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Der Aktionsmonat Veganuary ermutigt sowohl Konsumenten als auch Hersteller dazu, auf vegane Alternativen zu setzen. Doch welche geeigneten Produkte gibt es?

Pflanzenkost auf dem Vormarsch – #spürbargrün

Datum: 19.01.2022Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bild: Endori | Ort: München

Veganer zu sein ist eine Herausforderung– zumindest scheint es so. Denn oftmals bieten Speisekarten in Restaurant, Kantine und Co. keine rein pflanzliche Alternative. Genau damit soll jetzt Schluss sein: Um das Konzept dieser Ernährungsform populärer und leichter umsetzbar zu machen, entwickelte die gemeinnützige Organisation und Kampagne Veganuary den gleichnamigen Aktionsmonat. Dieser soll Menschen dazu motivieren, im Januar und darüber hinaus auf tierische Produkte zu verzichten und somit eine nachhaltige Ernährungsweise zu leben.

„Veganer Boom“ auf dem Lebensmittelmarkt

2022 startete die weltweite Neujahrs-Challenge zum dritten Mal in Deutschland. Das wirtschaftliche wie klimafreundliche Potenzial erkannte die Lebensmittel-Branche und entwickelte verstärkt neue vegane Produkte. Aramark und Iglo sowie Restaurantketten wie Burger King und Subway sind Teil des Aktionsmonats und nur vier der über 200 teilnehmenden Unternehmen. „Angesichts des massiven Engagements der deutschen Wirtschaft wird der Lebensmittelmarkt im Januar 2022 einen weiteren veganen Boom erleben. Der Veganuary wird 2022 noch mehr Verbraucher dazu einladen, die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung zu entdecken“, bekräftigt Katharina Weiss-Tuider, Leiterin der Non-Profit-Organisation Veganuary in Deutschland.

Wer sich also dafür entscheidet, etwas für seine Gesundheit zu tun, einen besseren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen und Tierleben zu schonen, will mit einem Angebot an Alternativen versorgt werden. Insbesondere Köche in der Gastronomie sowie in der Gemeinschaftsverpflegung haben dabei die Chance, ihren Gästen zu zeigen, wie vielseitig die vegane Küche sein kann. Um Letztere dabei zu unterstützen, bieten verschiedene Unternehmen eine Palette an veganen und vegetarischen Produkten an.

Vegan vom Rührei bis zum Fisch

Mit dem Ei-Pulver vom Greenforce lassen sich vegane Ei-Kreationen zaubern. Bild: www.greenforce.com | Fotografin: Lisa-Marie Hahn.

Damit bereits das Frühstück und somit der Start in den Tag vegan beginnt, entwickelte Greenforce einen Kochersatz für Hühnerei. Mit dem pflanzlichen Ei-Pulver auf Basis der deutschen Ackerbohne lassen sich Rührei, Omelette, Quiche oder French Toast durch Mischen von Pulver und Wasser zubereiten. Greenforce setzt übrigens auch auf die Anrühr-Methode, wenn es um die Herstellung veganer Frikadellen, Burger und Hack auf Erbsenbasis geht – zwei Kilogramm Pulver ergeben die dreifache Menge an Fleischersatz. Aber auch Köttbullar, Cevapcici und Schnitzel aus Erbsenprotein kommen dank Greenforce auf den Tisch.

Ebenfalls auf pflanzliche Hauptmahlzeiten spezialisiert sich Endori. Auch dieses Unternehmen setzt bei Burger-Pattys, Würstchen oder Hack auf das Protein der grünen Hülsenfrucht – vegane Fischalternativen für das Unternehmen pünktlich zum Aktionsmonat ein. Zudem dachte sich Endori in Kooperation mit L´Osteria etwas Besonderes aus: Vom 11. Januar bis zum 7. Februar werden in den L´Osteria-Restaurants sieben vegane Gerichte angeboten, darunter Salate und Pizzen. So gibt es mit dem Gamberi e Ceci einen Kichererbsen-Salat mit veganen Garnelen, bei den Zoodles Gamberetti wird die Pasta durch Zucchini-Nudeln ersetzt. Sogar bei der Pizza wird es mit einer Käsealternative, deren Pizzaschmelz aus Kokosöl besteht, rein pflanzlich.

Ein weiterer Player am Markt, der den Fokus auf veganen Fisch setzt, heißt Nestlé Professional. Mit Garden Gourmet Vuna präsentiert das Unternehmen einen kulinarischen Allrounder, der sowohl zu Salaten, Pizza, Sandwiches, Pasta-Sauce als auch zur veganen Sushi-Rolle passt. Dabei bringt er Würze und Saftigkeit mit – ebenso wie der klassische zerkleinerte Thunfisch. Zusätzlich ist der vegane Fisch dank Sojaeiweiß reich an Proteinen und Ballaststoffen.

Auch zum veganen Sushi passt Garden Gourmet Vuna von Nestlé Professional. Bild: Nestlé Professional.

Natürlich muss vegane Küche auch im Bereich Pasta keinen Verzicht bedeuten – das beweisen Produkte der Biomanufaktur Planet V. Neben Fleischalternativen aus Sonnenblumen beinhaltet das Portfolio nun auch vier Nudelgerichte. Die Bio Tortellini gefüllt mit Sonnenblumenhack gibt es mit Spinat- oder Pilzsauce, Tomatensauce sowie mit Bolognese – alles rein pflanzlich.

Weitere Lösungen für vegane Gerichte bietet daneben Unilever Food Solutions und Lusso an. Dazu zählt etwa die Vegane Gemüse Bouillon von Knorr Professional oder die ab dem kommenden Jahr erhältliche vegane Mayo von Hellmann´s im Stickpack-Format. Wer auf der Suche nach einer süßen Abrundung seines Menüs ist, dem dienen pflanzenbasierte Eissorten von Carte D´Or Professional oder Ben & Jerry´s. Eine weitere Produktneuheit im kommenden Jahr stellt das Erdbeersorbet von Langnese dar. Wer darüber hinaus noch mehr über die Zubereitung veganer und vegetarischer Speisen lernen will, dem stehen mit der Culinary Fachberatung individuell abgestimmte Trainings und Kochkurse Inspirationen für die eigene Speisekarte zur Verfügung.

Um Gästen ein veganes Speisenangebot zu kredenzen, gibt es also verschiedene Möglichkeiten – Tendenz steigend, wie die aufgeführten Unternehmen zeigen. Wem das noch nicht reicht, der findet weitere Anregungen zu nachhaltiger und veganer Ernährung in folgenden Beiträgen:

 

Anregungen zu veganer und vegetarischer Ernährung

  • Veganes Mittagessen in der Kita: Das IFPE untersuchte das Angebot einer veganen Kita. Dabei sollten mögliche Energie- und Nährstoffdefizite im Speisenangebot identifiziert und optimiert werden.
  • Vom Originalteil zum Regionalteil: Vegan-vegetarische Offensive in der VW Betriebsgastronomie, die eine öffentliche Debatte über die Berechtigung der Currywurst heraufbeschwor.
  • Fermentiert, vegan und Co.: Fermentierte Zutaten und Rohkost können Schwung in vegane Kreationen bringen – gesundheitlicher Mehrwert inklusive.

Redaktion GastroInfoPortal

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