalisierung:

  • Marktschwärmer (Berlin)
  • Noyanum und verschiedene Studierendenwerke für „Absatzprognosen für die Hochschulgastronomie“ (Garching, Bayern)
  • Too Good to Go (Berlin)

Förderpreis:

  • Antegon GmbH für „Food Tracks“ (Münster, NWR)
  • Bioland Gemüsehof Hörz für „Bodenschätze“ (Filderstadt, Baden-Württemberg)
  • Sophia Hoffmann für „Zero Waste Cooking“ (Berlin)

Hintergrund: Initiative Zu gut für die Tonne!

Pro Person und Jahr werfen wir rund 55 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Und das sind nur die Abfälle, die in den Privathaushalten anfallen. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne!des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbänden, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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