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Das sind die WeltverbEsserer 2020.

Die WeltverbEsserer 2020

Datum: 17.06.2020Quelle: Branding Cuisine, Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit; Bilder: Branding Cuisine, B&L MedienGesellschaft| Ort: Berlin, München

Die auf Food spezialisierte Kreativagentur Branding Cuisine hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Food- und Gastro-Konzepte zu unterstützen und ihnen Gehör zu verschaffen. Der WeltverbEsserer-Wettbewerb ist dabei ein Teil der Strategie. „Als Kreativagentur für Food tragen wir Verantwortung. Wir arbeiten seit über zehn Jahren in der Gastronomie wollen unseren Teil zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Aus Überzeugung und Leidenschaft haben wir 2018 den WeltverbEsserer-Wettbewerb ins Leben gerufen”, erklärt der Geschäftsführer Balázs Tarsoly.

In diesem Jahr ging der WeltverbEsserer-Wettbewerb in die zweite Runde. Allerdings waren die Bedingungen in diesem Jahr etwas anders: Zum einen konnte das Finale nicht, wie ursprünglich geplant, live in Berlin stattfinden, sondern wurde via Zoom übertragen – als Medienpartner waren wir mit unseren Fachmagazinen 24 Stunden Gastlichkeit und GVMANAGER natürlich dabei.

Und zum anderen gibt es in diesem Jahr nicht nur einen, sondern gleich drei Gewinner. Denn nach dem Erfolg im ersten Jahr, wurden dieses Jahr Deutschlands nachhaltigste Konzepte in den drei Kategorien Restaurants, Food-Produkte und Betriebsrestaurants gesucht.

In acht 10-Minuten-Präsentationen stellten die Finalisten ihre Arbeit vor und zeigten, wie sie neue, nachhaltige Wege bereiten.

Das war die Jury

  1. Serena Carloni, Ernährungsexpertin & Partnerin Branding Cuisine
  2. David Diallo, Seriengründer und Nachhaltigkeitsexperte & Gründer von Good Impact, Geschäftsführer Enorm Magazin & Vorstand Noah Foundation
  3. Dr. med. Ralf Hilbert, Ernährungsexperte & Ernährungsmediziner, Biochemiker, Arzt und Dozent
  4. Georg Kaiser, Nachhaltigkeitsexperte & Geschäftsführer Bio Company
  5. Johannes Kamps-Bender, Nachhaltigkeitsexperte & Vorstand Demeter
  6. Boris Lauser, Ernährungsexperte & Raw Food Chef und Restaurantberater
  7. Balázs Tarsoly, Gastronomie-Markenexperte / CEO & CCO Branding Cuisine

Das waren die Finalisten

Restaurants

1. Bunte Burger: Dr. Mario Binder und Ulrich Glemnitz kennen sich seit ihrer Kindheit. Aufgewachsen sind sie in Ingolstadt neben dem Demeter-Bauernhof der Oma. Die Nähe zur biodynamischen und pflanzlichen Landwirtschaft wurde den beiden damit quasi in die Wiege gelegt. 2014 starteten die beiden dann mit ihrem Konzept Bunte Burger. Das Ziel: Etwas bewirken und den Gästen die Möglichkeit geben, bewusst und gesund genießen zu können. Dabei orientieren sie sich an den drei P’s des nachhaltigen Wirtschaftens: People, Planet, Profit. Das Bunt im Unternehmensnahmen steht übrigens für Bio, unverwechselbar, nachhaltig und tierfrei.

Das Frea haben wir bereits für eine Reportage besucht.

2. Frea: In dem Berliner Restaurant kombiniert David Johannes Suchy Nachhaltigkeit, Qualität und Service. Das Team arbeitet regional und vor allem saisonal. Alle Produkte kommen zu 100 Prozent aus ökologischem Anbau. Darüber hinaus wird im Frea alles selbst gemacht: von der Pasta über den Sauerteig bis hin zum Haselnussdrink. Verpackungen fallen somit erst gar nicht bzw. kaum an. Bleibt doch mal etwas übrig findet es den Weg in die hauseigene Kompostiermaschine „Gersi“. Sie verwertet alle Gemüsereste aus der Küche und die Reste der Gäste innerhalb von 24 Stunden zu einem Bodenersatzstoff. Diese Erde gibt das Restaurant an die Bauernhöfe, die ihnen Waren liefern, zurück.

3. Siggis: Hinter diesem Konzept steht Sigrid Lutz. Sie selbst ist Veganerin und möchte mit ihrer eigenen Gastronomie den Münchnern veganes und gesundes Essen auf lockere Weise näher bringen. Das macht sie u. a. mit ihrem Restaurant, das bis Ende Juli umzieht, und einem Streetfood-Konzept. Dabei achten sie zum Beispiel beim Einkauf und den Lieferanten auf Nachhaltigkeit und einen fairen Umgang mit Mensch und Natur. Auf den Tisch kommt dann nicht nur Salat und Wurzelgemüse, sondern auch mal ein Hot Dog. Letzteren entweder mit geschmorter Karotte, Seitan- oder Soja-Würstchen. Dazu die klassische Cheese-Sauce, Gurkenrelish und Senf oder mit veganer Bolognese und Basilikum Mayo.

