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Cocktails

Die Mischung macht’s

Datum: 24.01.2019Quelle: Wilde & Partner | Ort: München

Gute Barkeeper sind wahre Meister im Kreieren außergewöhnlicher Cocktails. Dabei spielen auch aktuelle Trends eine große Rolle. Welche Zutaten dürfen 2019 in keiner gut bestückten Bar fehlen und wo sind die besten Drinks zu finden?

Die John Cranko-Lounge im Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart gilt als fest etablierte Abendadresse. Seit Juni 2018 mixt hier Karol Bernacki, der seinen jungen Stil und viele kreative Ideen einbringt. Die Essenzen für seine Cocktails setzt der 29-Jährige selbst an. Regionale Komponenten sind dem Barchef dabei besonders wichtig und er ist sich sicher, dass diese auch im Jahr 2019 gut angenommen werden. Mit seinem Faible für außergewöhnliche Kreationen kann es vorkommen, dass er Wodka mit Ahoi Brause und frischem Thymian anreichert. Daneben werden laut Karol Bernacki einfache Drinks wie Gin-, Wodka- oder Rum-Soda zunehmend beliebter. „Verstaubte“ Spirituosen wie Arrak, Grappa oder Cognac dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Die BarBarossa im Klosterhof Premium Hotel & Health Resort besticht im Berchtesgadener Land mit vielfältigen Variationen an Cocktails und Drinks. Neben den Klassikern bietet die königlich goldene Bar vor allem eigens kreierte Köstlichkeiten. „Zur Zeit wandert vor allem Rum als Purgetränk über unsere Theke, aber auch Gin scheint nicht aus der Mode zu kommen und zählt weiterhin zu den Favoriten“, weiß Barchefin Maria Koppmaier. „Außerdem lässt sich besonders bei jungen Gästen der Trend ‚gesund und fit‘ an unserer Bar erkennen – sie setzen immer mehr auf alkoholfreie Alternativen.“ Am Wochenende schaffen entspannte Pianoklänge sowie regelmäßige Jazz-Abende ein besonderes Ambiente für Hotelgäste und ziehen auch Einheimische aus der Umgebung in die BarBarossa. Der Klosterhof ist ein familiengeführtes Vier-Sterne-Superior Design-Hotel in traumhafter Alleinlage inmitten der Natur.

In der Bar des Fritz & Felix im Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden werden selbstkreierte Drinks oder neuinterpretierte Klassiker serviert. In diesem Jahr dreht sich in den Gläsern so einiges um Früchte verrät Restaurant-Manager Julius Hilger: „Frische und exotische Früchte in Drinks sind 2019 total angesagt, auch in Form fruchtiger Brände. Ebenso werden Salz und Säure immer gefragter. Bei Spirituosen steigt die Beliebtheit von Whiskey und Rum, der Markt wird stetig größer. Aber auch Mezcal und Wermut sind stark im Kommen.“ Ein hauseigener Wermut wird beispielsweise im „Fritz & Felix Spritz“ verwendet. „Generell spielt Regionalität eine große Rolle – die Gäste möchten neue Produkte entdecken. Wir arbeiten daher mit vielen lokalen Partnern zusammen, unter anderem Mikrobrauereien für Craft Beer. Diese besonderen Bierspezialitäten erfreuen sich weiterhin steigender Beliebtheit und wir nutzen diese auch gerne für innovative Radler Kreationen, zum Beispiel mit Rum, Tee, Honig und Ginger Beer.“ Und auch wenn die Gäste probierfreudiger werden, erkennen Hilger und sein Team, dass viele Barbesucher zu ‚einfachen‘ Cocktails zurückkehren: „Hier kommt es zum einen auf die Qualität der Zutaten an, als auchauf eine gewisse Abwechslung, die wir dem Gast bieten. Daher hat das Fritz & Felix es sich zum Ziel gesetzt, die größte Sammlung deutscher Gins und Whiskys aufzubauen.“

Mit der seit Sommer 2018 eröffneten Wolfram Bar & Terrace verwöhnt das Jaz Stuttgart seine Gäste mit ausgefallenen Drinks. Barchef Marcus Wolff aka Master Mixer stellt dazu viele Zutaten eigens her und erfindet immer wieder hocharomatische, einzigartige Kreationen. Gin ist dabei unentbehrlich und so ist er sich sicher, dass Gäste auch weiterhin den Gin des Lebens suchen – von Gin Cocktails über Gin Highballs bis zu Gin Tonic. Daneben wird laut Marcus Wolff der Trend der „Highballs“ zunehmen. Shortdrinks seien nicht jedermanns Geschmack, trotzdem soll der Drink viele Aromen vereinen. Auch Low alcohol drinks erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sherry und Wermut oder Lillet werden als Hauptbestandteil des Drinks auserkoren und sorgen dafür, dass gerne eine weitere Runde bestellt wird. Auch im nächsten Sommer ein Muss, so der Master Mixer.

