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Außengastronomie im Winter: Der Trend ist nicht neu, durch die Pandemie aber aktueller denn je. 10 Tipps für eine Winter-Terrasse mit Wohlfühlfaktor.

Draußen ist das neue Drinnen

Datum: 12.11.2021Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bild: Colourbox.de/Dmitry Travnikov | Ort: München

Für viele Gäste ist auch in diesem Winter Draußen das neue Drinnen. Insbesondere angesichts der derzeit stark steigenden Infektionszahlen wollen viele lieber an der frischen Luft sitzen und so das Ansteckungsrisiko minimieren. Mit einfachen Tricks können Gastgeber ihre Terrasse wintertauglich machen und dafür sorgen, dass sich Gäste auch an kalten Tagen wohlfühlen.

Die Vorteile einer Winter-Terrasse liegen auf der Hand: je mehr Gäste draußen sitzen, desto attraktiver wirkt das Lokal. So kann nicht nur im Außenbereich zusätzlicher Umsatz generiert werden, sondern gegebenenfalls lassen sich so auch mehr Gäste in den Innenbereich locken.

Vorschriften kennen

Soll der Außenbereich neu erschlossen werden, ist eine Erweiterung der Gaststättenerlaubnis nötig. Diese ist beim zuständigen Bau- oder Ordnungsamt zu beantragen. Weiterhin muss eine Sondernutzungserlaubnis eingeholt werden, sollten öffentliche Flächen genutzt werden.

Terrassen-Ausstattung

  1. Überdachung
    • Pavillons: Diese können je nach Größe bestuhlt und beheizt werden.
    • Mobile Gewächshäuser: Alternative zu Pavillons. Sie müssen unbedingt auf festem Untergrund stehen.
    • Carports: Können an den Wetterseiten windgeschützt werden.
  2. Wind- und Wetterschutz
    • Markisen (mit Regenrinne): Unterschieden wird zwischen Gelenkarm-, Halbkassetten- und Kassettenmarkisen. Mit Hilfe zweier Stützen kann die Markise auch als Pergola genutzt werden.
    • Wetterfeste Großschirme: Stellen eine Alternative zur Markise dar. Oft gibt es integrierbare Heizmodule.
  3. Außenbar: Damit lassen sich die Laufwege für das Personal verkürzen und der Service optimieren. Für die Mitarbeiter sollte unbedingt warme Arbeitskleidung bereitgestellt werden.

Wohlfühl-Ambiente

  1. Wärmequellen
    Verschiedene Wärmequellen halten die Gäste warm. Bild: Dan Mall on Unsplash
    • Heizpilze: Sie sind flexibel aufstellbar. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass sie auf festem Untergrund stehen und ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien besteht. Achtung: In vielen Bundesländern sind sie nicht oder nur bedingt erlaubt!
    • Infrarotheizungen: Diese werden elektrisch betrieben und benötigen daher eine ausreichende Stromversorgung im Außenbereich. Bei der Verlegung der Stromkabel sollte darauf geachtet werden, dass keine Stolperfallen für Gäste und Mitarbeiter entstehen. Sie sind eine umweltschonende Alternative zu Heizpilzen.
    • Feuerschalen oder -tonnen: Sorgen für eine gemütliche Atmosphäre und Wärme durch offenes Feuer. Aufgrund der Brandgefahr ist auf ausreichenden Brandschutz zu achten!
    • Kamin: Ein Kamin liefert nicht nur Wärme, sondern er kann je nach Bauweise auch zum Grillen (Stichwort Wintergrillen), Brot- oder Pizzabacken verwendet werden.
    • Wolldecken und Kissen: Sorgen für wohlige Wärme und dienen zugleich als Dekoelemente.
  2. Dekoration
    • Lichtquelle: Kerzen, eine warm-leuchtende Lichterkette oder Laternen schaffen eine gemütliche Atmosphäre.
    • Pflanzen: Winterharte Pflanzen machen den Außenbereich behaglich und bringen Farbe auf die Terrasse. Geeignet sind z. B. Winterjasmin (blüht ab Dezember gelb), Zwerg-Ahorn (echter Blickfang durch rote Blätter) oder Heide (gibt es in verschiedenen Farben).
    • Table-Top: Tischdecken in klassischen Winter- oder Weihnachtsfarben wie rot, gold, grün oder weiß sowie Dekoelemente wie Zapfen und Tannenzweige wirken einladend auf die Gäste.

Winter-Speisekarte

  1. Wärmende Speisen
    Eine zur Jahreszeit passende Speise- und Getränkekarte lockt Gäste an. Bild: Mackenzie Woodbury on Unsplash
    • Suppen und Eintöpfe
    • Käse-Fondue
    • Warme Waffeln (herzhaft und süß)
    • Maronispezialitäten
  2. Winterliche Getränke
    • Glühwein und Punsch
    • Heißer Kakao
    • Tees z. B. mit Ingwer oder Kurkuma, serviert im Stövchen zum Warmhalten
  3. Highlights
    • Wintergrillen
    • Glüh-Gin

Corona-spezifisches Zubehör

  1. Kommunikationstafeln: Individuelle Begrüßung der Gäste und Hinweise auf aktuell geltende Corona-Maßnahmen.
  2. Empfangsstelle: Hier kann das Personal Reservierungen schnell prüfen und die nötigen Kontaktdaten aufnehmen. Außerdem kann sie als Wartestation für Gäste dienen, die vom Personal ihren Platz zugewiesen bekommen.

Planung und Finanzierung

Ebenso wie der Indoor Bereich braucht auch die Terrasse ein stimmiges Konzept und sollte weder optisch noch von der Auswahl an Getränken und Speisen gänzlich vom Innenbereich abweichen. Steht das Konzept fest, geht es an die Planung und schließlich an die Finanzierung. Hier empfiehlt sich eine Skizzierung der Terrasse, um den Materialbedarf und damit die Kosten zu ermitteln. Bevor diese alle selbst gestemmt werden, sollte über eine Kostenbeteiligung z. B. seitens der Brauerei oder über Leasingangebote nachgedacht werden. Diese und weitere Tipps rund um die Planung und Finanzierung des Outdoor Bereichs stehen auf der Website www.terrassenprofis.de kostenfrei zu Verfügung.

Antonia Perzl / Redaktion GastroInfoPortal

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