Food-Produkte

Das Unternehmen verfolgt den Ansatz, unpasteurisierte Lebensmittel, frei von jeglichen Zusatzstoffen, in den überregionalen Naturkostfachhandel zu bringen.

1. Completeorganics: Das Unternehmen verfolgt den Ansatz, unpasteurisierte Lebensmittel, frei von jeglichen Zusatzstoffen, in den überregionalen Naturkostfachhandel zu bringen. Es werden ausschließlich natürliche bio-vegane Zutaten verwendet, die vornehmlich saisonal aus regionalem Anbau und fairem Handel bezogen werden. Statt Plastik wird als Verpackung Glas verwendet. Die Einhaltung möglichst kurzer Lieferketten und damit das Verwenden von saisonalem Gemüse sowie faire Partnerschaften und Zahlung sind für Completeorganics ebenfalls wichtige und nicht wegdenkbare Nachhaltigkeitskriterien im unternehmerischen Handeln.

2. Linsenmanufaktur: Die Manufaktur stellt selbst entwickelte, biozertifizierte Fertigmischungen auf Basis von Linsen her. Die vegane, hefefreie Mischung für Linsenbratlinge wird ebenso wie die anderen Mischungen in der Manufaktur in Paderborn hergestellt. Petra Kaiser hat mit ihrem Team gesunde, nachhaltige Produkte entwickelt, die die mittlerweile wieder regionale Linse zum Helden macht. Besonders wichtig ist der Linsenmanufaktur der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Vermarktet werden die Linsenprodukte deutschlandweit in 80 Unverpackt-Läden, im Onlineshop und durch den Linsenmanufaktur Food-Truck.

3. Arche SAM: Die Arche setzt sich mit dem Erhalt der ökologischen Vielfalt, die bei der Anpassung an den Klimawandel und die Verbesserung der Bodenqualität eine wichtige Rolle spielen, auseinander und ist gleichzeitig ein soziales Projekt für „Systemsprenger“-Jugendliche. Hofeigene Früchte sind die Grundlage für den alkoholfreien Fruchtsecco „sparkling biodiversity“, mit dem die Arche SAM ins Rennen ging.

Betriebsrestaurants

Biond betreibt Mensen in Ganztagsschulen mit dem Fokus auf gesunde und vielseitige Ernährung.

1. Biond: Das Unternehmen betreibt Mensen in Ganztagsschulen mit dem Fokus auf gesunde und vielseitige Ernährung von Kindern und Jugendlichen in der Schule und möchte damit die Grundlage für ein gesundes körperliches und geistiges Wachstum legen. Vitale Mahlzeiten und ein rundes Konzept sollen die Schüler zum Mittagessen in der Schulmensa halten. Um in der Corona-Zeit, in der Kitas und Schulen und damit ihre Mensen geschlossen sind, weiterarbeiten zu können, hat Biond auf www.biond-lieferservice.de einen Lieferservice für Menschen im Homeoffice bzw. alle Menschen Zuhause gestartet und liefert deutschlandweit im nachhaltig isolierten Paket.

2. Innogy: Das Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens definiert das Leitbild und wesentliche Grundlagen. Es basiert auf den vier Säulen Gesundheit, Ökologie, soziale Verantwortung und Ökonomie. Durch Experten und Wissenschaftler wurde das Thema Nachhaltigkeit konzeptionell ausgearbeitet. Die Innogy Gastronomie, verantwortet von Horst M. Kafurke, ist übrigens das erste Unternehmen, das sich mit all seinen 54 gastronomischen Betrieben im Verbund vom TÜV Rheinland hat zertifizieren lassen.

Die WeltverbEsserer 2020

Die Gewinner des WeltverbEsserer-Wettbewerbs wurden über drei Juryrunden ermittelt. Auf eine erste Vorauswahl folgte eine Jurysitzung im März, bei der die Finalisten für das Pitch-Event nominiert wurden. Die Gewinner in den jeweiligen Kategorien sind:

Kategorie Restaurants

Frea, Berlin

Kategorie Food-Produkte

Completeorganics, München

Kategorie Betriebsrestaurants

Biond, Kassel

Zu gewinnen gab es beim diesjährigen WeltverbEsserer-Wettbewerb Preise im Gesamtwert von 32.500 Euro. Gekürt wurden von der siebenköpfigen Expertenjury diejenigen jeder Kategorie, die in bestmöglicher Weise die Nachhaltigkeitskriterien des Wettbewerbs erfüllten.

Wenn es auch nach der Nominierung für die Top 3 für eine Erstplatzierung nicht gereicht hat, hat die Jury sich dafür entschieden, für die Arche SAM einen Sonderpreis zu vergeben. David Diallo von enorm Magazin entwickelt den Preis in den nächsten Tagen im Detail, sodass dieses in Abstimmung mit den restlichen Jurymitgliedern dem SAM-Team übergeben und die Leistung der Jugendlichen und des gesamten Arche SAM-Teams gesondert honoriert wird.

Tag der nachhaltigen Gastronomie

Übrigens: Am 18. Juni 2020 ist der Tag der nachhaltigen Gastronomie. In unserem Beitrag haben wir Praxisbeispiele aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung für Sie als Inspirationsquelle zusammengefasst.

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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