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„Ich bin auch nur ein Teil des Teams“

Datum: 02.09.2022Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bild: Herberg | Ort: München

„Danke“ sagen und die Arbeit der Mitarbeiter wertschätzen ist besonders in herausfordernden Zeiten wie der Pandemie wichtig. Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer richtet daher jedes Jahr für alle Mitarbeiter ein Sommerfest aus – in diesem Jahr ein Streetfood-Festival zugunsten des Hospizes Wilhelminenstift. Udo Herberg, Verpflegungsmanager des Krankenhauses, war Teil des Organisationsteams. Im Jetzt mal ehrlich-Interview in der demnächst verfügbaren Ausgabe 9/22 des GVMANAGER berichtet er u. a., wie sich ein solches Event im Küchenalltag umsetzen lässt und welche Rolle Wertschätzung generell im Küchenteam spielt.

Warum Kommunikation mit den Mitarbeitern für Udo Herberg besonders wichtig ist und worauf er in seinem Beruf nicht verzichten könnte, lesen Sie im Folgenden.

Udo Herberg im Interview

Herr Herberg, was ist Ihnen generell am Umgang mit Ihren Mitarbeitern wichtig?

Die Kommunikation mit den Mitarbeitern. Meine Bürotür steht immer offen, sodass jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat, alles anzusprechen, was ihm auf dem Herzen liegt. Außerdem haben wir Abteilungsbesprechungen festgelegt. Hier kann jeder in der Gruppe alles ansprechen, auch Verbesserungsvorschläge machen, oder kritisch hinterfragen, warum wir was genau so machen. Nicht selten kommt es vor, dass meine Mitarbeiter hier wichtige Impulse geben – und ich wäre ja dumm, wenn ich in solchen Fällen die Stärken meiner Mitarbeiter nicht nutzen würde. Auch ich bin nur ein Teil des Teams und weiß nicht alles besser.

Natürlich kommen wir auch nicht bei allen Themen direkt auf einen grünen Zweig; hier gilt es dann, Kompromisse zu finden.

Gibt es etwas, auf das Sie in Ihrem Beruf verzichten könnten – und warum?

Ich finde, dass wir uns extrem viel Zeit mit Kontrollen, Vorschriften etc. herumschlagen müssen. So fällt die eigentliche Aufgabe, Versorgung der Patienten und Mitarbeitern, schon ein kleinerer Teil zu als den ganzen Verwaltungsaufgaben. Wenn man das täglich macht, fragt man sich schon oft, wer das so festgelegt hat und wie theoretisch diese Personen sind und ob sie jemals in der Küche gestanden haben.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf? Wie treibt Sie an?

Ich liebe Essen und Trinken und das ist ja gegeben. Außerdem ist kein Tag wie der andere und das macht es spannend und reizt einen jeden Tag, Lösungen zu finden und diese umzusetzen.

Was macht einen guten GV-Manager aus?

Das ist eine gute Frage. Ich glaube man muss sich täglich beweisen. Die Trends erkennen. Versuchen das Team mitzunehmen. Einen guten Kontakt mit den Ansprechpartnern pflegen. Immer neue Aufgaben zu finden, wir sind gerade z. B. dabei, uns nach DGE zertifizieren zu lassen. Und am Ende des Tages ein gutes Essen auf den Teller bringen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Sarah Hercht / Redaktion GVMANAGER

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