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Rebional Jubiläum

Wir kochen weiter – #spürbargrün

Datum: 25.11.2021Quelle: Rebional | Ort: Herdecke

Vor elf Jahren wurde Rebional, Gastronom für Gemeinschaftsverpflegung mit Bio-Qualität, als Tochter des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke gegründet. Drei Jahre später öffnete die modernste Großküche Deutschlands ihre Türen. Zeit, zurückzublicken.

Gründung

Am 22. Dezember 2010 wurde Rebional gegründet. Der Name entstand aus einem Wortspiel: regionale Lieferanten und Produkte, deren DNA aus Bio-Qualität besteht. Somit ist klar zu erkennen, wofür Rebional steht: nachhaltiges Wirtschaften. Die ganzheitliche Betrachtung der Gastronomie und Lebensmittel spiegelt sich auch im Logo wider: Aus einem Teller wächst mit Wurzel, Stängel und Blatt eine Pflanze. „Vom allerersten Tag an arbeitete das Team mit viel Leidenschaft fürs Kochen und einem starken Nachhaltigkeitsanspruch. Ich bin seit der Gründung dabei und freue mich über das stetige Wachstum und die laufende Weiterentwicklung des Unternehmens“, sagt Klaus Richter, Geschäftsführer von Rebional.

Klaus Richter (l) und Oliver Kohl (r) Rebional
Klaus Richter (r.) und Oliver Kohl – Geschäftsleitung der Rebional

Wurzeln

Im November 1969 legte Gerhard Kienle in Herdecke den Grundstein für das erste anthroposophische Gemeinschaftskrankenhaus in Deutschland. Bereits in der Anfangszeit des GKH säte ein hoch engagiertes Küchenteam den Samen für die heutige Unternehmensphilosophie vom Rebional: Die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen folgen zum größten Teil aus seiner Erziehung. Diese beruht auf der Tradition seiner Familie, seines Dorfes, seiner Gegend und seines Landes.

Die zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel werden in der traditionellen Art und Weise eingesetzt, ohne dass viel darüber nachgedacht wird. Durch das heutige Überangebot unserer Nahrungsmittel und durch die Möglichkeit, Produkte aus aller Welt zu jeder Jahreszeit zu erhalten, ist der Sinn für die natürliche, harmonische und bodenständige Lebensweise verlorengegangen.

Erst in dem Moment, in dem man Gesundheitsstörungen verspürt oder gar richtig krank wird, beginnt man über die Bedeutung von Ernährung nachzudenken.

Deshalb kommen die verwendeten Grundnahrungsmittel von Rebional vorzugsweise aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA, Demeter, Bioland usw.). Von diesen Gedanken werden bis heute die Nachhaltigkeitsziele von Rebional geprägt.

Rebional steht für Kochkunst

„Rebional steht für Koch- und Esskultur, Ehrlichkeit sowie Kompetenz in der Steuerung moderner Versorgungsprozesse. Wir sind überzeugt, dass eine gesunde Ernährung die Balance von Mensch und Umwelt berücksichtigen muss. Daraus hat sich unsere Vision entwickelt, dass wir die Kochkunst und die Esskultur in der Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig verbessern möchten“, so Richter weiter.

Wie wird gekocht?

In den von Rebional geführten Küchen wird ausschließlich frisch gekocht. Fertige Tiefkühl- oder Tütenprodukte gibt es nicht. Soßen und Brühen werden selbst gezogen, Desserts wie Pudding oder Fruchtjoghurts eigenhändig zubereitet. Convenience-Produkte kommen nur bis Stufe zwei von fünf zum Einsatz, also ungewürzte, kochfertige aber nicht gegarte Lebensmittel. Gemüse, Salat und Obst werden täglich frisch geputzt, geschnitten und verarbeitet. Der Einsatz von regionalen und saisonalen sowie frischen Lebensmitteln ist das zentrale Handlungsmotiv beim Kochen.

Nachhaltigkeit

„Am Standort in Herdecke wird in der Bioküche klimaneutral durch Kompensation mit Klimaschutz-Zertifikaten produziert und in der Verwaltung klimaneutral gearbeitet. Das heißt, wir arbeiten stetig daran die Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden oder zu reduzieren. „Nachhaltigkeit treibt unser Denken und Handeln an“ – dieses Credo ist bei uns also kein Lippenbekenntnis“, beschreibt Geschäftsführer Oliver Kohl den Anspruch. Die jährliche Zertifizierung „Nachhaltiger Wirtschaften“ vom Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten / Herdecke ist eine entsprechende Kontrollinstanz für das gesteckte Ziel.

Folgende Meilensteine wurden erreicht:

  • Einsatz von Bio-Lebensmitteln in allen Betrieben,
  • Standard-Bio-Quote von dreißig Prozent für Mittagessen,
  • offizielles BIO-Siegel für alle von Rebional betriebenen Küchen z.T. vorhanden bzw. angestrebt,
  • Produktion möglichst ohne Ressourcen, Öko-Systeme und Umwelt unnötig zu belasten,
  • Fokus auf kurze Transportwege,
  • Ausbildung von Mitarbeiter*innen zu zertifizierten Nachhaltigkeitsmanager*innen,
  • Anschaffung von insgesamt neun elektrisch betriebenen Fahrzeugen und drei Fahrzeug-Ladestationen in Herdecke,
  • Etablierung von vier/drei Bienenvölkern in Herdecke/Hamburg,
  • Bevorzugung von artgerechter Tierhaltung (Die Münchner Schweisfurth-Stiftung ehrte Rebional 2016 mit dem Zertifikat „Tierschutz auf dem Teller” für Engagement für mehr Tierwohl, Umweltschutz und Qualität in der Gemeinschaftsverpflegung.),
  • und verbindlicher Verhaltenskodex für Geschäftspartner bzgl. fairer Bezahlung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen sowie eines freundlichen Umgangs und guter Arbeitsbedingungen.

Derzeit betreibt Rebional Küchen in zwölf Krankenhäusern und Kliniken, in sechs Seniorenheimen, in über hundert Schulen und Kitas sowie die Zentralküche in Herdecke. Insgesamt werden täglich rund 20.000 Essen frisch zubereitet. Es gibt einen Cateringservice in Hamburg, Bensheim und einen in Herdecke. Außerdem werden eigens hergestellte Produkte wie Marmelade, Honig und Müsliriegel im Lädchen des GKH Herdecke verkauft.

Rebional

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