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Ministerpräsident Dr. Markus Söder will die Branche in Bayern mit 30 Mio. € fördern. Die Ankündigung verdeutlicht, dass das Gastgewerbe als regionaler Wirtschaftsmotor ernst genommen werden muss.

Gastgewerbe als regionaler Wirtschaftsmotor

Datum: 25.04.2018Quelle: Inhalt: Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern e.V.| Bild: colourbox.de |  Ort: München

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern begrüßt die Ankündigung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Dieser will das bayerische Gastgewerbe mit 30 Mio. € fördern. Der Ministerpräsident hatte auf dem GastroFrühling versprochen, noch in diesem Jahr die Summe als direkte Förderung für kleine Wirtshäuser, Gastwirtschaften & Co. zur Verfügung zu stellen. Diese konkrete Hilfe zur Selbsthilfe sei neben der politischen Unterstützung branchenpolitischer Forderungen z. B. hinsichtlich einer Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts, der Entbürokratisierung, gleicher Steuern für Essen oder Steuererleichterungen für die Sachwertbezüge Auszubildender, wichtig für Bayern. Der Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte bereits in seiner Regierungserklärung in der vergangenen Woche den Tourismus sowie die Gastronomie als einen „ganz besonders wichtigen“ Wirtschaftszweig bezeichnet und eine neue Tourismusoffensive angekündigt. Zugleich betonte er, dass Heimatwirtschaften wichtiger Bestandteil ländlicher Kultur seien.

Gastgewerbe als regionaler Wirtschaftsmotor erkannt

Angela Inselkammer, Dehoga Bayern-Präsidentin, erklärte darüber hinaus die Systemrelevanz des Gastgewerbes für den Erfolg Bayerns: „Hotellerie und Gastronomie sind Grundvoraussetzung für und Hauptleistungsträger des Tourismus, der zweitwichtigsten Leitökonomie Bayerns nach der Industrie. Sie sind nicht nur die regionalen Wirtschaftsmotoren schlechthin, sondern wichtig hinsichtlich der Erreichung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen.“ Denn gastgewerbliche Betriebe findet man in allen Regionen des Freistaates, insbesondere dort, wo sich andere Branchen zum Teil seit Jahren zurückgezogen haben. Zudem arbeitet mittlerweile jeder 20. Erwerbstätige in Bayern in einem Hotel oder Gastronomiebetrieb.

Hintergrund

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat Bayern zwischen den Jahren 2006 und 2015 fast ein Viertel seiner Schankwirtschaften verloren. So stellen in Bayern jedes Jahr rund 500 Wirtshäuser in den ländlichen Regionen für immer den Betrieb ein. Da diese Betriebe für die gastronomische Grundversorgung von großer Bedeutung sind, gibt diese Entwicklung mittlerweile strukturpolitisch zu denken. „Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung Söders zukunftsweisend für unser Land“, weiß Angela Inselkammer. Die angekündigte Fördermaßnahme setze dabei eine Reihe von aktuellen, wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung fort.

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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