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Regionalität, Saisonalität, Tierwohl und regenerative Energien sind wichtige Bestandteile der Konzepte der familiengeführten Flair Hotels.

Gelebte Nachhaltigkeit

Datum: 26.08.2021Quelle: Flair Hotels e. V. | Ort: Ochsenfurt

Regionale Verbundenheit, Tierwohl, Verwendung von saisonalem Obst und Gemüse und die Implementierung regenerativer Energien in die Betriebe haben schon immer im Fokus der familiengeführten Flair Hotels in Deutschland und Österreich gestanden. Für die Hoteliers, die Mitglied der Hotelkooperation sind, sind Regionalität und Nachhaltigkeit nichts Neues.

Ressourcenschonung und Naturschutzprojekte

„In unserem Betrieb setzen wir viele ressourcenschonende Maßnahmen ein, wie Wärmerückgewinnung der Kühlanlagen, Solarzellen zur Wärmegewinnung, Einsatz von LED Leuchtmitteln, um den Strombedarf zu verringern und Einsatz von Dosiersystemen, um den Reinigungsmittel-Bedarf zu reduzieren. Seit es das Biosphärengebiet Schwäbische Alb gibt, sind wir hier Partner und unterstützen Naturschutzprojekte, die auf der Schwäbischen Alb umgesetzt werden. Gemeinsam haben wir auch das Projekt Alblinsenschein ins Leben gerufen. 20 Biosphärengastgeber sowie zwei Landwirte arbeiten hier zusammen”, erläutert Thomas Frank (siehe Titelbild) vom Flair Hotel Vier Jahreszeiten in Bad Urach.

„Die Schweine werden in kleinen Gruppen von 8 bis 14 Schweinen freilaufend im Stall gehalten und mit selbst produziertem Futter und Bruchlinsen gefüttert. In unserem Restaurant beziehen wir die Lebensmittel von heimischen Lieferanten. Unsere Gäste sprechen uns häufig auf die Frische und Qualität unserer Produkte an. Nachhaltigkeit ist uns eine Herzensangelegenheit, weil wir wollen, dass unsere Enkel es genauso schön haben, wie wir“, kommentiert Thomas Frank seinen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Kurze Transportwege und Mehrweg-Systeme, die bei Verpackungen verwendet werden, sorgen außerdem dafür, dass in seinem Hotel Müll reduziert wird.

Regionale Produkte und artgerechte Tierhaltung

Auch Thomas und Daniela Heimberger vom Flair Hotel Weinstube Lochner sind seit langen Jahren ein Betrieb, der in Bezug auf Nachhaltigkeit aktiv ist. Daniela Heimberger: „Wir sind seit Anfang Juli 2021 bei GreenSign zertifiziert mit der Stufe 4. Außerdem sind wir als „Nachhaltiges Reiseziel“ und mit dem Label „Wild aus der Region“ ausgezeichnet.“

Im Flair Hotel Neeth in Dammdorf, nahe der Holsteinischen Stadt Preetz, steht das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls an erster Stelle. Inhaber Kay Neeth erklärt: „Wir kochen noch mit Hand und Herz. In unserer Küche werden fast ausschließlich frische Produkte vorwiegend aus der Region verarbeitet. Unser Galloway wird robust auf Schleswig-Holsteinischen Naturschutzflächen gehalten, die Eier kommen aus artgerechter Tierhaltung und das Wild aus den regionalen Wäldern. Unsere Gäste genießen selbstgekochte Marmelade, Spargel und Erdbeeren nur zur Saison und nur aus Preetz. Der Kaffee ist nicht nur bio und fairtrade, sondern auch besonders lecker.“

Ökostrom und umweltfreundliche Mobilität

Das Flair Hotel Neeth wird vollständig mit regionalem Ökostrom aus Windkraft versorgt, wodurch sich die CO2-Emissionen massiv verringern. Dieser Strom wird auch in die hauseigene E-Tankstelle eingespeist. Der Verleih von Fahrrädern und E-Bikes schafft zusätzliche umweltfreundliche Mobilität. Daneben wird Wert daraufgelegt, Plastik zu vermeiden, wo immer es möglich ist. Die gelebte Unternehmensphilosophie zeigt sich darüber hinaus im täglichen Energiesparen und dem menschlichen Miteinander. So ist Familie Neeth auch im sozialen Bereich engagiert: Immer wieder werden Flüchtlinge verschiedener Nationen integriert und ausgebildet.

Alle sind gefordert

„Wichtig ist bei allen Bestrebungen, auch die Mitarbeiter intensiv in das Thema Nachhaltigkeit mit einzubeziehen“, erklärt Daniel Reuner, Inhaber vom Flair Hotel Reuner in Zossen und 1. Vorsitzender bei der Flair Hotelkooperation. Das Personal für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im Hotel zu begeistern sei wichtig, damit die Konzepte umgesetzt werden. Wenn die Mitarbeiter nicht hinter dem Konzept stünden bzw. nicht mit einbezogen würden oder den Sinn dahinter nicht verstünden, würden sie sich nicht für grüne Ideen einsetzen. Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltentlastung im Hotel müssten von allen – inklusive der Gäste – gelebt werden.  Gäste müssen über umweltschützende Projekte und Konzepte informiert werden, denn auch sie können einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Hotel während des Aufenthaltes leisten, etwa durch richtiges Lüften, duschen und heizen oder temporäres Abbestellen der Zimmerreinigung.

„Mit unserem Blockheizkraftwerk senken wir unseren Energieverbrauch weiter und stellen unsere Energie weitestgehend selbst her“, erklärt Daniel Reuner weiter. Im Hotel überwacht zudem ein Energiebeauftragter die Effizienzmaßnahmen regelmäßig und verbessert sie laufend. Mehr Informationen über die Flair Hotels zum Thema Nachhaltigkeit gibt es hier: https://www.flairhotel.com/nachhaltige-flair-hotels

Redaktion GastroInfoPortal

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