Die exklusive Jimmy’s Bar in der Mainmetropole hat seit September 2018 einen neuen Barkeeper: Der weltbekannte Master-Mixologist Hercules Tsibis ist zurück in Frankfurt am Main und kreiert im Grandhotel Hessischer Hof leckere Drinks für jeden Geschmack. Er besinnt sich 2019 auf die Klassiker – neu interpretiert als Luxusvariante: „In diesem Jahr dreht sich alles um die puristischen, bekannten Drinks mit wenigen Zutaten. Hier liegt dann der Fokus auf dem Inhalt: Premium-Spirituosen werden in hochwertigen und auffälligen Gläsern serviert und mit erstklassigen speziellen Garnituren versehen.“ Dies gilt auch für die alkoholfreien Drinks, die sogenannten Mocktails. Cuisine-Style-Mixturen kommen dank ihrer speziellen Herstellung den „richtigen“ Cocktails sehr nahe und bringen den Trend der „Zero Promille“-Spirituosen in die Bars des Landes. Hercules Tsibis betont außerdem, dass Cocktails von drei Elementen leben: „Geschmack, Aussehen und Aroma definieren den fertigen Drink. Für ein perfektes Aroma werden zunehmend hochwertige ätherische Öle und Aromen verwendet. Denn in der Küche wird der Cocktail in allen Facetten zelebriert – das ‚Finish‘ der Aromen gibt dem flüssigen Kunstwerk den letzten Schliff.“

Das Eataly München entführt Besucher bereits seit drei Jahren im Herzen der bayerischen Metropole mit seinem italienischem Markt, den Restaurants, Bars und Cafés in das Land des Stiefels. „Italiener mögen es gerne stilvoll-klassisch und das spiegelt sich auch bei Cocktailtrends wider“, so Stefano Basile, Bartender im Eataly München. Klare Mischungen mit bekannten Spirituosen kommen immer an. Seine Eigenkreation „Amerino“ ist eine Abwandlung des Americano, beinhaltet mit Martini rosso und Campari zwei wahre Klassiker, wird mit Soda gespritzt und natürlich mit einem mediterranen Gewürz garniert. Nach wie vor ist Rosmarin als Cocktailgarnitur dank seines intensiven, harzigen Aromas ein absoluter Kassenschlager.

Für innovative Cocktailkreationen hat sich das Daios Cove in Griechenland die Experten des angesagten Clumsies im Athener Szenevierte Psirri geholt. Die Clumsies Bar zählt zur Top Ten der 50 besten Bars weltweit und zeichnet sich durch einen kosmopolitischen Stil aus. Dieser ergibt – gemeinsam mit regionalen Einflüssen – innovative Cocktails, die Gäste an den verschiedenen Bars Hotels immer wieder überraschen. Ein wachsender Trend für 2019 sind alkoholfreie Kreationen. Durch Verwendung lokaler Kräuter und von Hand hergestellter Essenzen schmeckt der alkoholfreie Gin Tonic dem Original verblüffend ähnlich. Regionale Zutaten und hausgemachte Ingredienzen spielen im neuen Jahr auch bei Cocktails mit Alkohol eine wichtige Rolle, sind sich die Barexperten einig.

Bei den köstlichen Cocktailkreationen mit regionaler Note kommt in den Ikos Resorts Urlaubsfeeling auf. Die Gäste bevorzugen die lokalen, griechischen Spirituosen wie den einzigartigen Mastiha Likör. Besonders beliebt ist er in Kombination mit weißem Rum, Limettensaft und Minze als erfrischender Masthia Mojito. Wer es lieber klassisch mag, bekommt von den Barkeepern jeden Wunsch von den Augen abgelesen – natürlich unter Verwendung hochwertiger Markenspirituosen.

Das Fünf-Sterne-Resort Hillside Beach Club bei Fethiye an der türkischen Ägäis bietet an sieben Bars erfrischende Sundowner zum Ausklang eines gelungenen Urlaubstags. In diesem Jahr setzt die Bar-Crew vor allem auf Zutaten, die aus der Region bezogen werden. Dies zeigt auch eine Cocktailkreation, die in der Saison 2019 auf der Karte zu finden ist: Salbei, Limettensaft und -schalen sowie Holunderblüten aus der Umgebung werden einer Mischung aus Saffron Gin und dem Holunderblütenlikör St. Germain zugefügt.

Das Aushängeschild des Palasthotels La Mamounia ist die renommierte Churchill Bar. Neben klassischen Drinks serviert das Hotel viele Eigenkreationen mit traditioneller marokkanisch-orientalischer Note. „Selbst angebaute, regionale Zutaten bleiben nach wie vor im Trend“, sagt David Trupia. Beim „Jardin de la Mamounia“ wird Vodka mit marokkanischen Feigen und Fenchelblüten des hoteleigenen Gartens angereichert, anschließend mit hausgemachtem Rhabarberbitter und frisch gepresstem Grapefruitsaft gemixt und mit Rohrzuckersirup und einer Prise Salz verfeinert.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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