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Hoteliers nutzen Krise

Datum: 22.01.2021Quelle: Flair Hotels e.V. | Bilder: Flair Hotel Reuner, Flair Hotels e.V. | Ort: Ochensfurt

Bereits seit einigen Wochen sind die Hotels für touristische Reisen geschlossen. Was machen die Hoteliers in dieser Zeit, wie nutzen sie die „freie“ Zeit?

Positives sehen

Bei den Mitgliedern der Flair Hotelkooperation kommt keine Langweile auf. Es wird investiert in neue Technik, die Mitarbeiter werden geschult, die Azubis bei der Ausbildung unterstützt, es wird geputzt und gewienert vom Dach bis in den Keller. Neue Pläne werden geschmiedet, um Zimmer zu erweitern oder den Wellnessbereich aufzufrischen mit einem Schwimmbad oder einer neuen Sauna. Die Flair Hoteliers versuchen der Pandemie positive Aspekte abzugewinnen und setzen u. a. ganz stark auf den intensiven Austausch untereinander. Dieser Austausch ist ein großer Motivator in diesen Pandemiezeiten. Zu sehen und zu hören, was die anderen Kollegen machen, Tipps zu bekommen oder Tipps weiter zu geben und vor allem zu spüren, man ist nicht allein bzw. gemeinsam ist man stark.

Digitaler Austausch

Flair Hotels Krise
Sophie von Seydlitz, Vertriebs- und Marketingleiterin der Flair Kooperation

Neu ist daher der regelmäßige, einmal im Monat stattfindende, digitale Austausch für alle Mitglieder, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und um sich zu unterstützen. Auch regelmäßige Online-Schulungen für Hoteliers und Mitarbeiter zu Online-Themen haben sich etabliert. Jeden Mittwoch können sich die Flair Hoteliers außerdem in der „Digitalen Flair-Bar“ ab 19 Uhr mit anderen Kollegen auch in kleinerem Kreis zu einem Stammtisch treffen. Der Vorstand berät sich einmal im Monat auf einer digitalen Plattform. Sophie von Seydlitz, Vertriebs- und Marketingleiterin der Flair Kooperation: „In dieser schwierigen Zeit sind wir alle noch stärker zusammen gewachsen und die Mitgliedschaft in unserer Kooperation zeigt deutlich, wie wichtig der Austausch untereinander ist und wie stärkend und aufbauend. Es werden viele Tipps und wichtige Informationen ausgetauscht. Vor allem fühlen sich die Mitglieder immer wieder motiviert, um durchzuhalten. Dieses starke Miteinander und die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, wollen wir mit in die Zukunft nehmen und weiter ausbauen.“

Vorbildlich engagiert

Flair Hotels Krise
Daniel Reuner, 1. Vorsitzender des Flair Hotels e.V.

Daniel Reuner vom Flair Hotel Reuner (siehe Titelbild) in Zossen und 1. Vorsitzender des Flair Hotels e.V. investiert während der Hotelschließung viel Zeit in die Mitarbeiterschulung. Er hat Lerngruppen für seine Azubis organisiert, da die Berufsschulen zurzeit geschlossen sind und er bietet Weiterbildungsseminare für seine Mitarbeiter an. Den Azubis steht während der Lernzeit im Hotel immer jemand zur Seite, in der Regel der Ausbilder. Er unterstützt beim Lernen und gibt Hilfen. Auch Renovierungsarbeiten stehen bei Familie Reuner im Fokus: Neue Technik, zum Beispiel eine neue Heizungssteuerungsanlage wird eingebaut und verschiedene Prozesse, wie der digitale Check-In oder die digitale Tischreservierung für das Restaurant werden installiert und den Mitarbeitern ausführlich erklärt. Auch andere Neuerungen können nun endlich mal in Ruhe gezeigt und erklärt werden und es kann der Mehrwert für die Gäste und für den Betrieb aufgezeigt werden. „Wir versuchen den Betrieb möglichst normal aufrecht zu halten, das heißt zum Beispiel, dass die Azubis jeden Tag da sind und nach ihrem Dienstplan arbeiten. Wir wollen ihnen einen möglichst guten Weiterverlauf ihrer Ausbildung zusichern, trotz Pandemie. Wenn wir wieder öffnen dürfen, brauchen wir unsere Mitarbeiter, ohne sie sind wir alle nichts“, erklärt Daniel Reuner.

Zeit für Renovierungsarbeiten

Burghard Bannier vom Flair Hotel Deutsches Haus in Arendsee ist ebenfalls dabei technische und bauliche Neuerungen durchzuführen, die im normalen Gästebetrieb so schwierig umzusetzen sind. „Wir haben unser altes Eichenparkett abgeschliffen und neu versiegelt, wir renovieren Hotelzimmer und installieren ein neues Kühlsystem, inkl. Tresen. Darüber hinaus trainieren wir intensiv mit unseren Azubis und bilden auch die Facharbeiter weiter, etwa einen zum Küchenmeister“, erklärt Burghard Bannier.

Fokus auf Hygienekonzepte

Auch technische Notwendigkeiten, wie die Lüftungsanlagen, die von den Flair Hoteliers während der Pandemie installiert wurden und die die Luft regelmäßig komplett umwälzen und erneuern, werden ausgebaut. Großen Wert legen die Flair Hoteliers auf die Hygienekonzepte, die weiter optimiert werden, sodass einem unbeschwerten und sicheren Aufenthalt der Gäste nach dem Ende des Lockdowns nichts im Weg steht.

Redaktion GastroInfoPortal

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