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Eine Meersalat-Farm soll diesen Sommer als Pilotprojekt der 12.18. Boltenhagen Marina und Algenprojekt an der deutschen Ostseeküste etabliert werden.

Salat aus dem Meer

Datum: 17.06.2021Quelle: 12.18. Investment Management GmbH | Bild: Colourbox.de | Ort: Boltenhagen

In Zusammenarbeit mit den drei Meereswissenschaftlern Martin Moritz, Frietjof Basan und Niels Fuchs soll die erste Meersalat-Farm an der deutschen Ostseeküste entstehen. Das Unterfangen ist ein Pilotprojekt der 12.18. Boltenhagen Marina und soll mit Unterstützung der hiesigen Fischerei und der Gemeinde Boltenhagen realisiert werden. Das Projekt „Algenpier“ wird noch in diesem Sommer begründet. Mithilfe einer 25m² großen Testfarm werden zuerst die Wachstumsraten und die Verwertbarkeit der Algen erprobt. Im weiteren Verlauf werden diese optimiert.

Algen gelten als umweltfreundliche Lebensmittel und Rohstoffe der Zukunft. Sie wirken sich nicht nur positiv auf die Wasserqualität und die Umwelt aus, sondern erhöhen beispielsweise die Biodiversität und Widerstandsfähigkeit des Habitats. Die Photosynthese in den Algen wirkt der Sauerstoffarmut der Ostsee entgegen. Farmen begünstigen die Ansiedlung von Nachfolgeorganismen wie Krebsen, Muscheln und Mikroorganismen. Größere Mengen an überschüssigem Düngemittel – circa 2,5 Tonnen Nitrat und 0,4 Tonnen Phosphat pro Hektar und Jahr – bindet der Meersalat. Eine Farm von einem Hektar kann Erträge von bis zu 40 Tonnen Trockenmasse pro Jahr liefern. Das entspricht mindestens 60 Tonnen gebundenem CO². Die Versauerung des Wassers wird durch die Produktion des Meersalats vermindert. Die Erzeugung einer Tonne Meersalat bindet über 1,5 Tonnen klimarelevantes CO².

 

Redaktion GastroInfoPortal

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