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Luchs GmbH

Nachhaltiges Ressourcenmanagement

Datum: 19.10.18Quelle: Luchs GmbH | Ort: Bochum

Umweltschonende Materialien für die Gastronomie und Hotellerie werden verstärkt verwendet. Dieses Umdenken ist nicht nur unter Umweltaspekten bestrebenswert.

Kein gutes Vorbild

Deutschland erzeugt ca. sechs Mio. Tonnen Plastikmüll pro Jahr – so viel wie kein anderer europäischer Staat. Denn Plastik ist preiswert und praktisch, zum Beispiel als Material für Wegwerfbecher, Einweggeschirr oder Getränkeverpackungen. Für die entstehenden Massen an Plastikmüll wird jedoch ein zu geringer Anteil wiederverwertet. Große Mengen landen auf Müllhalden, in Flüssen, Seen und Ozeanen, wo das Material Hunderte Jahre bis zu seinem kompletten Abbau die Umwelt verschmutzt. Zunehmend suchen Staaten und Unternehmen jedoch Alternativlösungen.

Ein Wandel ist spürbar

Coca-Cola, Pepsi und Danone präsentierten zum Beispiel Recyclingprogramme für Kunststoffflaschen, einige deutsche Supermärkte verbannten Plastiktüten oder erhöhten die Preise und die EU will zukünftig Einwegkunststoffprodukte wie Wattestäbchen, Trinkhalme und Rührstäbchen verbieten. Infolge der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Plastikmüll reagiert auch die Gastronomie- und Hotelbranche. Die großen Hotelkonzerne Hilton, Iberostar, Scandic und Meliá haben in diesem Jahr angekündigt, ihren Plastikmüll künftig spürbar zu reduzieren. Bis Ende des Jahres sollen bei Meliá bsp. Plastikflaschen, -becher, -tüten, -strohhalme und -untersetzer durch biologisch abbaubare oder andere umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden. „Bei Klein- und Mittelunternehmen der Branche ist nachhaltiges Ressourcenmanagement bisher hingegen weniger verbreitet. Dabei gibt es verschiedene Maßnahmen, die auch von kleineren Unternehmen umgesetzt werden können: z. B. auf Frühstücksbuffets Marmelade und Honig in Gläsern servieren, statt kleine Portionen in Plastikverpackungen anzubieten, oder Plastikstrohhalme durch Halme aus Glas ersetzen“, sagt Christoph Koppik, Geschäftsführer der Luchs GmbH.

Trinkhalme aus Glas

In der Gastronomie und Hotellerie entsteht Müll – dies lässt sich nicht vermeiden. Um jedoch die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, hilft eine saubere Abfalltrennung, um das Recyceln von Materialien zu gewährleisten. Schon die sorgfältige Trennung von Papier und Plastik sorgt für eine mögliche Ressourcenschonung. Eine weitere Maßnahme, die jeder Gastronom, Hotelier oder Caterer beachten kann, ist der Verzicht auf Strohhalme aus Plastik. Die kleinen Röhrchen machen insgesamt nur einen geringen Teil der täglich verwendeten Einwegartikel aus. Doch gerade diese Produkte, die Menschen nicht prinzipiell zum Trinken benötigen, landen häufig in der Natur, beispielsweise am Strand. Von dort gelangen sie oft ins Meer. Strohhalme gehören zu den Top-5-Plastikbelastungen der Ozeane. Auf dem Markt gibt es jedoch schon Alternativen aus Glas, Papier oder Bambus. Halme aus Glas schädigen beispielsweise nicht die Umwelt und lassen sich wiederverwenden. Zudem befinden sich in der Plastikalternative keine Schadstoffe wie Weichmacher oder Schwermetalle. „Im Gegensatz zu Papier-, Bambus- oder Strohhalmen lassen sich die Produkte aus Glas leicht in der Spülmaschine reinigen und es entsteht keine Geschmacksverzerrung. Auch an der Stabilität müssen Gastronomen und Hoteliers nicht zweifeln, da sie aus Spezialglas bestehen. Unsere angebotenen ‚Glas-Trinkhalme‘ sind beispielsweise aus hochwertigem und bruchfestem Schott-Borosilikatglas“, berichtet Christoph Koppik.

Zuckerrohr und Palmblatt

Auch Einweggeschirr aus Plastik, das heutzutage vor allem im Catering und Take-away-Segment von Coffeeshops, Streetfood-Trucks oder Imbissen kaum mehr wegzudenken ist, lässt sich von Gastronomen, Hoteliers und Caterern mit Alternativen ersetzen. Immer mehr Anbieter von Gastronomiebedarf bieten deshalb Produkte aus den Materialien Holz, Zuckerrohr oder Palmblatt an. Ob Teller, Becher, Schalen oder Besteck – mittlerweile gibt es alles aus umweltschonenden Materialien, die auch gehobenen Ansprüchen im Catering genügen. „Mit ihrer geschwungenen Wellenform bieten die ‚NATURESSE Teller Wave‘ aus Zuckerrohr beispielsweise eine elegante Lösung. Auf dem hellen Weiß des Geschirrs kommen die Speisen gut zur Geltung, die leichten Produkte sind dabei dennoch stabil“, sagt Christoph Koppik. Das Unternehmen bietet zudem auch Produkte aus Palmblatt an, die sich zu 100 % biologisch abbauen lassen. Sie werden aus den Blättern der Adaka-Nusspalme hergestellt und sind temperaturbeständig und mikrowellengeeignet. Geschirr aus dem Material Palmblatt lässt sich ohne zusätzliche Beschichtung zu nachhaltigen Einwegprodukten, die lebensmittelecht, fett- und wasserabweisend sowie backofenfest sind, verarbeiten und somit vielseitig im Take-away- und Catering-Bereich einsetzen.

Umweltfreundliche Lösungen für die Gemeinschaftsverpflegung

Im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung gibt es hingegen die Möglichkeit, umweltschonende Materialien für Thermoboxen zu nutzen. Gastronomiebedarf-Händler bieten z. B. Transportboxen aus dem Spezialkunststoff EPP, kurz für expandiertes Polypropylen, an, das keine Kohlenwasserstoffe, keine flüchtigen organischen Komponenten und auch keine anderen Bestandteile, die als umweltschädlich gelten, enthält. Zudem lassen sich die aus EPP gefertigten Verpackungen recyceln. „Für die Herstellung von Transportboxen in der Gemeinschaftsverpflegung eignet sich das Material besonders, da es sich hygienisch einwandfrei reinigen lässt und besonders stoß- und bruchfest ist. Auch bei mehreren Lieferungen pro Tag bleiben EPP-Boxen beständig und können sogar in der Spülmaschine gereinigt werden“, erklärt Christoph Koppik.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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