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Einmal mit dem Smartphone bitte

Datum: 29.07.2020Quelle: Blue Code | Ort: Lachen (CH)

Die Corona-Pandemie brachte das öffentliche Leben zum Stillstand. Unternehmer im Gastronomie- und Tourismusbereich standen die letzten Wochen vor existenzbedrohenden Herausforderungen. Gestärkt aus der Krise zu gehen, das erfordert maximales Umdenken. Neue Entwicklungen müssen mehr denn je als Chance genutzt werden. Gerade in Zeiten von Covid-19 liegt auch das berührungslose Bezahlen mit dem Smartphone immer mehr im Trend und wird auch nachher zunehmend in den Alltag des Wirtschaftslebens einfließen. Christian Pirkner, Gründer und CEO von Blue Code International, welche die paneuropäische Mobile-Payment-Lösung Bluecode für Banken, Handel und Endkunden betreibt, erklärt, welche Chancen das für Tourismus und Gastronomie mit sich bringt.

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Christian Pirkner, Gründer und CEO der Blue Code International AG

Nie lebten wir digitaler als jetzt. Homeoffice, vermehrtes Online-Shopping und ein möglichst berührungsloses Bezahlen sind gesellschaftliche Konsequenzen der Corona-Pandemie, die sich immer mehr etablieren. Diese digitale Weichenstellung sollte nicht ungenutzt bleiben. Auch in Gastronomie und Hotellerie muss auf coronabedingte Gegebenheiten reagiert werden. Neben einer Vielzahl an Online-Tools für Reservierungen oder Registrierungen gehört auch das Bezahlen mit dem Smartphone zum Service, den Gäste immer häufiger voraussetzen – alleine schon deshalb, weil der Bezahlvorgang komplett berührungslos stattfinden kann. Laut einer Befragung des Marktforschungsinstituts POS Pulse und des EHI präferieren seit der Pandemie 31 Prozent der Befragten das kontaktlose Bezahlen und schon mehr als acht Prozent die mobilen Zahlungsvarianten – ein starkes Signal.

Großer Mehrwert für die Gastronomie

Sowohl aus unternehmerischer Sicht als auch aus Sicht des Kunden ist es aber auch sonst wünschenswert, dass bargeldloses Bezahlen einfach, schnell und sicher abläuft. Das gilt besonders für Bars und Restaurants, die zu Stoßzeiten eine Vielzahl an Gästen schnell abrechnen müssen. Bedienungen in diesen Betrieben arbeiten meist mit einer Vielzahl an kleinen und Kleinstbeträgen. Zwischen Service und Kassieren schleichen sich schnell Fehler ein, besonders bei regem Gästebetrieb. Ein umständliches System, das möglicherweise mehr Zeit in Anspruch nimmt als eine Barzahlung, könnte sich in der Gastronomie nicht durchsetzen. Mobile Bezahllösungen sind eine hervorragende Alternative, die diesen Anforderungen standhalten. Denn das smarte Bezahlen reduziert menschliche Fehlerquellen, da kein physisches Kleingeld zurückgegeben wird. Das Wechselgeld-Berechnen und -Abzählen entfällt. Trinkgeld kann aber trotzdem auch elektronisch gegeben werden. Zudem verringern sich die Kosten für das Bargeld-Handling deutlich. Dabei ist der Einsatz mobiler Zahlungslösungen im Vergleich zu Bargeld wesentlich günstiger.

Mobile Geldbörse nimmt an Fahrt auf

Es gibt aber noch einen weiteren wesentlichen Vorteil, dieser wird sich speziell nach Corona zeigen. Wer die Möglichkeit der mobilen Zahlung anbietet, macht sich gleichzeitig auch für internationale Gäste attraktiver. Es ist zu erwarten, dass das Smartphone künftig auf Reisen verstärkt als mobile Geldbörse zum Einsatz kommt, weil es einfacher ist als Geld zu wechseln oder gebührenpflichtig im Ausland abzuheben. In Zukunft werden auch wieder mehr Touristen aus Asien nach Europa kommen, die über eine hohe Kaufkraft verfügen und vor allem Bezahl-Apps wie Alipay nutzen. Das birgt ein riesiges Umsatzpotenzial für die Tourismusbranche. Denn die Lifestyle-App Alipay zeigt an, welche Hotels, Restaurants und Händler Alipay akzeptieren. Alipay-User buchen und besuchen bevorzugt diese Anbieter. So können Tourismusbetriebe neue Kundschaft anlocken und eine höhere Auslastung erzielen.

Zusätzlich profitieren können Hotels und Gastronomie, wenn Mobile Payment einen Mehrwert gegenüber Bargeld und Kartenzahlung bietet. Das schafft man zum Beispiel, indem mobiles Bezahlen am Smartphone mit digitalen Kundenbindungsprogrammen verbunden wird. Digitale Bonusprogramme oder Sammelpässe direkt in der Bezahl-App können treue Nutzer mit attraktiven Rabatten, Gutscheinen und Boni belohnen. Tourismusbetriebe aber auch Restaurants oder Bars können so die Kundenbindung per Smartphone stärken und erneute Besuche generieren. Wenn zum Beispiel der Sammelpass voll ist, kann automatisch ein digitaler Gutschein für den nächsten Kauf, etwa ein Rabatt oder ein Gratis-Getränk, ausgestellt werden. So lassen sich durch kleine „Belohnungen“ ganz einfach Anreize für häufigere Besuche oder wiederholte Einkäufe schaffen. Von digitalen Sammelpässen über Punkteprogramme und Lotterien bis hin zu Kundenkarten-Verknüpfungen sind vielfältige Möglichkeiten zur Stärkung der Kundenbindung umsetzbar.

Zusammenschluss europäischer Finanztechnologie-Unternehmen

Um diesen europäischen Weg weiter zu ebnen, haben sich führende Mobile-Payment-Anbieter aus Europa, zur European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) zusammengeschlossen. Eines der Ziele ist es, die beteiligten Zahlungssysteme untereinander zeitnah kompatibel zu machen, damit Reisende in allen beteiligten Ländern bargeldlos per Smartphone zahlen können. Das heißt, dass Gäste aus den teilnehmenden Ländern dann ihre von daheim gewohnte, mobile Zahlungslösung beispielsweise auch an allen Akzeptanzstellen in Österreich und Deutschland verwenden können – und umgekehrt.

Zahlen wir bald nur noch mit dem Smartphone?

Trotz der vielen Möglichkeiten ist das Bezahlen mit dem Smartphone hierzulande noch relativ neu im Alltag vieler Menschen. Das liegt auch an den stark verwurzelten Zahlungsgewohnheiten – Deutschland und Österreich sind traditionell starke Bargeld-Länder. Die Haltung gegenüber neuartigen Zahlungslösungen ändert sich daher langsamer als zum Beispiel in Schweden. Diese wollen bis 2030 die erste bargeldlose Gesellschaft der Welt etablieren. Für europäische Finanztechnologie-Unternehmen ist es daher eine der größten Herausforderungen, die vom Barzahlen gewohnte Sicherheit und Anonymität in die Welt der elektronischen Zahlungsmittel zu übertragen. Die Technologien sind vorhanden und in vielen Branchen wie zum Beispiel dem Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich erprobt. Hotels und Gastronomie sind nun gefordert, den internationalen Zahlungsmarkt zu betrachten und dementsprechend nachzuziehen, um im Wettstreit um Gäste einen Vorteil genießen zu können.

Christian Pirkner / Blue Code

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